Der AStA bei seiner Klausurtagung (Copyright: Tanja Meltendorf)

Ein Jahr Corona: Rückblick der Studierendenschaft

2. März 2021

Januar 2020: Nachdem in den Nachrichten nebenbei immer mal wieder ein Virus in China erwähnt wurde, schickte mir das Akademische Auslandsamt eine Mail, dass mein Famulaturplatz an der Huazhong University of Science & Technology in Wuhan nochmal überdacht werden müsse. Ein paar Tage später kam dann die finale Absage.Heute kann man herzlich darüber lachen und diese Geschichte in die Anekdotenschublade fürs Leben stecken. In diesem einen Jahr ist nicht nur weltweit alles auf den Kopf gestellt worden. Für jeden Einzelnen hat sich das Leben verändert und auch an der Studierendenschaft der MHH ist dieser Umstand nicht vorbei gegangen. Lasse Sie mich daher die aktuelle Lage der Studierendenschaft schildern.

Mit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 kam auch das Chaos. Dekanat und AStA versuchten durch eine offene Informationspolitik die Verunsicherungen in der Studierendenschaft zu minimieren. Wo keine Informationen sind, können allerdings auch keine Informationen weitergegeben werden. Es wurde kurzer Hand eine studentische Task Force aus einer Hand voll Studierenden der Hochschulpolitik gegründet, um den Informationsfluss zu bündeln und eine klare Anlaufstelle zu schaffen. Durch die Bemühungen des Dekanats konnte die Phase der großen Ungewissheiten bezüglich der Weiterführung der Lehrveranstaltungen an der MHH  kurz gehalten werden. Im Schnellverfahren wurden Lehrinhalte digitalisiert, die praktischen Kurse an die Hygienebestimmungen angepasst und Prüfungspläne für die immer neuen Auflagen umgeschrieben. Besonders die Digitalisierung der Lehrinhalte, für welche die Studierendenschaft schon seit Jahren kämpft, kam innerhalb von wenigen Tagen und Wochen. Ein kleines positives Teilchen im Molekülstrudel der Pandemie.

Mit den Anpassungen der Pandemie war es jedoch leider nicht getan, denn mit dem Wintersemester 2020/21 wurde auch der Modellstudiengang Humanmedizin umstrukturiert, um auf die steigenden Studierendenzahlen pro Jahrgang einzugehen. Aus Tertialen wurden Quintile und wo früher vereinzelt Prüfungen geschrieben wurden, lagen diese jetzt knapp hintereinander in einer Woche. Wo Veränderungen kommen, kommt auch immer der Unmut. Ein Mix aus Corona Problemen und den Unannehmlichkeiten durch die Umstrukturierung brachte an mancher Stelle das Fass bis an die Oberkante, aber ein Überlaufen wurde verhindert, die Probleme ausgeräumt und die neue Struktur in der Humanmedizin wird regelmäßig evaluiert, um auch hier das Getriebe wieder gut geölt laufen zu lassen. Parallel koordinierte die studentische Taskforce gemeinsam mit der MHH die studentischen Aushilfen, nach denen in den Nachrichten nun gerufen wurde, um eine Überforderung unseres Gesundheitssystems zu verhindern. Die Studierendenschaft antwortete. Alleine an der MHH meldeten sich weit über 1.000 Studierende, bereit ihren Teil zu leisten. In diesem Satz schwingt auch nach einem Jahr noch Stolz mit.


Der AStA im Krisenmodus (Copyright: Tanja Meltendorf)

Alles in allem sind wir als Studierendenschaft so mit einem blauen Auge davongekommen und es pendelte sich ein Status Quo ein, welcher von ständigen Anpassungen zur Aufrechterhaltung des Lehrbetriebs geprägt ist. Die Studierenden an der MHH hatten das Privileg, dass ihre studentischen Jobs größtenteils erhalten blieben und somit akute finanzielle Schwierigkeiten nur vereinzelt auftraten. In den Einzelfällen konnte der AStA, in Person des Sozialreferenten, vermitteln und Lösung wurden gefunden. Einzelschicksale, in denen der Zwiespalt zwischen dem Infektionsrisiko einer Präsenzprüfung und gleichzeitig nicht vorhandenen finanziellen Spielräume dazu geführt hat, dass Prüfungen ausgelassen und eine Verlängerung der Regelstudienzeit riskiert wurden, sind tragisch. Hier müssen wir weiterhin wachsam bleiben und für die Betroffenen, mit Hilfe der existierenden Institutionen und Ressourcen individuelle Lösungen finden. In der Zahnmedizin wurde ebenfalls die Lehre schnell in digitaler Form wieder aufgenommen und auch die praktischen Kurse konnten angeboten und in reduzierter Form durchgeführt werden. Auch hier konnten somit Studienzeitverlängerungen vermieden werden und der Lehrbetrieb aufrecht erhalten bleiben.

In den letzten Wochen steht nun das Thema Impfungen ganz oben auf der Liste. Nachdem zunächst viel Unmut über die Vorgaben, dass Studierende nicht berücksichtigt werden in der Impfpriorisierung, entstanden ist, wurden nach vielen Gesprächen nun zumindest die PJler*innen in das Impfprogramm aufgenommen. Wir sind zuversichtlich, dass weitere Schritte nach infektiologischen Maßstäben diskutiert und in Zusammenarbeit mit allen Stellen ergriffen werden können. So werden Famulaturen wieder leichter zu finden sein und das Risiko für Patienten und Studierende kann minimiert werden. Am Ende steht das Ziel, an der MHH weiterhin hervorragende Ärzte und Ärztinnen, Zahnmediziner*innen, sowie Biochemiker*innen und Biomediziner*innen auszubilden. Das Campusleben, welches die MHH und das Leben hier neben den Lehrveranstaltungen so attraktiv macht, soll sobald es wieder vertretbar ist hochgefahren werden. Dann werden die über 25 Projektgruppen des AStAs wieder mit Filmeabenden, Poetryslams, Diskussionsrunden und der ein oder anderen kleinen Feier locken. Bis dahin möchte ich mich ganz herzlich im Namen der Studierendenschaft für die zahlenreichen Unterstützungen für Projekte der Studierendenschaft bedanken und freue mich auf die Zukunft. Denn die MHH ist und bleibt ein wunderbarer Ort, um das Studium zu absolvieren.

Lennart Simon (Vorsitzender des AStA an der MHH)

Jetzt wird renoviert.

9. Februar 2021

Die MHH-Studierenden lieben Kaffee. Und wir lieben die MHH-Studierenden. Daher unterstützen wir die geplante Renovierung des "Wohnzimmers" mit einem Zuschuss in Höhe von 500 Euro. Die ehemalige Studentencafeteria, seit Dekaden Mittelpunkt des Studierendenlebens an der MHH, wurde 2006 vom Campus Life e.V. umgestaltet und zuletzt 2015 aufwändig modernisiert. Seither wird dort noch begeisterter diskutiert, ausgestellt, veranstaltet - und natürlich Kaffee getrunken. Doch wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und so stehen derzeit einige Ausbesserungsarbeiten an. Gerne unterstützen wir dabei und freuen uns schon jetzt auf das Ergebnis.


Wir fördern den MHH-Nachwuchs.

17. November 2020

Der MHH-Alumni e.V. unterstützt das Deutschlandstipendium seit Jahren. Besonders überzeugt uns, dass hier nicht nur fachliche Leistungen zählen, sondern auch menschliches Engagement in all seinen Facetten, sei es im AStA, in der medizinischen Versorgung von Obdachlosen oder ganz privat im Zusammenleben mit eigenen Kindern oder einem pflegebedürftigen Elternteil. In diesem Jahr gibt es mehr Bewerbungen denn je, denn die Coronakrise hat viele Nebenjobs verschwinden lassen. Daher finanzieren wir in diesem Jahr drei Stipendien, doch weitere Stipendien werden dringend gebraucht. Werden auch Sie Stipendiengeber*in!


MHH-Alumni e.V. bezuschusst drei Zahnikoffer

29. Oktober 2019

Der Studienbeginn ist in der Zahnmedizin eine besonders kostspielige Phase: Für den Kurs der Technischen Propädeutik, aber auch den weiteren Verlauf des Studiums ist ein eigener „TPK-Koffer“ mit verschiedenen Instrumenten und Materialien unerlässlich. Der Neupreis liegt bei ca. 2.300 Euro, selbst gebraucht sind die wenigen begehrten Exemplare nicht unter 1.700 Euro zu haben. Daher hat der MHH-Alumni e.V. auch in diesem Jahr einen Gesamtbetrag von 1.500 Euro bereitgestellt, um drei Studierende jeweils mit einem Zuschuss in Höhe von 500 Euro bei der Anschaffung zu unterstützen. Auswahl und Vergabe wurden über das AStA Referat für Soziales organisiert.