Teil des Verbundprojektes EViPan Unimed des Netzwerks Universitätsmedizin

Aktualisiert am 18.11.2020

Das CCC Hannover ist mit der OnCOVID II Studie "Partizipative Entscheidungsfindung und ethische Aspekte der Risikostratifizierung und des Pandemiemanagements" Teil des Verbundprojekts EViPan Unimed des Nationalen Netzwerks der Universitätsmedizin. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Die unterschiedlichen regionalen Verläufe der COVID-19 Pandemie sowie die regional unterschiedlichen Versorgungs- und Entscheidungsstrukturen in einem föderalen System erfordern regional passfähige Pandemiemanagementkonzepte, die in Kenntnis der nationalen und internationalen Exzellenz und Herangehensweisen sowie auf der Grundlage der dafür verfügbaren Evidenz aufgebaut und wissenschaftlich fundiert sein sollten.

Mit dieser Zielsetzung startete am 1. August 2020 das Verbundprojekt EViPan Unimed (Entwicklung, Testung und Implementierung von regional adaptiven Versorgungsstrukturen und Prozessen für ein evidenzgeleitetes Pandemiemanagement koordiniert durch die Universitätsmedizin) unter Leitung der Universitätsklinken in Dresden (Carl Gustav Carus) und Frankfurt (Universitätsklinikum Frankfurt). Aufgabe des Projekts ist es, die Pandemiemanagement-Konzepte in Deutschland und international zu sichten, aufeinander abzustimmen, deren Praktikabilität mit wissenschaftlichen Methoden zu evaluieren und in einen Rahmenplan zu integrieren.

Hintergrund und Ziele OnCoVID II
Durch die COVID-19-Pandemie ergaben sich vielfältige Veränderungen in der allgemeinen Krankenversorgung. Die Komplexität dieser Änderungen erfordert es auch, ethische und medizinisch-rechtliche Aspekte der medizinischen Versorgung zu berücksichtigen. Im Rahmen des durchzuführenden Projekts soll untersucht werden, inwiefern es durch COVID-19 zu quantitativen und qualitativen Veränderungen in der onkologischen und psychiatrischen Behandlung gekommen ist, und welche potentiellen Entscheidungs- und Wertekonflikte dadurch entstanden sind. Hierzu werden Ärzte, Pflegekräfte und Patienten aus deutschlandweit verteilten onkologischen und psychiatrischen Behandlungszentren anhand spezifischer Fragebögen befragt. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wird eine umfassende Bewertung der ethischen und medizinisch-rechtlichen Aspekte für die onkologische und psychiatrische Krankenversorgung während einer Pandemie entwickelt. Handlungsempfehlungen zur partizipativen Entscheidungsfindung für ein zukünftiges Pandemiemanagement werden abgeleitet.

Nationales Forschungsnetzwerk der Universitätsmedizin zu COVID-19
Das Netzwerk Universitätsmedizin hat zum Ziel, Maßnahmenpläne, Diagnostik- und Behandlungsstrategien möglichst aller deutschen Universitätskliniken zusammenzuführen und auszuwerten. Durch diese Bündelung der Kompetenzen und Ressourcen sollen Strukturen und Prozesse in den Kliniken geschaffen werden, die eine möglichst optimale Versorgung der COVID-19-Erkrankten sicherstellen.

EViPan Unimed Abstract (Deutscher Kongress für Versorgungsforschung)
Konzept für ein bundesweites Pandemiemanagement im Rahmen des Netzwerks Universitätsmedizin
https://www.egms.de/static/en/meetings/dkvf2020/20dkvf053.shtml

Netzwerk Universitätsmedizin (NUM)
Weitere Informationen: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/

 

Kontakt
Prof. Dr. Jörg Haier, LL.M.
Comprehensive Cancer Center Hannover (Claudia von Schilling-Zentrum)
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover
ccc@mh-hannover.de

 

 

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