Weltkrebstag

Ein Aufruf im Kampf gegen Krebs

Der Weltkrebstag macht sich zum Ziel, Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

01.02.2021

Jährlich findet am 04. Februar der Weltkrebstag unter der Leitung der Union for International Cancer Control (UICC) statt. Eine globale Initiative die zum Ziel hat, die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Schätzungsweise erkrankt fast jede zweite Frau und jeder zweite Mann im Laufe seines Lebens an Krebs. In Deutschen zählen wir rund 510.000 Neuerkrankungen jährlich. Zu den drei häufigsten Krebsneuerkrankungen bei Frauen zählen Brustkrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs. Bei Männern sind es Prostatakrebs, Lungenkrebs und Darmkrebs.

Ein gesunder Lebenstil kann dazu beitragen, das Krebsrisiko zu reduzieren. Expert*innen zufolge ließen sich 40 Prozent aller Krebserkrankungen durch einen gesunden Lebensstil vermeiden. Dazu zählt auch die Wahrnehmung von gesetzlichen Früherkennungsprogrammen. Je früher Krebs erkannt wird und die betroffene Person eine qualifizierte Behandlung erhält, desto größer ist die Aussicht auf einen Heilerfolg.


Zahlen und Fakten

510.000 Menschen erkranken jährlich neu an Krebs

50% aller erwachsenen Krebspatient*innen können heute geheilt werden

4 von 5 Kinder können heute geheilt werden

 

Was kann ich tun?

Anlässlich des Weltkrebstages möchten wir an Wege erinnern, wie Sie Ihr Risiko an Krebs zu erkranken reduzieren können. Dabei orientieren wir uns an den Empfehlungen des Europäischen Kodex.

Der Europäische Kodex ist eine Initiative der Europäischen Kommission, der die Bürger*innen über Maßnahmen informieren soll, die sie für sich oder ihre Familie ergreifen können, um das Risiko von Krebserkrankungen zu verringern.

Wege, das Krebsrisiko zu reduzieren:

Nichtrauchen ist die beste Prävention gegen Lungenerkrankungen

Verzichten Sie auf jeglichen Tabakkonsum. Sorgen Sie für ein rauchfreies Zuhause und unterstützen Sie Rauchfreiheit am Arbeitsplatz.

Achten Sie auf ein gesundes Körpergewicht

Hier kommt es auf die Kombination von ausreichend Bewegung und gesunder Ernährung an.

 

Seien Sie aktiv im Alltag

Begrenzen Sie die Zeit, die Sie im Sitzen verbringen. Machen Sie zwischendurch kleine Gänge, nehmen Sie die Teppe statt dem Fahrstuhl... Bewegen Sie sich täglich mindestens 30 Minuten. 

Achten Sie auf eine gesunde Ernährung

Dazu zählen z.B. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst. Begrenzen Sie Lebensmittel mit hohem Zucker- oder Fettgehalt.

Trinken Sie wenig Alkohol und nicht täglich

Wählen Sie öfter alkoholfreie Getränke. Noch besser: Verzichten Sie ganz auf Alkohol um Ihr Krebsrisiko zu reduzieren.  

Vermeiden Sie zu viel Sonne und nutzen Sie Sonnenschutz

Auch auch die UV-Strahlung künstlicher Sonnenbanken (Solarien) kann die Entstehung von Hautkrebs begünstigen.

Folgen Sie den Gesundheits- und Sicherheitsanweisungen am Arbeitsplatz

...um sich vor krebserregenden Substanzen zu schützen.
 

Radon – der kaum wahrgenommene Risikofaktor

Finden Sie heraus, ob Sie in Ihrem Zuhause einer erhöhten Strahlenbelastung durch natürlich vorkommendes Radon ausgesetzt sind.

Stillen und eine Hormontherapie vermeiden

Stillen kann das Brustkrebsrisiko bei Müttern senken. Eine Hormontherapie gegen Wechseljahresbeschwerden kann möglicherweise das Brustkrebsrisiko erhöhen. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.

Impfungen für Kinder

Die Hepatitis-B-Impfung für Neugeborene kann das Risiko für Leberkrebs senken. Die Impfung gegen humane Papillomviren das Risiko für Gebärmutterhalskrebs oder auch Penis-, Rachen und Analkrebs.
 

Informieren Sie sich über Krebsfrüherkennungsprogramme

In Deutschland können sich Frauen und Männer im Laufe ihres Lebens auf verschiedene Krebsarten hin untersuchen zu lassen. Ziel ist es, Krebserkrankungen in möglichst frühen Stadien aufzuspüren.

Dennoch: Krebs ist keine Schuldfrage. Trotz eines gesunden Lebenstils lässt sich Krebs nicht sicher verhindern. Auch zufällige genetische Fehler bei der Zellteilung können zu Krebs führen. Diese treten mit höherem Alter immer häufiger auf. Nicht immer können sie vom körpereigenen Reparatursystem behoben werden. 

Ein gesunder Lebensstil lohnt sich trotzdem: Sie fördern insgesamt Ihre Gesundheit und Wohlbefinden!

Angebote an der MHH

Vorsorge und Nachsorge: Wichtig für Ihre Gesundheit.

An der MHH gibt es verschiedene Angebote zur Beratung von Präventionsmöglichkeiten und Maßnahmen. Dazu zählen

  • die Ernährungsberatung der Ernährungsmedizin, 
  • das Programm "Leichter durchs Leben"
  • sportmedizinische Beratungen
  • das "Rauchfrei Programm"

Zudem werden auch Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung durchgeführt und insbesondere abklärungsbedürftige Befunde näher untersucht.
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Betroffene, die eine Krebsdiagnose erhalten haben, unterstützt das CCC Hannover der MHH mit verschiedenen beratenden und therapiebegleitende Maßnahmen. Hierzu zählen unter anderem die Psychoonkologische Beratung, Naturheilkundliche Angebote, Beratung zur Fertilitätsprotektion und Erhalt der Fruchtbarkeit, Genetische Krebsprädisposition bei Kindern, Humangenetische Beratung, Ernährungsberatung.
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