Ein Lageplan der MHH, auf dem Lego-Figuren und Lego-Bauklötze stehen.

Der Klinik-Neubau

Die neue MHH entsteht am Stadtfelddamm

Neu bauen - das stand schon lange fest. Nur wo? Darüber wurde lange debattiert. Am 1. April 2019 hat die Landesregierung bei einem Pressegespräch die Standortentscheidung für den Klinik-Neubau schließlich verkündet: Das Universitätskrankenhaus der Zukunft soll am Stadtfelddamm entstehen. Dort steht ein Baufeld von rund 16 Hektar zur Verfügung, auf dem im Zuge der umfassenden baulichen Neuentwicklung der MHH die zentralen Gebäude der Krankenversorgung errichtet werden sollen.

Das sind die Pläne

Kartenansicht des Erweiterungsbaus am Stadtfelddamm
In einer ersten Etappe sollen westlich des Stadtfelddamms die Kinderklinik als Mutter-Kind-Zentrum, ein Zentrum für Notfallmedizin, ein Herz-Lungen-Zentrum und der erste Teil eines Kopf-Zentrums verwirklicht werden (hier im Bild, türkisblau gezeichnet).
Kartenansicht des MHH-Geländes und der geplanten Erweiterung am Stadtfelddamm.
Die Form des tatsächlichen Baukörpers steht aber noch nicht fest. Dann zieht der erste Teil des Klinikums von seinem bisherigen Standort (hier in der Übersichtsgrafik hellblau) um. Weitere Bauetappen sind geplant (linkes Bild, gestrichelt eingezeichnet). Der freiwerdende Bereich am dem alten Campus soll für eine Neuentwicklung hin zu einem Health Science-Campus genutzt werden.

Fragen und Antworten zum Neubau

Informationen zum Neubau

Die MHH hat Anwohnerinnen und Anwohner, betroffene Kleingärtnerinnen und Kleingärtner sowie die interessierte Öffentlichkeit zu ersten Informationsveranstaltungen eingeladen. Wollen auch Sie an derartigen Veranstaltungen teilnehmen, dann schicken Sie uns eine Mail mit Ihrem Namen, Ihrer Mail-Adresse und Ihren Interessen. Auch für weitere Fragen rund um das Neubau-Projekt können Sie diese Mailadresse nutzen:

neubau@mh-hannover.de

 


Kleine Geschichte des Neubaus

Oktober 2016: Ministerpräsident Stephan Weil kündigt in einem Zeitungsinterview an, den baulichen Mängeln an der MHH und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit einem Milliardenprojekt zu begegnen. Man müsse eine Lösung „ohne Flickschusterei“ finden. Eine Lenkungsgruppe soll kreative wie praktikable Lösungen finden. Ihr gehören Vertreter des Wissenschafts- und des Finanzministeriums, der Oberfinanzdirektion sowie der beiden universitätsmedizinischen Einrichtungen an.

Februar 2017: Das Präsidium der MHH bekennt sich in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung erstmals öffentlich zu einem Neubau.

April 2017: Die rot-grüne Landesregierung bringt ein sogenanntes Sondervermögen auf den Weg, aus dem die Klinik-Neubauten der MHH und der Universitätsmedizin Göttingen finanziert werden sollen. In einer ersten Tranche fließen 600 Millionen Euro in das Sondervermögen –Haushaltsüberschüsse aus dem Vorjahr.
September 2017: Ein Gutachten der MMI Schweiz AG kommt zu dem Ergebnisdass ein Neubau einer Sanierung im Bestand vorzuziehen ist. Für den Neubau schlägt das Gutachten zwei Standorte vor, die auf ihre Eignung geprüft werden sollten: entweder an der Karl-Wiechert Allee, wo jetzt noch das Parkdeck und Verwaltungsgebäude stehen, oder westlich des Stadtfelddamms, wo jetzt noch Kleingärten sind.

September 2017: Das Wissenschaftsministerium richtet einen Wissenschaftlichen Beirat Universitätsmedizin Niedersachsen ein, um die geplanten Baumaßnahmen an der MHH und der UMG wissenschaftlich begleiten zu lassen. Dem Beirat gehören Professor Dr. Hans-Jochen Heinze (Vorsitz), Irmtraut Gürkan, Professor Dr. Jürgen Schölmerich, Professor Dr. Karl Max Einhäupl, Professorin Dr. Gabriele Schackert und Professor Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus an.

März 2018: Der Wissenschaftliche Beirat Universitätsmedizin Niedersachsen spricht sich für einen MHH-Neubau westlich des Stadtfelddamms aus, wenn die bautechnischen Überprüfungen positiv verliefen. Es sei nicht sinnvoll, eine neue MHH zwischen das derzeitige Bettenhaus und die Karl-Wiechert-Allee zu quetschen, sagt der Vorsitzende Professor Dr. Hans-Jochen Heinze.

April 2018: Die Landesregierung beschließt, aus dem Haushaltsüberschuss 2017 weitere 300 Millionen Euro dem Sondervermögen zuzuführen.

Juni 2018: Das Wissenschaftsministerium richtet einen Baubeirat ein, der die Bauvorhaben baufachlich begleiten soll. Den Vorsitz übernimmt Dipl.-Ing. Olaf Hasselmann, der von 1998 bis 2010 Aufsichtsrat der Hochtief AG und von 2002 bis 2010 zudem Vizepräsident des Verbandes der Bauindustrie Niedersachsen/Bremen war. Weitere Mitglieder sind Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Dieter Jacob, Prof. Dr.-Ing Katharina Klemt-Albert, Dipl.-Ing. Lars Leppers, Dipl.-Kauffr. Barbara Schulte, Dipl.-Ing. Edzard Schultz und Prof. Dr.-Ing. Rainer Wanninger.

April 2019: Das Landeskabinett hat sich für den Standort des MHH-Klinik-Neubaus westlich des Stadtfelddamms entschieden.

April 2019: Die Neubauvorhaben an MHH und UMG sollen zentral gesteuert werden. Das betont Wissenschaftsminister Björn Thümler gegenüber den Mitgliedern des Ausschusses für Finanzen und Haushalt der Landesregierung. Mit beiden hochschulmedizinischen Einrichtungen sei eine Vereinbarung getroffen worden. Demnach wird zur Wahrnehmung der Interessen des Landes eine Dachgesellschaft Bauvorhaben Hochschulmedizin Niedersachsen (DBHN) GmbH gegründet, einer 100-prozentingen Landestochter. Die operative Umsetzung der Bauprojekte übernehmen zwei an den Hochschulstandorten ansässige, rechtlich  und organisatorisch selbstständige Baugesellschaften. Sie werden mehrheitlich von den jeweiligen Hochschulen gehalten.

Mai 2019: Der Rat der Stadt Hannover stimmt am 28. Mai 2019 der Veräußerung des Areals am Stadtfelddamm an das Land Niedersachsen zu.

Juni 2019: Am 3. Juni wird der notarielle Gründungsakt der neuen landeseigenen Dachgesellschaft vollzogen, wie Wissenschaftsminister Björn Thümler mitteilt. Geschäftsführer wird Burkhard Landré. Als bisheriger Direktor der „PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH“, hat er das Land bei der Vorbereitung des Großprojektes beraten und ist mit den Strukturen vertraut. Baubeginn soll im Jahr 2022 sein.