Heba Alyousef, Humanmedizin (4. Studienjahr)

"Dank des Stipendiums kann ich mich auf mein Studium konzentrieren UND ausländischen Studierenden beim Start an der MHH helfen."

Im Rahmen der Familienzusammenführung kam die junge Syrerin im Dezember 2016 nach Deutschland zu ihrem Vater. Schon ein knappes Jahr später konnte sie ihr Studium der Humanmedizin an der MHH beginnen. Da sie bereits volljährig war, als sie nach Deutschland kam, hatte sie jedoch keinen Anspruch auf BAFöG. Daher musste sie neben dem Studium viel arbeiten, um ihr Leben zu finanzieren. Dank des Stipendiums ist ein Teil der finanziellen Sorgen weggefallen, so dass Heba Alyousef sich nun besser auf ihr Studium konzentrieren kann. Nebenbei gibt sie ihre Erfahrungen an ausländische Studierende weiter, die noch am Anfang ihres Weges in Deutschland stehen. Seit 2019 engagiert sie sich im Rahmen des IsiE-MHH Programms zur Förderung der Integration von Studierenden mit internationalem und fremdsprachigem Hintergrund an der MHH. Als Lotsin steht sie dort neuen ausländischen Studierenden mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem ist sie aktives Mitglied des studentischen Vereins "Aynouna", der sich zum Ziel gesetzt hat, die Bildungschancen von Geflüchteten in Jordanien zu verbessern.


Lara Kühnle, Humanmedizin (PJ)

"Ohne das Deutschlandstipendium hätte ich mich niemals getraut, neben Ehrenamt, Nebenjobs und Studium eine Doktorarbeit anzufangen."

Lara Kühnle kam über Umwege zur Humanmedizin, daher fiel sie mit ihrem Zweitstudium aus der BAFöG-Förderung wie auch aus den Förderprogrammen der Begabtenförderungswerke heraus. Als Bewerberin für das Deutschlandstipendium konnte sie nicht nur mit guten Noten, sondern auch mit ihrem sozialen Engagement punkten. So wirkt sie im Projekt "Teddybärkrankenhaus" mit, das Kindern auf spielerische Weise die Angst vor dem Krankenhaus nehmen soll. Außerdem war sie im AStA aktiv und arbeitet bis heute an der Studierendenzeitschrift Curare mit. Das Deutschlandstipendium gab ihr die finanzielle Sicherheit, im dritten Studienjahr parallel zu ihrem Studium mit einer Doktorarbeit beginnen zu können. Inzwischen ist die Arbeit abgegeben und wartet auf ihre Verteidigung, die nach dem PJ ansteht. Wir drücken die Daumen und wünschen viel Erfolg!


Felix Volmer, Humanmedizin (5. Studienjahr)

"Mir gibt das Deutschlandstipendium die Chance, mehr als nur Medizinstudent zu sein."

Auch Felix Volmer ist vielfältig engagiert: Zu Beginn des Studiums besuchte er für das Projekt "Mit Sicherheit verliebt" Schulen im Raum Hannover und unterstützte dort ergänzend zum Aufklärungsunterricht Jugendliche dabei, eine reflektierte und selbstbestimmte Beziehung zu ihrer Sexualität aufzubauen. Er war im Studierendenparlament aktiv und übernahm im ASta das Amt des Sozial- und Finanzreferenten. Für seine Doktorarbeit über Lebertransplantationen bei Kindern wurde er ein Jahr lang von der Else-Kröner-Fresenius Stiftung unterstützt, bevor er sich erfolgreich für das Deutschlandstipendium bewarb. So konnte er sich auch weiterhin für die Belange der Studierenden einsetzen. "Es gibt viele Ideen und noch mehr engagierte Studierende, die diese tragen. Das Deutschlandstipendium fördert diese Vielfalt. Meiner Meinung nach ist der beste Grund, Förderer zu werden, dass die Stipendiatinnen und Stipendiaten die materielle Förderung immateriell weitergeben", findet Felix Volmer. Dem ist nichts hinzuzufügen, finden wir.


Nina Rittgerodt, Humanmedizin (PJ)

"Neben der Anerkennung meiner Leistung hat mir das Deutschlandstipendium vor allem mehr Zeit mit meinen Kindern geschenkt.“

Im Leben von Nina Rittgerodt ist jede Minute kostbar: Sie studiert Humanmedizin an der MHH, absolviert gerade ihr Praktisches Jahr, hat zwei Kinder und hat sich bis vor ein paar Monaten um ihre pflegebedürftige Großmutter gekümmert, die stolze 98 Jahre alt wurde. Um ihren Lebensunterhalt zu sichern, arbeitet die alleinerziehende Mutter neben ihrem Studium regelmäßig als studentische Hilfskraft in einer Zentralen Notaufnahme. Sie engagiert sich ehrenamtlich in der Schule ihrer Tochter und steht kurz vor der Fertigstellung ihrer Doktorarbeit. „Manchmal ist es schon etwas kniffelig, das alles unter einen Hut zu bekommen“, erzählt Rittgerodt. Seit drei Jahren ist sie nun Deutschlandstipendiatin, muss nicht mehr zusätzlich jeden Wochenendtag im Krankenhaus arbeiten und kann mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. „Das genieße ich sehr“, strahlt die Studentin.


Johannes Loddenkemper, Zahnmedizin (Absolvent)

"Das Deutschlandstipendium bedeutet für mich Freiheit - Freiheit, jeden Tag meine ganze Kraft in mein Studium, die Forschung und mein Ehrenamt zu investieren."

Johannes Loddenkemper hat sich während seines Studiums immer als Bindeglied zwischen Studierenden und Dozierenden verstanden. Er war Semestersprecher und engagierte sich darüber hinaus in der Fachgruppe Zahnmedizin sowie in der Studienkommission Zahnmedizin. Dabei standen für ihn die Verbesserung der Studienbedingungen und die Gewährleistung eines reibungslosen Studienablaufs im Mittelpunkt. Ganz besonders am Herzen lag ihm jedoch die Erstsemesterarbeit. "Mir ist es wichtig, dass die Studierenden vom allerersten Tag an in die große Gemeinschaft der MHH-Studierenden integriert werden und eine lehrreiche, möglichst erfolgreiche Zeit an der Hochschule verbringen", erzählt Loddenkemper. Im November 2020 schloss er nun sein Studium mit der Note "sehr gut" ab. Derzeit arbeitet er weiter an seiner Promotion, die er bereits studienbegleitend in der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der MHH begonnen hat. "Dank des Deutschlandstipendiums konnte ich mich hundertprozentig auf mein Studium konzentrieren, weil ich nebenbei nicht arbeiten musste", blickt Loddenkemper zurück. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute!


Dr. Julia Spanier, Humanmedizin (3. Studienjahr)

"Das Deutschlandstipendium war eine wertvolle Unterstützung für mich, sowohl finanziell in Form einer flexibleren Kinderbetreuung als auch als Anerkennung meiner Leistungen. Dafür bin ich von Herzen dankbar."

Julia Spanier ist promovierte Humanbiologin und arbeitet in der Infektionsforschung am TWINCORE, einer gemeinsamen Einrichtung der MHH und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung. Sie ist Mutter eines dreijährigen Sohnes und engagiert sich ehrenamtlich in der Gospelkirche Hannover. Vor zweieinhalb Jahren entschied sie sich für eine weitere Herausforderung und studiert seither neben ihrem Beruf Humanmedizin an der MHH. Ihren Gemeinschaftssinn hat sie trotz der vielen Anforderungen nicht verloren: Im November 2020 hat sie die Gruppe Studierende mit Kind übernommen. "Meine Vorgängerinnen haben tolle Arbeit geleistet und gute Strukturen etabliert. Darauf möchte ich aufbauen und die Vernetzung von StudentInnen mit Kind weiter vorantreiben, damit gerade jetzt in der Pandemie niemand unter die Räder gerät", erklärt die Deutschlandstipendiatin ihr Engagement. Da bleibt uns nur ein Kommentar: Hut ab!