Newsletter 03/21

Ausschreibungen National

Ausschreibungen National

BMBF

1) Alternativmethoden zum Tierversuch

In Modul I werden FuE-Vorhaben sowie Vorhaben zur Validierung von Methoden gefördert, die im regulatorischen Bereich, in der anwendungsorientierten sowie in der Grundlagenforschung wesentliche Beiträge im Sinne des 3R-Konzeptes leisten können. In Modul II werden Vorhaben gefördert, die der Verbreitung von Alternativmethoden dienen, z.B. Schulungen, Trainings- und Fortbildungskurse sowie Strategien zur Implementierung entwickelter Methoden. In Modul I und II können sowohl Einzelvorhaben und Verbundprojekte eingereicht werden. 2-stufiges Verfahren.

Deadline: Projektskizze - 15.03.2021

https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung.php?B=1124

2) Repositorien und KI-Systeme im Pflegealltag nutzbar machen

Gefördert werden Forschungsprojekte mit dem Schwerpunkt auf der Schaffung einer nachhaltig verwendbaren Daten- und Software-Basis (=Repository) für den Einsatz von KI-Systemen im Pflegealltag (Schwerpunkt 1) und Forschungsprojekte mit dem Schwerpunkt der Erforschung und Entwicklung von KI-Systemen für den Einsatz im Pflegealltag (Schwerpunkt 2).

Modul 1: Digitale Daten für die Pflege nachhaltig nutzbar machen: Rahmen und Struktur eines Repositorys für die Pflege; Datenbasis eines Repositorys für die Pflege; Standards, Anschlussfähigkeit und Evaluation eines Repositorys für die Pflege.

Modul 2: Daten und Modelle im Pflegealltag anwenden: Selektivität von KI und Pflege; Adaptivität von KI und Pflege; Kontrolle und Nachvollziehbarkeit von KI in der Pflege; Alltagsrelevanz für die Pflege.

Modul 3: Wissenschaftliches Begleit- und Vernetzungsprojekt.

2-stufiges Verfahren.

Deadline: Projektskizze - 31.03.2021

https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3298.html

3) Förderung von Verbundforschung zu Tumorheterogenität, klonaler Tumor-Evolution und Therapieresistenz

Förderung von 1 – 2 international konkurrenzfähigen Forschungsverbünden, die ausschließlich das Themenfeld „Tumorheterogenität, klonale Evolution und Therapieresistenz“ bearbeiten. Jeder Forschungsverbund soll aus 5 - 9 experimentellen, theoretischen und klinischen, thematisch abgegrenzten Arbeitsgruppen, z.B. der klinischen Onkologie, Krebsgenomik, Entwicklungsbiologie, Evolutionsbiologie, Biochemie, Biophysik, Biostatistik oder -informatik bestehen und interdisziplinär organisiert sein. Mitglieder/Ressourcen einer Arbeitsgruppe müssen nicht notwendigerweise an einer einzigen Institution lokalisiert sein. Im Fokus stehen auch Anstrengungen für die translationale und klinische Forschung, die personalisierte Ansätze berücksichtigen und Tumorheterogenität in ihrer ganzen Komplexität zu durchdringen versuchen. Um der Themenkomplexität gerecht zu werden, soll der zu fördernde Forschungsverbund einen jeden der folgenden Aspekte adressieren und die geplanten Arbeiten unter Verwendung einer schlüssigen Forschungshypothese aufeinander abstimmen: Aspekt 1) Methoden zur Erforschung der Tumorheterogenität: Entwicklung, Verbesserung, Validierung; Aspekt 2) Mechanismen der Tumorheterogenität: Identifizierung, Analyse, Bewertung aus klinischer Perspektive; Aspekt 3) Personalisierte Behandlungskonzepte: Entwicklung, Verbesserung, Evaluierung. Förderzeitraum: 5 Jahre.

Deadline: Projektskizze – 27.04.2021, 12:00 MEZ

https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3226.html

4) Alternativmethoden zum Tierversuch

Bereits seit 1980 treibt das BMBF die Suche nach Ersatzmethoden zum Tierversuch voran – bislang in mehr als 500 Forschungsprojekten. Ein zentrales Ziel ist dabei, die zeitnahe Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Praxis weiter zu beschleunigen. In Modul I der Förderrichtlinie werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben finanziert, die auf dem 3R-Konzept nach Russel und Burch fußen. Dazu zählen Testverfahren, die Tierversuche entweder vollständig ersetzen (Replacement) oder – falls dies nicht möglich ist – die Anzahl der verwendeten Tiere reduzieren (Reduction) bzw. das Leiden der Tiere verringern können (Refinement). Zusätzlich werden Konzepte für die Verbreitung von Alternativmethoden (etwa die Ausrichtung von Schulungen oder Trainingskursen) und Strategien für die Implementierung unterstützt (Modul II). In beiden Modulen kann zudem die Begleitung der Vorhaben durch erfahrene Mentoren gefördert werden.

Deadline: jährlich zum 15.03., 16:00 MEZ

https://www.ptj.de/alternativmethoden-tier

6) Förderung von transnationalen Forschungsprojekten zum Thema Standardisierte Erfassung, Monitoring und/ oder Biomarker zur Untersuchung der Nahrungsaufnahme, der körperlichen Aktivität und der Gesundheit

Ein gesundheitsförderlicher Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender körperlicher Aktivität ist entscheidend für den Erhalt von Gesundheit und Wohlbefinden. Im Rahmen der Bekanntmachung werden transnationale Forschungsvorhaben gefördert, die sich mit der Entwicklung verbesserter Methoden und Instrumente zur Erfassung des Ernährungsverhaltens und körperlicher Aktivität befassen. Es sollte mindestens eines der folgenden Forschungsthemen adressiert werden:

  • Entwicklung verbesserter Methoden zur Erfassung des Ernährungsverhaltens mit Hilfe neuer Technologien,
  • Weiterentwicklung existierender/identifizierter Biomarker der Nahrungsaufnahme
  • Identifizierung von Biomarkern für körperliche Aktivität
  • Entwicklung von Ansätzen für die wissenschaftliche Anwendung kommerziell verfügbarer, gerätegestützter Methoden zur objektiven Bewertung der körperlichen Aktivität Entwicklung integrativer Instrumente zur Erfassung von Ernährungsverhalten und körperliche Aktivität.

Deadline: 31. März 2021, 16 Uhr MESZ

https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/12595.php

DFG

News: 1) Ausweitung der finanziellen Unterstützung für DFG-geförderte Forschungsarbeiten während der Coronavirus-Pandemie

Der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat angesichts der andauernden Beeinträchtigungen durch die Coronavirus-Pandemie eine Ausweitung der finanziellen Unterstützung für DFGgeförderte Forschungsarbeiten beschlossen. Die Verfahrensanpassungen gelten insbesondere für Sachbeihilfen, Forschungsgruppen, Schwerpunktprogramme und zahlreiche andere Verfahren der sogenannten Projektförderung und damit für den Großteil der DFG-geförderten Projekte (siehe Antragsvordruck 41.47). Die Ausweitung zielt ab auf die Erweiterung der Antragsmöglichkeit auf Corona-Soforthilfen für bereits kostenneutral verlängerte Forschungsprojekte sowie auf die Möglichkeit zur weiteren kostenneutralen Verlängerung von Projekten, die bereits eine Corona-Soforthilfemaßnahme erhalten haben.

Wie bisher stellt die DFG zusätzliche Personal- und Sachmittel (einschließlich Mittel für die Eigene Stelle) für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten zur Verfügung unter der Voraussetzung, dass durch die Vorsichts- und Schutzmaßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie zeitliche Verzögerungen in einem DFG-geförderten Projekt eingetreten sind und zusätzliche Mittel für die sachgerechte Beendigung des Projekts erforderlich machen. Diese Mittel können beantragt werden, wenn der Förderzeitraum eines Projekts zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2021 geendet hat oder enden wird. Die Antragsmöglichkeit besteht nun auch für solche Projekte, deren Ende durch eine zuvor bereits erfolgte kostenneutrale Laufzeitverlängerung in diesen Zeitraum fällt oder gefallen ist. Forschungsprojekte, deren Antrag auf Soforthilfe aufgrund der bisherigen Regelung und Nichtberücksichtigung einer kostenneutralen Laufzeitverlängerung abgelehnt werden musste, können erneut einen Antrag auf Soforthilfe stellen.

Projekte, die durch Corona-Sofortmaßnahmen kostenwirksam verlängert wurden und ihre Projektziele innerhalb der Verlängerung aufgrund der andauernden Einschränkungen nicht erreichen konnten, können im Anschluss an die Sofortmaßnahme nun ebenfalls kostenneutral verlängert werden. Es erfolgt keine Anrechnung/Kürzung der in der Sofortmaßnahme gewährten Mittel. Bereits ausgesprochene Anrechnungen/Kürzungen werden rückwirkend auf den Antrag zurückgenommen.

https://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/allgemeine_informationen/info_wissenschaft_20_93/index. html

News: 2) Einführung der Pauschale für Chancengleichheitsmaßnahmen in den Programmen Emmy Noether und Sachbeihilfe

Ab sofort können Antragsteller*innen in der Sachbeihilfe das Modul „Pauschale für Chancengleichheitsmaßnahmen“ beantragen. Bislang war das Modul nur in den Koordinierten Programmen, wie z.B. den SFBs oder den Schwerpunktprogrammen, beantragbar. Nun wird es auf weite Teile der Einzelförderung ausgeweitet. Die zweckgebundene Pauschale beträgt hier bis zu 1000€/Förderjahr. Sie kann für Maßnahmen der Karriereförderung und der Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaft eingesetzt werden. Finanziert werden können Maßnahmen, die die Wissenschaftlerinnen bei der Verfolgung ihrer wissenschaftlichen Karriere unterstützen, wie z.B. die Teilnahme an zusätzlichen Konferenzen oder Coachings. Weiterhin können aus der Pauschale für Forschende mit familiären Verpflichtungen Hilfskräfte zur Entlastung von Routinearbeiten oder auch zur Entlastung von projektspezifischer Lehre finanziert werden. Unter Einhaltung insbesondere rechtlicher Rahmenbedingungen – unter anderem des Besserstellungsverbots und des Verbots des direkten Geldflusses – besteht ebenfalls die Möglichkeit, Kinderbetreuung zu finanzieren.

https://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/info_wissenschaft_20_82/index.html