Janina Kröger

Foto von Janina Kröger, Promotionsstipendiatin im Programm Chronische Erkrankungen und Gesundheitskompetenz (ChEG)

Portrait

Nach meinem Bachelor-Studium im Fach Internationale Kommunikation und Übersetzen (2013 – 2017) folgte ein Master-Studium mit dem Schwerpunkt Medientext und Medienübersetzung (2017 – 2019) an der Stiftung Universität Hildesheim. Schon im Bachelor-Studium erwachte mein Interesse für den Bereich der Barrierefreien Kommunikation, insbesondere der Leichten Sprache, das im Master weiter vertieft und erweitert wurde. Seit Mai 2019 arbeitete ich als Übersetzerin an der Forschungsstelle Leichte Sprache der Universität Hildesheim und übersetze u.a. Gesundheitsinformationen in Einfache Sprache.

Thema der Promotion

Was macht Gesundheitsinformation verständlich? Eine korpusgestützte Analyse am Beispiel des Projekts „medizinische Ratgebertexte in Einfacher“

Hintergrund

Das Internet ist eine wichtige Quelle bei der Suche nach Gesundheitsinformationen. Doch ein großer Teil der Bevölkerung hat eine geringe Gesundheitskompetenz und damit Schwierigkeiten, Gesundheitsinformationen zu verstehen und zu bewerten (Schaeffer et al. 2016). Hinzu kommt, dass manche Zielgruppen durch schriftliche Texte mit Barrieren verschiedener Art konfrontiert werden (vgl. Rink 2020). Es ist daher notwendig, die online verfügbaren Informationsangebote näher zu betrachten, um Barrieren zu erkennen und Strategien für verständliche und akzeptable Texte in Einfacher Sprache zu entwickeln.

Ziel

In meinem Dissertationsprojekt geht es um die Frage, was Gesundheitsinformation verständlich macht. Das Projekt ist eine textzentrierte Korpusanalyse und zielt darauf ab, Kriterien für verständliche und akzeptable Gesundheitsinformationen in Einfacher Sprache zu ermöglichen.

Methode

Für die Analyse erstelle ich ein Korpus, das aus standardsprachlichen Ratgebertexten zu Gesundheitsthemen und den Übersetzungen in Einfache Sprache besteht. Die Texte sind online veröffentlicht und informieren medizinische Laien über Krankheitsbilder, Prävention und richtiges Verhalten, z.B. die korrekte Einnahme von Medikamenten. Die Analyse erfolgt kriteriengeleitet als inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse (Kuckartz 2016). Die Texte werden mit Blick auf Wort-, Satz- und Textebene sowie ihrer Zugehörigkeit zu einer Textsorte, der Textfunktion und der Medialität betrachtet.

Folgende Forschungsfragen sollen die Untersuchung des Korpus leiten:

(1) Welche sprachlichen und konzeptuellen Eigenschaften weisen standardsprachliche Texte der Gesundheitsinformation auf?

(2) Welche Barrieren können in standardsprachlichen Texten der Gesundheitsinformation auftreten?

(3) Wie sollen Texte in Einfacher Sprache zur Vermittlung von Gesundheitsinformation gestaltet sein?