Team der Muskuloskelettalen Radiologie

Die Muskuloskelettale Radiologie beschäftigt sich mit der Diagnostik und bildgebungsgestützten Behandlung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, also der Knochen, Gelenke und der umgebenden Weichteilgewebe, wie Knorpel, Muskeln und Sehnen. Zu den am häufigsten untersuchten Erkrankungen in der MSK gehören zum einen Verletzungsfolgen, z.B. nach Unfällen im häuslichen Bereich, beim Sport oder im Straßenverkehr und zum anderen die Verschleißerscheinungen verschiedenster Gelenke. Darüberhinaus beschäftigt sich das Team der muskuloskelettalen Radiologie auch intensiv mit den entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie z.B. der rheumatischen Arthritis, dem klassischen 'Rheuma'. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die gut- und bösartigen Erkrankungen des Knochens und der Weichgewebe, die insgesamt selten sind, jedoch an der MHH schwerpunktmäßig diagnostiziert und behandet werden.

Die Muskuloskelettale Radiologie bedient sich dabei aller Verfahren der Radiologie. Für den Nachweis oder den Ausschluß von Knochenbrüchen reicht häufig die Anfertigung einiger weniger Röntgenbilder aus.

Bei komplizierten Brüchen oder anatomisch komplexen Körperregionen, wie der Wirbelsäule oder dem Becken ist es manchmal notwendig eine Computertomografie anzufertigen. Es handelt sich hierbei auch um ein Röntgenverfahren, das allerdings in der Lage ist, überlagerungsfreie 'Schnittbilder' anzufertigen. Aus diesen Bildern lassen sich dann auch räumlich wirkende 3D-Ansichten errechnen, die im Einzelfall helfen, die Verletzungen genauer zu bewerten und eine möglicherweise erforderliche Operation besser zu planen.

Wenn es vor allem darum geht Weichteile darzustellen, also z.B. bei der Frage nach Bandverletzungen im Kniegelenk ode auch der Frage nach Tumoren, dann kommt bevorzugt die Magnetresonanztomografie (MRT) zum Einsatz.

Ein weiteres Verfahren, welches sich sehr gut eignet die oberflächlichen Weichteilstrukturen darzustellen, ist der Ultraschall, z.B. bei der Diagnostik von Bandverletzungen der Finger.

 

Digitale Röntgendiagnostik von Knochen und Gelenken:

  • Mehrschicht-CT
  • MRT (1,5T und 3T)
  • Hochauflösende Ultraschalldiagnostik
  • CT- und MR-Arthrographien
  • CT- und ultraschallgesteuerte Biopsien und Infiltrationen
  • Radiofrequenzablationen von gutartigen Knochentumoren

 

Ansprechpartner: PD Dr. Christian von Falck

Das Kompetenzteam Muskuloskelettale Radiologie stützt sich dabei in Patientenversorgung, Lehre und Forschung auf modernste Gerätetechnik, langjährige klinische Erfahrung und einen regen Austausch mit anderen subspezialisierten Zentren auf nationaler und internationaler Ebene. Die Abteilung gehört zu den bundesweit ersten akkreditierten Ausbildungsstätten für die zweijährige Zusatzqualifikation "Muskuloskelettale Radiologie".