Intensivierte Früherkennung

Als eines der 15 Zentren des Konsortiums für Brust- und Eierstockkrebs sind wir im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der MHH für die Intensivierte Früherkennung für Frauen mit einem erhöhten Risiko für ein Mammakarzinom verantwortlich. Vor Beginn des Screenings muss sich die Patientin im Institut für Humangenetik vorstellen, um ihr individuelles Risiko feststellen zu lassen. Die humangenetischen Befunde werden dort intensiv mit der Patientin besprochen und es wird ein Gutachten erstellt, das auch die Untersuchungsintervalle festlegt.

Es werden drei Risikogruppen unterschieden:

 

Gruppe 1 - statistisch erhöhtes (errechnetes) Risiko ohne Nachweis einer Mutation

Klinische Untersuchung ab 30.Lebensjahr - jährlich
Sonographie ab 30.Lebensjahr - jährlich
MRT ab 30.Lebensjahr - jährlich
Mammographie ab 40.Lebensjahr - alle 1-2 Jahre

 

Int. Früherkennung bis zum 50. Lebensjahr. Anschließend Regelversorgung/ Screening (das Brustkrebsrisiko liegt nur noch gering über dem Risiko in der Durchschnittsbevölkerung).

Gruppe 2 - Nachweis einer Mutation in sog. „moderaten Risikogenen“ wie z.B. CHEK 2 und RAD51 C-Gen

Klinische Untersuchung ab 30.Lebensjahr - jährlich
Sonographie ab 30.Lebensjahr - jährlich
MRT ab 30.Lebensjahr - jährlich
Mammographie ab 40.Lebensjahr - alle 1-2 Jahre

                  

 Int. Früherkennung bis zum 70. Lebensjahr.  

Gruppe 3 - Nachweis einer Mutation im BRCA 1 oder 2-Gen

Klinische Untersuchung ab 25.Lebensjahr - halbjährlich
Sonographie ab 25.Lebensjahr - halbjährlich
MRT ab 25.Lebensjahr - jährlich
Mammographie ab 40.Lebensjahr - alle 1-2 Jahre

 

Int. Früherkennung bis zum 70. Lebensjahr.

Bei Familienmitgliedern, die sehr früh erkrankt sind, beginnt die Früherkennung 5 Jahre vor der dem frühesten Erkrankungsalter.