Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Chitosan-Nervenröhrchens mit optimierten Eigenschaften für den Einsatz in der Rekonstruktion von Digitalnerven in Zusammenarbeit mit der Medovent GmbH und dem Institut für Neuroanatomie.

Die Regenerationsprozesse in axotomierten Nervenzellen müssen zur Wiederherstellung von Nervendefekten optimal unterstützt. Dies kann geschehen durch Verwendung eines biodegradierbaren Gerüstes zur Überbrückung der Defektstrecke. Neuartige Materialmodifikationen werden zunächst in vitro evaluiert und anhand ihrer Kompatibilitätsmerkmale selektiert. Optimierte Nerventransplantate werden dann zwischen die Stümpfe durchtrennter Nerven der adulter Ratten (Ischiasnerv, Medianusnerv) zur Überbrückung eines Nervendefektes eingenäht. Dies geschieht z.T. nach akuter Verletzung oder um einige Wochen verzögert, um die klinischen Gegebenheiten nachzubilden. Der Regenerationserfolg wird mit verschiedenen funktionellen und histomorphometrischen Methoden evaluiert. Makroskopisch wird beurteilt, ob mit Abschluss der Beobachtungszeit die Nervenenden wieder durch eine Gewebebrücke verbunden sind. Am narkotisierten Tier werden z.B. elektrodiagnostische Messungen (z.B. Ableitung von Muskelsummenaktionspotentialen zur Ermittlung der Nervenleitgeschwindigkeit) durchgeführt. Und die histomorphometrische Analyse von semidünnen Querschnitten durch das regenerierte Gewebe gibt Auskunft über die Anzahl regenerierter myelinisierter Axone.


Ziel des Projektes ist die Weiterentwicklung eines Chitosan-Nervenröhrchens durch Zugabe einer luminalen Füllung mit einem regenerationsfördernden Hydrogel (guiding regenerative gel, GRG). Kooperationsprojekt mit Prof. Shimon Rochkind und Prof. Zvi Nevo aus Tel Aviv.
Die Regenerationsprozesse in axotomierten Nervenzellen müssen zur Wiederherstellung von Nervendefekten optimal unterstützt. Dies kann geschehen durch Verwendung eines biodegradierbaren Gerüstes zur Überbrückung der Defektstrecke. Neuartige Materialmodifikationen werden zunächst in vitro evaluiert und anhand ihrer Kompatibilitätsmerkmale selektiert. Optimierte Nerventransplantate werden dann zwischen die Stümpfe durchtrennter Nerven der adulter Ratten zur Überbrückung eines Nervendefektes eingenäht.
Nicht nur das GRG allein, sondern auch die Möglichkeit des Tissue Engineering unter Verwendung transplantierter Schwann-Zellen wird untersucht. Die Schwann-Zellen werden aus neonatalen Ratten isoliert und entweder unverändert oder nach gentechnischer Modifikation eingesetzt. Die gentechnische Modifikation bedingt dabei die Überexpression der regenerations-fördernden Proteins Fibroblastenwachstumsfaktor 2 (FGF-2).
Der Regenerationserfolg nach akuter Verletzung und Rekonstruktion eines 15 mm langen Defektes im Nervus ischiadicus adulter Ratten wird mit verschiedenen funktionellen und histomorphometrischen Methoden evaluiert. Makroskopisch wird beurteilt, ob mit Abschluss der Beobachtungszeit die Nervenenden wieder durch eine Gewebebrücke verbunden sind. Am wachen Tier wird regelmäßig die Mechanosenstitivität im von Frey-Test untersucht während am narkotisierten Tier elektrodiagnostische Messungen (z.B. Ableitung von Muskelsummenaktionspotentialen zur Ermittlung der Nervenleitgeschwindigkeit) durchgeführt werden. Eine abschließende histomorphometrische Analyse von semidünnen Querschnitten durch das regenerierte Gewebe gibt Auskunft über die Anzahl regenerierter myelinisierter Axone.