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Telemedizinisch gestützte Rehabilitation nach COVID-19

Randomisierten Studie mit Warte-Kontrollgruppe nach einer COVID-19 Erkrankung

 

Mit dem Fortschreiten der SARS-CoV-2 Pandemie häufen sich Berichte über Patienten/innen*, die nach überstandener Covid-19 Erkrankung über eine fortbestehende, teils erhebliche Einschränkung der Gesundheit, Lebensqualität und Leistungsfähigkeit berichten. Dies stellt die Rehabilitation dieser Patienten vor neue Herausforderungen. Die beantragte Studie greift diese Herausforderung auf: Patienten, die eine ambulant oder stationär versorgte Covid-19 Erkrankung hatten und bei denen eine fortbestehende Einschränkung der Leistungsfähigkeit vorliegt, sollen in einer randomisierten Studie mit Warte-Kontrollgruppe untersucht und betreut werden. Die Maßnahmen der 3 Monate langen, telemetrisch gestützten Intervention erfolgen im heimischen Umfeld; eine Strategie, die auch im Anschluss an eine stationäre Rehabilitation angewendet werden kann.

Da die Covid-19 Erkrankung verschiedene Organsysteme betreffen kann, sind Interventionen individuell für die Beschwerden des jeweiligen Patienten adressiert und beinhalten neben den Empfehlungen bezüglich eines individuell angepassten Trainings auch Empfehlungen zum Gesundheitsverhalten. Nach 3 Monaten wechseln die Patienten der Warte-Kontrollgruppe in die Intervention. Hierdurch wird sichergestellt, dass alle Patienten die gleichen positiven Effekte erwarten können.

Unser Ziel ist es, dass die Patienten nach 3 Monaten Intervention signifikante Verbesserungen der Belastbarkeit und der Lebensqualität aufweisen.

Eine Nachuntersuchung ist 6 Monate nach der Eingangsuntersuchung vorgesehen, um längerfristige Effekte der Nachsorge sowohl in der Interventionsgruppe, als auch in der Warte-Kontroll-Gruppe zu erheben.

Projektleitung: Dr. med. Elisabeth Schieffer, Sportmedizin der MHH

 

Kontakt:

Institut für Sportmedizin

Telefon: 0511/532-5499

E-Mail: sportmedizin@mh-hannover.de

 

 

*Um die Lesbarkeit zu verbessern, wird im Folgenden die männliche Form für alle Geschlechter benutzt.