Unser Forschungsschwerpunkt

 

Untersuchungen zur T-Zellaktivierung

Die Protein-Tyrosinphosphatase CD45 spielt eine Schlüsselrolle bei der Aktivierung von T- und B-Lymphozyten. Unsere Arbeitsgruppe hat erstmals beim Menschen eine Punktmutation (77C→G) im Exon A des CD45 Gens beschrieben, die zu Störungen im Speißen des Exons und damit einhergehend zu einem varianten Expressionsmuster von CD45RA Isoformen führt. Dies eröffnet die Möglichkeit, CD45RA Moleküle auf Zelltypen und in Reaktionszuständen zu untersuchen, in denen sie normalerweise nicht exprimiert werden. Unter Ausnutzung dieser Besonderheit konnten wir bisher zwei Subtypen von CD45RA Molekülen identifizieren, die sich in ihrem Glykosilierungsmuster unterscheiden und in unterschiedlichen Stadien der T-Zellaktivierung vorkommen. Weiteres Ziel des Projektes ist die Prüfung der Hypothese, dass aktivierungs- und differenzierungsinduzierte Veränderungen im Glykosilierungsmuster von CD45RA eine Kontrollebene zur Regulation der Ligandenbindung und damit zur Modifikation der CD45RA Aktivität darstellen. Zur Bearbeitung dieses Konzeptes werden unterschiedlich glykosilierte CD45RA Isoformen phänotypisch und funktionell charakterisiert. Potentielle Interaktionspartner sollen mit Hilfe von gentechnisch hergestellten löslichen CD45RA Molekülen identifiziert werden.

Projektleiter: R. Schwinzer; Mitarbeiter: W. Baars, R. Hein, C. Pokoyski; Förderung: DFG-Normalverfahren.