Funktionale Hämostaseologie und Xenotransplantation

Johanning, Friedrich

Perioperative Blutungen sind häufig und stellen ein wesentliches Risiko für die Patienten sowohl im OP als auch auf der Intensivstation da. Hierbei ist das Management erwarteter wie unerwarteter Blutungen eine besondere Herausforderung für Anästhesisten, Chirurgen und Hämostaseologen, denn es fehlen klare Transfusionstrigger und Transfusionsziele.

Oftmals sind zudem die Blutungsursachen, auch mangels geeigneter Diagnostik, unbekannt oder nicht zeitnah ableitbar. Daher ist die richtige Auswahl und Anwendung von Blutprodukten und –komponenten perioperativ schwierig und außerdem der klinische Effekt und Nebenwirkungen nicht immer abschätzbar.

Auch ökonomische Aspekte spielen dabei eine nicht unerhebliche Rolle. In diesem Kontext sind die funktionalen Zusammenhänge und ebenso die Aussagekraft bei Diagnostik und Therapie, insbesondere bei Transplantationen, noch wenig bekannt oder evaluiert.

Unsere Haupt-Ziele sind:

  • Aufzeigen von pathologischen Veränderungen der Hämostase perioperativ einschließlich Intensivstation
  • Identifikation von Mechanismen und Zusammenhängen bei Hämostasestörungen und Auswirkung von Therapeutika
  • Anwendung, Etablierung und Evaluation von „Point of Care“ -Verfahren zur Verbesserung der Gerinnungsdiagnostik und Therapie
  • Entwicklung/Etablierung von experimentellen funktionellen Modellen

Projekte

Kooperation

Unsere Arbeitsgruppe unterhält zahlreiche Kooperationen und Kontakte zu abteilungsinternen Arbeitsgruppen und anderen Abteilungen der MHH.

Hervorzuheben sind insbesondere die Arbeitsgruppen „Translationale Perioperative Inflammations-Forschung“, Angewandte Hämotherapie, Hämatologie und Allgemein - Viszeral- und Transplantations-Chirurgie.

 

  • Bei allen Partnern bedanken wir uns für die exzellente Zusammenarbeit.