Tumor-Sprechstunde

SPRECHSTUNDE: Montag und Donnerstag, 14:00 - 16:00 Uhr
TERMINVEREINBARUNG: +49 (0) 511 532 4766

 

Neubildungen im Bereich des Gesichtes und der Mundhöhle sind häufig und betreffen einen ästhetisch, funktionell und emotional sehr sensiblen Bereich. Liegt der Verdacht auf eine Neubildung im Kopfbereich vor oder wurde bereits ein Karzinom diagnostiziert, so gilt es zügig zu handeln, um unnötigen ästhetischen und funktionellen Einschränkungen vorzubeugen.

Eine adäquate und zeitgemäße Tumortherapie sollte nach unserer Auffassung wesentliche Punkte berücksichtigen:

 

  • Biopsie und ggf. erste Bildgebung:

Die Biopsie erfolgt meist im Rahmen eines kurzen Eingriffs in Lokalbetäubung in unserer Poliklinik sowie ggf. Veranlassung einer ersten bildgebenden Diagnostik durch den Hausarzt und den niedergelassenen Radiologen. Evaluation des Zahnstatus und ggf. Einleitung einer konservativen oder chirurgischen Zahnsanierung.

 

  • Panendoskopie und Staging:

Die fortgeschrittene Therapieplanung erfolgt im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthalts auf unserer Station 77. Hier erfolgen eine genaue Bestimmung der Tumorausdehnung sowie der Ausschluss eventueller Zweittumore oder Fernmetastasen im Rahmen einer Panendoskopie in Vollnarkose und eines umfangreichen Stagings (z.B. Computertomographie des Kopf/Halses, Sonographie Hals/Bauchorgane, Röntgen des Oberkörpers).

 

  • Interdisziplinäre Tumorkonferenz:

Nach Abschluss des Stagings wird jeder Fall individuell in unserer interdisziplinären Konferenz (MKG, HNO, Strahlentherapie, Radiologie, Onkologie, Pathologie) für Kopf-Hals-Tumore besprochen. Das so erstellte Therapiekonzept wird anschließend mit Ihnen besprochen und bei entsprechender Einwilligung im Verlauf umgesetzt.

 

  • Tumortherapie:

Neben der Tumorresektion und Entfernung der Lymphknoten legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Rekonstruktion entstehender Defekte. Hier liegt der Fokus auf einer frühen Rehabilitation von Schluck- und Sprachfunktion sowie der Wiederherstellung einer zufriedenstellenden Ästhetik. Sollten eine Chemotherapie und/oder Strahlentherapie indiziert sein, so stellen wir den Kontakt zu den entsprechenden Abteilungen in der MHH her. Eine heimatnahe Behandlung ist ebenfalls möglich, auch hier vermitteln wir und sorgen für eine reibungslose Weiterbehandlung.

 

  • Nachsorge:

Nach Ende der Therapie schließt sich eine regelmäßige Nachsorge an. Hier können neben der Früherkennung von Rezidiven auch weitere rekonstruktive Schritte, wie beispielsweise eine dentale Rehabilitation, geplant und später im Rahmen einer weiteren Behandlung durchgeführt werden.

 

Bitte bringen Sie folgende Unterlagen mit:

  • Krankenversicherungskarte
  • Vorbefunde
  • Röntgenbilder (im DICOM-Format auf CD in unverschlüsselter Form mit schriftlichem Befund)
  • Aktuelle Medikamentenliste
  • Ggf. Patientenausweise (z. B. Schrittmacherausweis, Anästhesieausweis, Allergiepass, Marcumarpass)
  • Histologische Befunde


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