Neuropsychologie

Prof. Dr. Bruno Kopp

Die Klinische Neuropsychologie befasst sich mit den Veränderungen von Gehirnleistungen, die durch Erkrankungen des Gehirns hervorgerufen wurden. Diese Veränderungen können z.B. die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis, die Sprache, das Denken, die zielgerichtete Kontrolle eigener Handlungen, die psychomotorischen Fertigkeiten, die visuellen Wahrnehmungsleistungen, das emotionale Erleben, oder ganz allgemein die Persönlichkeit im Sinne von dauerhaften (meist unerwünschten) Verhaltensänderungen betreffen.

Neuropsychologische Untersuchungen (oft auch testpsychologische Untersuchung oder Testung genannt) beinhalten eine umfangreiche Untersuchung von Veränderungen kognitiver Leistungen und emotionalen Erlebens und deren Auswirkungen auf das Verhalten. Sie umfassen in der Regel die Erhebung von Anamnese und Fremdanamnese, eine sorgfältige Verhaltensbeobachtung, und besonders die Erfassung kognitiver Leistungen mittels standardisierter Testverfahren. Dabei werden verschiedene Leistungsbereiche systematisch untersucht. Als Beispiele dafür seien hier genannt:

  • Störungen der visuellen Wahrnehmung (u. a. Gesichtsfeldausfälle, Agnosien (Objekterkennung))
  • Neglect (halbseitige Vernachlässigung)
  • Räumlich-kognitive Störungen
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Gedächtnisstörungen
  • Exekutive Störungen der Handlungskontrolle
  • Störungen der Sprache und Rechenstörungen
  • Psychomotorische Störungen
  • Störungen der Krankheitseinsicht
  • Störungen der Krankheitsverarbeitung
  • Emotionale Störungen (z.B. Depression)
  • Motivationale Störungen (z.B. Apathie)
  • Verhaltensstörungen (z.B. Störungen der Impulskontrolle)

Untersuchungen derartiger Hirnleistungen werden stationär aufgenommenen Patienten der Neurologischen Klinik nach Anforderung durch die behandelnden Ärzte/Ärztinnen angeboten.

 

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Prof. Dr. Bruno Kopp

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