AG Haller

MDIBL

Arbeitsgruppenleitung
Prof. Dr. Hermann Haller

 

Wissenschaftliche Mitarbeiter
Prof. Dr. Jan Menne
Dr. Anna Bertram
Dr. rer. nat. Nelly Shushakova
Dr. Marcus Hiss
Carsten Lindschau

Julia Kiyan, PhD.
Sergey Tkachuk, PhD.

Margret Patecki

Dr. med. Klaus Stahl

Krishna Vallabhaneni

 

Technische Assistenten
Birgit Habermeier
Frank Hausadel
Petra Wübbolt-Lehmann

Michaela Beese

 

Projektbeschreibung

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den molekularen und zellulären Mechanismen der Gefäßwandschädigung. Dabei stehen die Erkrankungen des Endothels in der Mikrozirkulation im Vordergrund. Endothelzellen werden bereits frühzeitig in der Pathogenese von zahlreichen Krankheiten geschädigt. Es können Interaktionen (Adhäsion), Schädigung durch kardiovaskuläre Risikofaktoren  oder immunologische Vorgänge dabei eine Rolle spielen. Das Endothel ist in vivo und in vitro schwierig zu untersuchen. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Fragen der Endothelzelldifferenzierung, der Polarität von Endothelzellen sowie der langfristigen Veränderungen durch epigenetische Mechanismen. Von besonderem Interesse ist die Signaltranskription in Endothelzellen. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich seit Jahren mit Calcium- und Phospholipid–abhängigen Signaltransduktionsmechanismen, insbesondere der Proteinkinase C. es sind Knockout-Modelle für die meisten der PKC-Isoformen hergestellt werden. Es wird in tierphysiologischen und zellulären Modellen analysiert, welche Rolle diese PKC-Isoformen bei der Entstehung  von Gefäß- und Nierenerkrankungen spielen. Insbesondere die Entstehung der diabetischen Nephropathie ist ein Schwerpunkt der Arbeitsgruppe.

 

Die Arbeitsgruppe verfügt über ein großes Methodenspektrum. Neben tierphysiologischen Untersuchungen in der Maus, Proteinurie, Bluthochdruck, Niereninsuffizienz, werden andere Modellsysteme wie Zebrafisch (siehe Arbeitsgruppe Schiffer) eingesetzt. Es werden primäre Zelllinien aus den Tiermodellen gewonnen und in vitro epigenetische Mechanismen sowie die Signaltransduktion von Proteinkinase-C-Isoformen untersucht.

 

Eine wichtige Fragestellung ist auch der Einsatz von spezifischen Inhibitoren der Proteinkinase-C bei renalen und kardiovaskulären Erkrankungen. Insbesondere Inhibitoren der Proteinkinase-C-Isoform alpha werden im Tiermodell eingesetzt bzw. in translationalen Experimenten bei Menschen untersucht.