Therapieangebote für spezielle Krankheitsbilder

Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin

Therapieangebote für spezielle Krankheitsbilder

Für einige der von uns betreuten Patientengruppen haben wir hier eine kleine Zusammenstellung von Informationen für Sie vorbereitet. Dies befritt die Krankheitsbilder Lungenhochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz und Herzmuskelentzündungen. Klicken Sie dazu im weiteren Verlauf dieser Seite einfach auf die entsprechenden Aufklappkästen. Sollten Sie noch mehr Informationen wünschen, sprechen Sie uns gerne an.

Falls Sie Informationen zu angeborenen Herzfehlern benötigen, schauen Sie sich doch in unserem Herzfehlerlexikon um.

   

Pulmonale Hypertonie & Rechtsherzversagen

   
Wenn der Druck in den Gefäßen zur Lunge – den Lungenschlagadern – zu hoch ist, kann das dramatische Folgen für das Herz haben: Die rechte Herzkammer, die das Blut in die Lunge pumpt, muss mehr Arbeit leisten, bis die Kammer nicht mehr kann, größer wird (dilatiert) und die linke Kammer zusammendrückt (komprimiert).

Wir haben eine Spezialambulanz für Patienten mit pulmonaler Hypertonie (PH), die nach den Ursachen sucht und spezielle Therapiekonzepte anbietet, von medikamentöser Therapie über Herzkatheter- oder chirurgischen Interventionen bis hin zu einer möglicherweise notwendigen Lungentransplantation. Anmeldungen für die Sprechstunde nehmen Sie bitte hier unter der Angabe "Pulmonale Hypertonie-Ambulanz" vor.  

Der Leiter des Zentrums für Pulmonale Hypertonie im Kindesalter, Herr Prof. Dr. Hansmann, arbeitet mit seinem Team zu verschiedenen klinischen und basiswissenschaftlichen Aspekten der Erkrankung und hat seit 2013 mehrere Arbeitsgruppen und ein europäisches Netzwerk zur Verbesserung der Diagnostik und Therapie gegründet.
   

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Rhythmusdiagnostik & Rhythmustherapie

   
Manchmal brauchen auch schon ganz kleine Patienten direkt nach der Geburt einen Herzschrittmacher, weil schon im Mutterleib das Herz zu langsam schlägt. Zum Beispiel bei einem angeborenen Überleitungsdefekt (AV-Block III°).  Diese und andere Patienten mit Schrittmachersystem brauchen regelmäßige Kontrollen der Schrittmachertherapie.

Auf der anderen Seite gibt es ältere Patienten, die zum Beispiel aufgrund von Herzmuskelerkrankungen ein hohes Risiko für fatale Herzrhythmusstörungen haben und daher ein System zur Verhinderung dieser Ereignisse brauchen (ICD – Implantierbarer Kardioverter-Defibrillator). Oder Patienten, die immer wieder an Phasen von sehr schnellen Herzschlägen (Tachykardien) leiden und eine medikamentöse Therapie oder eine elektrophysiologische Untersuchung mit Verödung einer Leitungsbahn benötigen. Manchmal ist es dabei notwendig, mit einem tragbaren System (Event-Recorder) die Rhythmusstörung zu erfassen, um die geeignete Therapie zu planen.

In Zusammenarbeit mit dem Team der Kardiologie finden wir nach einer entsprechenden Diagnostik eine individuelle, für jeden Patienten zugeschnittene Lösung. Termine vereinbaren Sie bitte unter Angabe der Vordiagnostik und ggf. des schon implantierten Schrittmachers oder ICD.
   

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Konservative Therapie

   
Oftmals benötigen Patienten vor oder nach Herzoperationen oder bei Erkrankungen des Herzmuskels eine medikamentöse Therapie. Die Einstellung auf die Medikamente erfolgt bei kleinen Kindern oft im Rahmen eines stationären Aufenthaltes, meist auf der Station 68.

Für ein gutes Gedeihen ist eine gute und ausreichende Zufuhr von Nahrung und damit Kalorien von entscheidender Wichtigkeit. Bei kleinen Kindern ist es daher manchmal notwendig, über eine Sonde (meist über die Nase bis in den Magen) die Nahrung zu geben. So erschöpfen sie sich nicht in den Trinkphasen und können trotz Herzerkrankung zunehmen.
   

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Herzmuskelerkrankung (Myokarditis)

   
Neben angeborenen Erkrankungen des Herzens gibt es auch durch übertragbare Krankheitserreger vermittelte Herzmuskelerkrankungen, wie zum Beispiel die Herzmuskelentzündung. Dabei kann es im Rahmen von einer Infektion durch Viren zu einer Beteiligung des Herzmuskels kommen. Die Patienten können sich dann auch nach der akuten Phase noch leistungsschwach finden, weil das Herz zwar schnell, aber nicht gut pumpt. Zur Diagnosestellung dienen Blutentnahmen, Ultraschalluntersuchung und eine Herzkatheteruntersuchung mit  Entnahme eines winzigen Stückchens Herzmuskel zur mikroskopischen Untersuchung.  Therapeutisch sind oftmals dann zunächst stabilisierende Maßnahmen auf der Intensivstation notwendig, im Verlauf Hilfe in Form von Tabletten oder Sirup. Erholt sich das Herz nicht, ist gelegentlich auch ein Kunstherzsystem erforderlich. In vielen Fällen heilt die Entzündung wieder aus.

Wir nehmen teil an einer systematischen Untersuchung aller Patienten, die sich unter dem Verdacht einer Myokarditis vorstellen, um neue Erkenntnisse in diesem Bereich zu gewinnen. Mehr Informationen finden Sie im Internet auf der Webseite www.mykke.de. Weitere Informationen und Hilfe zum Thema Herzmuskelerkrankung finden Sie auch unter folgenden Links.
   

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