Experimentelle Neonatologie (Prof. Dr. med. Dorothee Viemann)

 

Einige Neu- und vor allem Frühgeborene sind sehr empfänglich für schwere Infektionen. Vermutet wird eine Unreife des Immunsystems. Aber es bleibt bis heute unverstanden, was genau unreif ist und was das Prinzip ist, durch das sich das neonatale von dem adulten Immunsystem unterscheidet. Erst wenn dieses aufgeklärt ist, wird es Ärzten möglich sein, nicht nur mittels Antibiotikagaben vor Infektionen zu schützen sondern auch die Reifung des Immunsystems spezifisch zu fördern.

Unsere Arbeitsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, die Besonderheiten des Immunsystems einschließlich der molekularen Mechanismen, die es vom Immunsystem des Erwachsenen unterscheidet, aufzuklären. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung neuer therapeutischer Konzepte mit immunmodulatorischem Ansatz.

 

 

Forschungsschwerpunkte
 

Übergeordnetes Ziel unserer Forschungsarbeit ist es, die molekularen Mechanismen zu identifizieren, die bei der Transition von intra- zu extrauterinem Leben die immunologische Reifung des angeborenen Immunsystems fördern bzw. stören.

In verschiedenen Projekten untersuchen wir die immunologische Programmierung neonataler angeborener Immunzellen für Ihren Umgang mit Krankheitserregern und Umweltreizen sowie die Änderung dieser Antwortmuster während der ersten Lebensjahre während der kritischen Phase der Adaptation an die Umwelt. 

Neben hämatopoetischen angeborenen Immunzellen untersuchen wir auch das neonatale mukosale Immunsystem und dessen Toleranzmechanismen, die die mikrobielle Besiedlung nach Geburt zulassen.

 

 

Prof. Dr. med. Dorothee Viemann

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