Labor für kognitive Neuropsychiatrie

 

 

Wichtige Werkzeuge dieser Disziplin sind psychophysische Verfahren und nichtinvasive Bildgebung. Die psychophysischen Forschungsverfahren zählen zu den ältesten Forschungsmethoden der Psychologie und zielen auf die Untersuchung der Wechselbeziehungen zwischen subjektivem psychischen Erleben und quantitativ messbaren, also objektiven physikalischen Reizen bzw. körperlichen Phänomenen ab. Die Psychophysik bedient sich methodisch vor allem der Messungen von Reaktionszeiten und Fehlerraten im Reaktionsverhalten und nutzt diese, um kognitive Prozesse abzubilden. Die nichtinvasive Bildgebung stellt eine relativ moderne Sammlung an Methoden der neurowissenschaftlichen Forschung dar, mit denen es möglich ist neuronale Prozesse während der kognitiven Aktivität darzustellen. Die wesentlichen Verfahren der nichtinvasiven Bildgebung bestehen unter anderem aus der Elektroenzephalografie, der Kernspintomographie und der Magnetenzephalographie.  


Ausstattung unseres Labors

   

Das Labor für kognitive Neuropsychiatrie ist ausgestattet mit moderner Computertechnik und Software, die es ermöglicht zeitkritische psychophysische Experimente an Patienten und gesunden Kontrollprobanden in einer angenehmen Umgebung durchzuführen. Wir sind im Stande multimodale Stimulation experimentell zu nutzen. Darüber hinaus ist das Labor mit einem EEG-Gerät (EEG = Elektroenzephalografie) ausgestattet. Dieses ist dazu geeignet gleichzeitig aus 32 Positionen an der Oberfläche des zu untersuchenden Kopfes elektrische Potenzialunterschiede zu erfassen. Solche elektrischen Vorgänge sind typisch für mentale Prozesse und resultieren aus der elektrischen Leitfähigkeit von Nervenzellen. Für die zu untersuchenden Personen sind EEG-Messungen nebenwirkungsfrei.

Das besondere an unserem EEG-Gerät ist zusätzlich die Fähigkeit dieses sich auf diverse Messsituationen selbstständig einzustellen (Aktiv-Elektroden). Das verkürzt die Dauer der Experimente und macht diese für unsere Probanden und Patienten dadurch angenehmer.

 

Zusätzlich können wir ein Gerät für transkranielle Magnetstimulation (TMS) nutzen. Solches Gerät ermöglicht reversible Beeinflussung von der Depolarisationsfähigkeit von Neuronen und hat bereits eine breite Anwendung in der Hirnforschung und in der Behandlung diverser psychiatrischer Erkrankungen gefunden. Über unsere Kooperationen haben wir ebenfalls die Möglichkeit zur Nutzung von Kernspintomographie (3 und 7 Tesla).

 

Inventar

   

 

Kontakt

Dr. rer. nat. Gregor R. Szycik 
Medizinische Hochschule Hannover
Zentrum für Seelische Gesundheit
Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie 
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

   

☎ 0511 532 7360/7365
Fax: 0511 532 318

 

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