Interdisziplinäre Tumorkonferenzen

Tumorkonferenz. Copyright: medJUNGE

An der MHH gibt es für die verschiedenen Tumorerkrankungen mehr als 10 interdisziplinäre Tumorkonferenzen, in denen ein interdisziplinäres Expertenteam für jede einzelne Patientin bzw. Patienten ein Behandlungskonzept erstellt. Dabei wird das Ziel verfolgt, das bestmögliche Therapieergebnis zu erreichen.

Im Mittelpunkt steht die Patientin bzw. der Patient mit dem ganz individuellen Befund.

Die Behandlungsempfehlung basiert auf allgemein anerkannten Leitlinien und berücksichtigt die persönliche Erkrankungssituation z.B. im Hinblick auf Begleiterkrankungen. Die Empfehlungen orientieren sich zudem am neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Das interdisziplinäre Team besteht aus unseren erfahrensten Fachärzten/Fachärztinnen der jeweiligen Organkrebszentren (Dermatologie, Gastroenterologie, Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Pädiatrische Hämatologie/Onkologie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Urologie, Viszeralchirurgie) sowie Fachärzten/Fachärztinnen aus den Bereichen Radiologie, Pathologie, Hämatologie/Onkologie und Nuklearmedizin. Weitere Spezialbereiche können hinzugezogen werden wie z.B. Unfallchirurgie, Neurochirurgie, Plastische Chirurgie, Palliativmedizin.

Im Anschluss an die Tumorkonferenz wird die Patientin/der Patient und die zuweisende Ärztin bzw. Arzt zeitnah über die Behandlungsempfehlung informiert (protokollierte Empfehlung oder Arztbrief) und das weitere Vorgehen mit den Patientinnen bzw. Patienten abgestimmt. Wurde in der Tumorkonferenz eine Studienteilnahme empfohlen, so ist die Ärztin/der Arzt dazu verpflichtet, die jeweiligen Ein- und Ausschlusskriterien genau zu überprüfen, bevor der Patientin/dem Patienten eine Studienteilnahme angeboten wird. Die Tumorkonferenzempfehlungen werden dokumentiert und in der MHH archiviert.