Fokale Therapie der Prostata - eine schonende Alternative zur Operation

PD Dr. med. Inga Peters
PD Dr. med. Inga Peters (Leiterin Prostatakarzinomzentrum)

Die Diagnose Prostatakarzinom bedeutete in der Vergangenheit für die meisten Männer eine Radikaloperation der Prostata. Auch heute ist dieses Vorgehen empfohlen und zwar vornehmlich dann, wenn man durch den Eingriff eine Heilung erzielen kann, d.h. der Tumor auf die Prostata beschränkt und noch keine Metastasen zum Beispiel in den Knochen, Organen oder Lymphknoten vorhanden sind. Die Radikaloperation geht mit Risiken einher. Hierzu gehören vor allem die Harninkontinenz, d.h. ein ungewollter Urinverlust und der mögliche Verlust oder die Abschwächung der Erektionskraft.

Viele Patienten fragen nach alternativen Wegen zur Behandlung ihres Tumorleidens. Häufig wird eine Operation und die damit verbundenen Nebenwirkungen als ein zu radikaler Ansatz empfunden, ein abwartendes Verhalten erscheint vielen Patienten hingegen als zu wenig. Einen Mittelweg zwischen radikalem therapeutischen Vorgehen und dem bloßen Abwarten gab es in der Vergangenheit nicht.

Inzwischen stehen eine ganze Reihe an Therapien zur Verfügung, die genau diesen schonenden Ansatz zum Ziel haben. Hierbei geht es um eine gezielte Behandlung (fokale) des Tumorherdes innerhalb der Prostata und zwar ohne die ganze Prostata zu entfernen oder diese zu bestrahlen.

Im Folgenden können Sie sich über die fokal-ablativen Therapie, welche wir in unserer Klinik anbieten informieren. Vor einer Entscheidung ist zwingend eine Beratung in unserer Spezialsprechstunde: "Diagnostik und Fokale Therapie Prostatakarzinom" von Frau PD Dr. med. Inga Peters erforderlich. Hier wird dann entschieden, ob und für welches Verfahren Sie potentiell in Frage kommen.


Fokal-ablative Verfahren zur Therapie des Prostatakarzinoms