Details zum Programm

27. Oktober 2020 – 17:00 bis 18:30 Uhr: Die/der informierte Patient*in: Wie beeinflusst die Digitalisierung die Interaktion zwischen Ärzt*innen und Patient*innen?

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens eröffnet auch für Patient*innen neue Möglichkeiten. Einerseits bietet die Vielfalt an bereitgestellten Online-Informationen neue Chancen, selbst aktiv nach Gesundheitsinformationen zu suchen. Ärzt*innenbewertungsportale unterstützen bei der Ärzt*innenwahl, Apps sollen bei der Kontrolle der eigenen Gesundheitsdaten sowie bei der Therapie von chronischen Erkrankungen helfen. Auch die Kommunikation mit der eigenen Krankenkassen findet zunehmend über Online-Portale statt.

Die Herausforderung für Patient*innen liegt darin, verständliche und verlässliche Informationen und vertrauenswürdige Quellen zu finden. Auch die Beziehung von Ärzt*innen und Patient*innen verändert sich  durch eine neue Rollenverteilung und neue Verhaltensweisen von Patient*innen. Den Ärzt*innen kann dabei stärker die Aufgabe des Moderierens und Übersetzens zukommen und es stellen sich neue Fragen: Wie begegnen sich in Zukunft informierte Patient*innen und Ärzt*innen? Wie muss sich die Kommunikation verändern, um eine Therapie auf Augenhöhe zu gewährleisten? Was ist der Unterschied zwischen einer Video-Sprechstunde und einem Gespräch in der Praxis?

Elena Link ist Kommunikationswissenschaftlerin mit Schwerpunkt im Feld der Gesundheitskommunikation. Sie wird Ihre Forschung über das gesundheitsbezogene Informationshandeln vorstellen und einen Ausblick über die mögliche zukünftige Entwicklung der Ärzt*innen-Patient*innen Interaktion geben.

Referentin:

  • Elena Link, HMTMH (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover); Hanover Center for Health Communication

Moderation:

Marie Mikuteit, Medizinstudentin an der MHH und Dr. Christian Koop, Arzt, Studiendekanat MHH (beide DigiWissMed-Projektteam)

 

Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Registrierung erforderlich, um den Zugang zum Videokonferenztool (Big Blue Button) freizuschalten.

Für MHH-interne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:

https://elearning.mh-hannover.de/goto.php?target=crs_58976_rcode5Xmey53BF6&client_id=elearning

Mit Klicken des Links treten Sie dem MHH-Ilias Kurs der Veranstaltung "Die/der informierte Patient*in: Wie beeinflusst die Digitalisierung die Interaktion zwischen Ärzt*innen und Patient*innen?" am 27.10. um 17:00 Uhr bei. Dieser Ilias-Kurs besteht nur im Kontext der Veranstaltung und wird danach gelöscht.  Mit dem Beitritt des Kurses willigen Sie ein, dass Sie an der Veranstaltung teilnehmen wollen und ihre Daten lediglich zum Zwecke der Erreichbarkeit und Übermittlung des Links zur Online Veranstaltung genutzt werden. Sie erhalten eine Erinnerungsmail am Tag vor der Veranstaltung und ggf. eine weitere Mail wenn sich Änderungen ergeben sollten. Allgemeine Informationen zur Veranstaltung und die Datenschutzerklärung finden Sie im Kurs.

Für Externe:

Bitte schicken Sie eine E-Mail mit Betreff „Veranstaltung003“ ohne Inhalt an digiwissmed@mh-hannover.de

Nach dem Senden der Anmeldung erhalten wir Ihre E-Mail-Adresse. Diese heben wir bis zur Veranstaltung auf und löschen Sie anschließend. Mit der Anmeldung willigen Sie lediglich ein, dass Sie an der Veranstaltung teilnehmen wollen und ihre Daten lediglich zum Zwecke der Erreichbarkeit und Übermittlung des Links zur Online Veranstaltung genutzt werden. Sie erhalten von uns folgende E-Mails: Eine Bestätigungsmail zur Anmeldung mit allgemeinen Informationen zur Veranstaltung und die Datenschutzerklärung, eine Erinnerungsmail einen Tag vor der Veranstaltung sowie ggf. eine weitere Mail wenn sich Änderungen ergeben sollten.

 

Zu den zurückliegenden Veranstaltungen finden Sie demnächst hier einen Link auf das Video und zusätzliche Materialien.

23. September 2020 – 17:00 bis 18:30 Uhr: Algorithmus medicus – Einblicke in das interdisziplinäre Projekt CADDIE

In enger Zusammenarbeit gestalten Medizininformatik und Medizin die digitale Medizin von morgen. Doch wie genau sieht eine solche Kooperation in der Praxis aus? Wo liegen Hindernisse? Und welche Elemente tragen zu einer gelingenden, interdisziplinären Zusammenarbeit bei?

Unsere Gäste Antje Wulff, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik der MHH und Dr. Thomas Jack, Intensivmediziner auf der pädiatrischen Intensivstation der MHH, haben 2016 das Projekt CADDIE (Cross-Institutional and Data-Driven Decision-Support for Intensive Care Environments) auf der pädiatrischen Intensivstation der MHH ins Leben gerufen. Hierbei entwickelten sie gemeinsam ein klinisches Entscheidungsunterstützungssystem für die Früherkennung von SIRS (Systemic Inflammatory Response Syndrome).

Das Projekt CADDIE ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie klinische Daten durch den Einsatz digitaler Technologien genutzt werden können, um die medizinische Versorgung weiter zu verbessern. In dieser Veranstaltung wird die Schnittstelle Mensch-Technik im klinischen Setting näher beleuchtet.

ReferentInnen:

  • Antje Wulff, M. Sc., Medizininformatikerin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik der MHH und der TU Braunschweig
  • Dr. med. Thomas Jack, Intensivmediziner, Oberarzt auf der Intensivstation für pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin der MHH

Moderation:

PD Dr. med. Nilufar Foadi, Anästhesistin und Dr. med. Christian Koop, (beide DigiWissMed-Projektteam)

Links zum Hintergrund:

 

26. August 2020 – 17:00 bis 18:30 Uhr: Medizinische Ausbildung trifft Digitalisierung – von der Zukunft in die Lehre

Was sind digitale Kompetenzen und warum sind sie in der medizinischen Ausbildung wichtig? 

Sowohl international als auch im innerdeutschen Branchenvergleich ist der Digitalisierungsgrad des Deutschen Gesundheitssystems gering. Um das zu ändern, muss bereits im Medizinstudium angesetzt werden. Doch wie soll der Unterricht rund um das Thema "Digitale Medizin" gestaltet werden, wenn diese in den Hochschulen nur zögerlich eingesetzt wird? Dieser Schlüsselfrage widmet das Projekt DigiWissMed eine eigene Impulsreihe. Sie richtet sich an die Lehrenden an medizinischen Hochschulen (und alle Interessierten darüber hinaus), die mit ihrem Unterricht die Studierenden auf eine digitalisierte Medizin vorbereiten möchten. In dieser ersten Veranstaltung werden Einflüsse der digitalen Transformation auf die medizinische Ausbildung diskutiert, mögliche Zukunftsszenarien besprochen, Veränderungen der ärztlichen Ausbildung abgeleitet und konkrete Vorschläge für deren praktische Umsetzung gegeben. Neben den beiden Projektleiterinnen Marianne Behrends und Sandra Steffens wird mit Jana Aulenkamp eine Expertin auf diesem Gebiet (virtuell) zu Gast sein, die sich seit mehreren Jahren als Impulsgeberin diesem Thema widmet – in Ihrem Studium als Präsidentin der Bundesvertretung Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd), mittlerweile als Ärztin, Autorin und Lehrbeauftragte.

Referentinnen:

  • Jana Luisa Aulenkamp, Ärztin Universitätsklinikum Essen, ehem. Präsidentin der bvmd
  • Dr. Marianne Behrends, Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik der MHH und der TU Braunschweig & Prof.'in Dr. Sandra Steffens, Curriculumsentwicklung MHH (Projektleiterinnen DigiWissMed)
  • Marie Mikuteit, Medizinstudentin MHH und Dr. Christian Koop, Arzt, Studiendekanat MHH (Moderation der Veranstaltung; Projekt DigiWissMed