Aquablation der Prostata

Aquabeam®

Copyright: PROCEPT BioRobotics Corporation
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Bei der Aquablation der Prostata handelt es sich um ein robotergestütztes Therapieverfahren für Patienten mit einer gutartigen Prostatavergrößerung. Dabei wird Prostatagewebe mit Hilfe eines Hochdruckwasserstrahls abladiert (abgetragen). 

Das System besteht aus einer Ultraschallsonde, einer Computerkonsole und einem robotergestützten Handteil.

Das Handstück wird unter zystoskopischer Kontrolle in die Harnröhre eingeführt und an einem Haltearm fixiert. Mit einem transrektalen Ultraschall wird in Echtzeit das zu entfernende Gewebe markiert. Der Operateur kann durch die Planung des Ablationsgebietes in longitudinaler und axialer Richtung exakt bestimmen, wie viel und an welchen Positionen Gewebe abgetragen werden soll. Über eine Sonde wird orthogonal zum Gewebe ein Hochdruckstrahl aus Kochsalzlösung erzeugt, der das Prostatagewebe abträgt. Die Eindringtiefe kann über die Flussrate reguliert werden. Der operative Eingriff erfolgt unter ständiger ärztlicher Kontrolle. Bei der Aquablation handelt es sich um ein Verfahren, das keine Hitzeenergie verwendet.

Das entfernte Gewebe wird mit einer Blasenspritze evakuiert. Fall notwendig erfolgt anschließend eine Nachresektion/Koagulation zur Blutstillung mit einer herkömmlichen TUR-Schlinge.

Bisherige Studien beurteilen die Wirksamkeit der Aquablation ähnlich wie die der TUR-Prostata. Das Verfahren ist bisher für Prostatavolumina zwischen 30 ccm - 150 ccm untersucht worden. 

Die Aquablation-Therapie der Prostata wird derzeit nur bei Patienten eingesetzt, die keine „Blutverdünner“ (z. B. Marcumar, Clopidogrel, Xarelto o.ä.) einnehmen müssen. Die Einnahme von ASS 100 stellt keine Kontraindikation der Therapie dar.

Sollten Sie sich für dieses Therapieverfahren interessieren, können Sie gerne einen Beratungstermin in unserer Klinik vereinbaren.


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Animationsvideo der Aquablation mit dem Aquabeam®

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