Copyright: Institut für Sportmedizin/ MHH

Onko-Kids

Förderung von Sport und körperlichem Training für Kinder mit Krebserkrankungen

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Die lang andauernden, oft stationären Therapien, reduzieren die körperliche Entwicklung und die Leistungsfähigkeit, mit der möglichen Folge einer langfristigen bzw. dauerhaften Einschränkung der Lebensqualität und Teilhabe. Aufgrund der fehlenden Bewegung entwickeln sich die kardiopulmonale Funktion, die Muskelkraft und die Koordinationsfähigkeit nicht altersgerecht.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Sportmedizin und der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der MHH erstellte und erprobte ein sportmedizinisches Kozept, welches die jungen Patienten zu einer körperlichen Aktivierung motiviert. Durch die finanzielle Unterstützung des Vereins für krebskranke Kinder Hannover e.V. sind eine konstante Sicherung von 1,5 sportwissenschaftlichen Stellen und ein geschützter, kindgerechter Sportraum für die onkologischen Kinder geboten.

Die sportmedizinische Betreuung beruht auf drei sich ergänzenden Säulen.

Als erste Säule gilt die tägliche Betreuung der Kinder auf den Stationnen entweder am Krankenbett, auf dem Flur oder dem extra eingerichteten Sportraum.

Die zweite Säule bildet die ambulante Sporttherapie, die nach der stationären Behandlung erfolgt und dem Kind eine altersgerechte Reintegration in den Alltag ermöglichen soll. Zum Einstieg und während der ambulanten Therapie werden die betroffenen Kinder in Bezug auf ihre konditionellen Fähigkeiten untersucht und beurteilt. Hierbei sind die bewegungstherapeutische Beratung und Unterstützung zur Eingliederung in die Sportvereine eingeschlossen. Hochgerechnet auf ein Kalenderjahr werden im stationären und ambulanten Bereich rund 1000 Trainingseinheiten realisiert.

In der dritte Säule sind verschiedene Projekte zu nennen, an denen die Kinder während und nach der ambulanten Therapie partizipieren können. Als Beispiel hierfür ist das zielgerichtete Rudertraining für die Ruderregatta „Rudern gegen Krebs“ an verschiedenen Standorten Deutschlands zu nennen.

 

Weitere Aufgabenfelder sind die sportliche Betreuung der betroffenen Eltern im Elterntraining und die Netzwerkarbeit im Projekt „ActiveOncoKids“.