Vollblutspende

 

Blut besteht aus Blutzellen und Blutplasma

Blut ist ein Bestandteil unseres Organismus, der zur einen Hälfte aus der gelblichen Blutflüssigkeit (Blutplasma), zur anderen Hälfte aus verschiedenen Blutzellen besteht: den roten Blutkörperchen (Erythrozyten, die auch für die rote Farbe des Blutes verantwortlich sind), den weißen Blutkörperchen (Leukozyten), und den Blutplättchen (Thrombozyten), die kleinsten Zellen des menschlichen Organismus. Alle genannten Bestandteile des Blutes erfüllen unterschiedliche Funktionen: Erythrozyten fungieren als Sauerstoffträger, Leukozyten wehren Bakterien, Pilze und Viren ab, Thrombozyten dichten im Zusammenspiel mit dem Blutplasma Verletzungen ab. Blutplasma dient als Transportmedium für Zellen und Nährstoffe. Ein ausgeprägter Mangel an jeder der genannten Komponenten des Blutes kann zu einem bedrohlichen Krankheitszustand führen. Die moderne Transfusionsmedizin macht sich die unterschiedlichen Eigenschaften und Funktionen zunutze, indem sie das gewonnene Vollblut in einzelne Bestandteile zerlegt, do dass immer genau diejenige Komponente transfundiert werden kann, die gerade fehlt.
 

Technik der Vollblutspende

Nach Punktion einer Armvene fließen insgesamt 450 ml Blut in ein steriles Mehrfachbeutelsystem, das aus einem Lagerbeutel für Gefrierplasma und einem Lagerbeutel für die roten Blutkörperchen besteht. Der letztgenannte Beutel enthält auch eine Nährlösung, so dass die Erythrozyten bei ausreichender Kühlung (4°C) bis zu 6 Wochen haltbar sind. Das Gefrierplasma kann bei -40°C bis zu 2 Jahre gelagert werden.