Die MHH im Gespräch

Die MHH hat viele Abteilungen, viele Facetten, viele interessante Themen zu bieten. Drei- bis viermal im Jahr lädt der MHH-Alumni e.V. daher zur Vortragsreihe "Die MHH im Gespräch" ein, um aktive und ehemalige MHHler sowie externe Interessierte zusammenzubringen. Die Teilnahme ist kostenlos. Der nächste Vortrag ist bereits in Planung und wird so bald wie möglich hier veröffentlicht.

Vergangene Veranstaltungen

Sonja Nothacker
Sonja Nothacker, Leiterin der Schule für Diätassistenten (Copyright: Ursula Bernsmann, Alumni/ MHH)

Neue Ernährungstrends

Die Liste der möglichen Ernährungsweisen ist lang: vegan, laktosefrei, kohlenhydratarm, glutenfrei. Was zunächst gesund klingt, birgt aber durchaus Risiken. So kann eine unzureichende Versorgung mit Nährstoffen die Folge sein oder gar aus dem Drang, sich gesund zu ernähren, eine ernstzunehmende Essstörung entstehen. Frau Sonja-Maria Nothacker (Leiterin der Schule für Diätassistenten an der MHH) wird Charakteristika neuer Ernährungstrends durchleuchten und Tipps geben, wie wir verhindern können, dass wir uns langsam aber sicher krank essen und trinken. // 2 CME-Punkte sind bei der äkn angefragt.

04.09.2019, 18.30 Uhr | Hörsaal H, Ebene H0, Geb. J1 der MHH

 


Stefan Franz, IT-Sicherheitsbeauftragter
M.Sc. Stefan Franz, IT-Sicherheitsbeauftragter

IT-Sicherheit

Regelmäßig ist in den Medien von Datenlecks oder Sicherheitslücken in Informationssystemen die Rede, aber was steht eigentlich dahinter? Nicht nur bösartige Angreifer, sondern auch technisches Versagen oder Unachtsamkeiten gefährden persönliche Daten mit teils erheblichen Folgen. Was sind ernste Bedrohungen für Privatpersonen? Herr M.Sc. Stefan Franz (IT-Sicherheitsbeauftragter, Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik, Medizinische Hochschule Hannover) wird Aspekte der IT-Sicherheit durchleuchten und darstellen, wie man sich schützen kann.

15.05.2019, 18.30 Uhr s.t. | Hörsaal Q, Ebene S0, Geb. J6 der MHH


Frau PD Dr. Iris Tatjana Graef-Calliess
PD Dr. Iris Tatjana Graef-Calliess

Kultursensibles Handeln in der Medizin

Menschen zu behandeln, die krank sind, ist immer eine Herausforderung – stammen die Patienten aber auch noch aus einem anderen Kulturkreis und sprechen schlecht oder gar kein Deutsch, wird die Sache richtig schwierig. Mit diesem aktuellen, auch gesellschaftspolitisch brisanten Thema beschäftigt sich der Vortrag von Frau PD Dr. Iris Tatjana Graef-Calliess, Chefärztin der Klinik für Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie, KRH Psychiatrie Wunstorf, und Mitglied des Leitungsteams der AG Soziale und Transkulturelle Psychiatrie & Psychotherapie an der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der MHH. 

Die ausgewiesene Expertin steht gleichermaßen für die Forschung wie für die klinische Versorgung in diesem Bereich. Migration ist seit jeher etwas Selbstverständliches und Natürliches. Sie kann aber auch schiefgehen. Was machen Flucht und Migration mit der Gesundheit? Dieser Frage muss sich das deutsche Gesundheitssystem stellen. Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Menschenrechtsverletzungen. Das stellt auch in Deutschland die medizinische Versorgung vor Probleme. Insbesondere die Psychiatrie steht hier vor neuen Aufgaben. Eine überraschende Erkenntnis ist, dass die Zeit nach der Flucht oder Migration, also nach dem Ankommen im neuen Land, für den einzelnen Menschen bedeutsamer ist als die Phase vor der Migration. Der Prozess ist nicht mit der Ankunft in Deutschland abgeschlossen. Selbst wenn jemand die deutsche Sprache spricht, heißt das trotzdem noch nicht, dass es ihm körperlich und seelisch gut geht.

Gleichgültig welcher kultureller Zugehörigkeit: Bei der Behandlung eines Patienten sollten Vorurteile vermieden werden. Den türkischen Patienten gibt es genauso wenig, wie es den deutschen Patienten gibt. Von daher ist es hilfreich, nicht nur den Kulturkreis eines Menschen vor Augen zu haben, sondern das Subjekt – also den einzelnen Menschen - zu sehen, sich für dessen kulturelle Identität zu interessieren und ihn in seiner Gesamtheit zum Ausgangspunkt wissenschaftlicher Betrachtungen und klinischen Handelns zu machen. // Fortbildungspunkte bei der äkn sind beantragt.

20. März 2019, 18.30 Uhr s.t. | Hörsaal G, Ebene H0, Geb. J1 der MHH