Aurélia Naoko Naef

Foto von Aurélia Naoko Naef, Promotionsstipendiatin im Programm Chronische Erkrankungen und Gesundheitskompetenz (ChEG)

Portrait

Frau Aurélia Naoko Naef studierte von 2011 bis 2014 Soziale Arbeit und Politikwissenschaft mit Journalismus und Medien im Nebenfach an der Fribourg Universität in der Schweiz. Ihr Masterstudium in Public Management and Policy an der Universität Lausanne absolvierte sie 2016 nach einem Erasmus-Aufenthalt an der Universität Potsdam (Schwerpunkt Innovationsmanagement). Nach einem anschließenden Praktikum als Junior Researcher im Uniklinikum CHUV in Lausanne arbeitete Frau Naef mehrere Jahre in Berlin als Sozialarbeiterin und Pädagogische Fachkraft u.a. im Kinderschutz. Frau Naef engagiert sich weiterhin als Sprach- und Kulturmittlerin für mehrere soziale Organisationen und Beratungsstellen für Flüchtlinge und Migrant_innen. Seit Mai 2021 promoviert Frau Naef an der Medizinischen Hochschule Hannover im Promotionsprogramm „Chronische Erkrankungen und Gesundheitskompetenz“ (ChEG).

Thema und Ziel der Promotion

Das Thema ihres Promotionsvorhabens lautet „Steigerung der Gesundheitskompetenz chronisch kranker Jugendlicher mit digitalen Instrumenten (am Beispiel von Diabetes Typ 1 unter besonderer Berücksichtigung von Nutzungsdauer, Nutzungsintensität und Nutzungsverbreitung)“.

Hintergrund

Chronisch kranke Jugendliche benötigen eine speziell an ihre Bedürfnisse angepasste Förderung ihrer Gesundheitskompetenz. Die Adoleszenz ist eine Phase der Transition von der Abhängigkeit in der Kindheit zur Unabhängigkeit im Erwachsenenleben. Biologische und emotionale Veränderungen, neue Körperwahrnehmungen, die Identitätsfindung sowie soziale und kognitive Veränderungen stellen spezifische Anforderungen an den Umgang der Jugendlichen mit ihrer Krankheit und konfrontieren sie mit einer doppelten Belastung. Daher soll erforscht werden, inwiefern sie mit einer an ihre Gewohnheiten angepassten Förderung unterstützt werden können. 

Methode

Die kumulative Dissertation besteht aus drei Teilen. Zuerst wird durch ein Systematisches Review ermittelt, welche digitalen Instrumente existieren, um die Gesundheitskompetenz von an Typ1 Diabetes Mellitus Erkrankten zu fördern. In der zweiten und dritten Phase wird durch qualitative Forschung in Interviews mit Expert_innen und Betroffenen bestimmt, wie diese den Einsatz digitaler Instrumente in Bezug auf die Gesundheitskompetenz der Patienten betrachten und bewerten.