Jacqueline Posselt

Foto von Jacqueline Posselt, Promotionsstipendiatin im Programm Chronische Erkrankungen und Gesundheitskompetenz (ChEG)

Portrait

Nach einem dualen Bachelorabschluss mit der Vertiefung Krankenkassenmanagement und einem Public Health-Masterstudium an der Medizinischen Hochschule Hannover ist Jacqueline Posselt seit April 2020 ebenfalls Teilnehmerin des Promotionsprogramms „Chronische Erkrankungen und Gesundheitskompetenz“ (ChEG).

Zuvor war sie mehrere Jahre in einer gesetzlichen Krankenversicherung im Bereich Strategie und Digitalisierung tätig und hat zuletzt ein gefördertes Innovationsfondprojekte zum telemetrischen Coaching von Patient*innen mit einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) geleitet, welches einen großen Anteil für die Entstehung des Promotionsthemas gegeben hat.

Als Schnittstellenthema zwischen den Medien- und Gesundheitswissenschaften wird dieses Forschungsprojekt am Hanover Center for Health Communication (HC²) des Instituts für Journalistik und Kommunikationsforschung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover betreut.

Thema der Promotion

Gesundheitsbezogene Digitalkompetenz in der hausärztlichen Versorgung

Hintergrund

Die Vielfalt und das Angebot von digitalen Technologien in der Gesundheitsversorgung steigen. Um die Möglichkeiten dieser digitalen Versorgungsleistungen umfassend nutzen zu können, bedarf es bestimmter Fähigkeiten, die unter dem Begriff der digitale Gesundheitskompetenz zusammengefasst werden. Die digitale Gesundheitskompetenz ist darüber hinaus erforderlich, um der sozialbedingten, gesellschaftlichen Ungleichheit durch die Nutzung digitaler Medien (digitale Kluft) vorzubeugen. Folglich handelt es sich bei der Förderung von (digitaler) Gesundheitskompetenz um eine Systemaufgabe, die ebenfalls die Akteure der Gesundheitsversorgung mit in die Verantwortung zieht, Gesundheitskompetenz zu fördern und hierdurch insbesondere vulnerable Gruppen zu unterstützen.

Basierend auf dieser Grundlage behandelt das Forschungsvorhaben die Rolle von Hausärzt*innen als Akteure auf der Angebotsseite der digitalen Versorgung sowie die benötigte Digitalkompetenz seitens der Ärzt*innen, um diese Rolle auszufüllen. Derzeit ist in der Forschung nicht ausreichend spezifiziert, welche Kompetenzen es auf Anbieterseite benötigt, um digitale Versorgungsangebote erfolgreich in die Praxis und Patient*innenversorgung zu integrieren. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der hausärztlichen Versorgung, da es sich hierbei um eine zentrale Anlaufstelle in der Versorgungskette handelt.

Ziel

Ziel dieser Arbeit ist es, die gesundheitsbezogene Digitalkompetenz von Ärzt*innen zu spezifizieren und die Bedeutung der Digitalkompetenz für die die digitale Gesundheitskompetenz von (chronischen) Patient*innen zu betrachten.

Methode

Die Methodik der Arbeit wird aus dem theoretischen Hintergrund und empirischen Kontext der Arbeit ab. Aufgrund des stark explorativen Charakters der Arbeit wird es sich hierbei um einen qualitativen Ansatz handeln.

 

Publikationen

Behrens-Potratz A, Posselt J, Hillmer J, Korte M, Rüdemann N, Wolfram H (2020). Integrierte Versorgung. Befragungsergebnisse bei Krankenkassen und Handlungsbedarf. Welt der Krankenversicherung, Jg. 6, 2017, Heft 5, S. 104 - 109.

Rezvani F, Heider D, Härter M, König H, Bienert F, Brinkmann J, Herbarth L, Kramer E, Steinisch P, Freudenstein F, Terhalle R, Grosse Y, Bock S, Posselt J, Beutel C, Reif F, Kirchhoff F, Neuschwander C, Löffler F, Brunner L, Dickmeis P, Heidenthal T, Schmitz L, Chase D, Seelenmeyer C, Alscher M, Tegtbur U, Dirmaier J (2020). Telephone health coaching with exercise monitoring using wearable activity trackers (TeGeCoach) for improving walking impairment in peripheral artery disease: study protocol for a randomised controlled trial and economic evaluation. BMJ OPEN. 2020;10(6): e032146.

Kuhlmann E, Posselt J (2020). Digital health in a social health insurance system: new emergent market powers in Germany. J European Journal of Public Health, Volume 30, Issue Supplement_5, September 2020, ckaa166.011, https://doi.org/10.1093/eurpub/ckaa166.011