Kurzbeschreibung

Da insbesondere in der Medizin, im Gesundheitswesen und in der (bio-)medizinischen Forschung die Digitalisierung rasant anwächst, wird es zunehmend wichtiger, mit großen Datenmengen umgehen zu können. Doch da es dafür bisher zu wenige Expertinnen und Experten gibt, schaffen wir Abhilfe: Im Rahmen des Exzellenzclusters RESIST wird der neue viersemestrige Masterstudiengang „Biomedizinische Datenwissenschaft“ angeboten. Er richtet sich an Absolventinnen und Absolventen eines bio­wissen­schaftlichen Bachelor­studiengangs oder eines abgeschlossenen Medizinstudiums und startet zum Wintersemester 2021/22 mit 20 Studierenden.

Die künftigen bio­medizinischen Daten­wissen­schaftlerinnen und -wissenschaftler lernen zielgerichtet, große, heterogene und komplexe Datenmengen zu generieren und zu handhaben sowie IT-Lösungen zu entwickeln und anzuwenden – z. B. für Krankheitsprävention, passgenaue Diagnosen, Behandlungs- und Therapieentscheidungen sowie für die Auswertung umfangreicher Forschungsdaten. Mit diesem interdisziplinären und praxisnahen Studiengang werden gezielt Datenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler an der Schnittstelle der Biowissenschaften und Medizin ausgebildet.

Qualifikationsprofil

Im Masterstudiengang Biomedizinische Datenwissenschaft werden die wissenschaftliche Denk-, Arbeits- und Vorgehensweisen aus einem abgeschlossenen biowissenschaftlichen Bachelorstudium oder Medizinstudium erweitert und vertieft.

Neben der Vermittlung des notwendigen Fachwissens steht die Förderung von praktischen Kompetenzen im 4-semestrigen Studiengang im Vordergrund. Hierbei ist die Fähigkeit zu planen, zu entdecken, zu beobachten, zu dokumentieren, Aussagen kritisch zu bewerten sowie Arbeitshypothesen zu formulieren ein wichtiges Ziel des Studiengangs. Auch das Erschließen wissenschaftlicher Informationsquellen und das kritische Hinterfragen wird vertieft. 

Durch individuell wählbare Forschungspraktika und die Masterarbeit wird ab dem zweiten Semester eine wissenschaftliche Spezialisierung ermöglicht. Während der Masterarbeit wird nachgewiesen, dass innerhalb von sechs Monaten ein Problem selbstständig unter Anleitung mit wissenschaftlichen Methoden bearbeitet werden kann.

Das Studium mit dem Abschluss „Master of Science“ (M. Sc.) bereitet unter anderem auf eine Tätigkeit als Wissenschaftler/in in Forschungsreinrichtungen oder als Fachkraft in (Forschungs-)Unternehmen, biotechnologisch/klinischen Laboratorien oder staatlichen Behörden vor. Der Studiengang bildet die Grundlage für weiterführende Promotionen (auch in internationalen Promotionsprogrammen) oder für eine Berufstätigkeit in der Industrie.