REBIRTH Active School 2.0

Bewegung in den Schulalltag integrieren

Der tägliche Bewegungsmangel von Kindern und Jugendlichen nimmt von Jahr zu Jahr zu (Robert Koch-Institut 2014). Laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollen sich Kinder und Jugendliche täglich mindestens 60 Minuten körperlich aktiv mit einer mäßig bis anstrengenden Intensität (WHO 2010) bewegen. Während im Vorschulalter noch etwa 50% der Kinder diese Empfehlungen zu körperlicher Aktivität erfüllen, sinkt diese Zahl bei Jugendlichen auf ca. 10% dramatisch ab (Robert Koch-Institut 2014).

Ursachen für die zunehmende Inaktivität sind z. B. die Mediennutzung. Über 40% der 11-17-Jährigen sitzen täglich mehr als 3 Stunden vor dem Fernseher oder PC. Auch Ganztags-Beschulungen stellen ein Hindernis dar. Sie führen zu vermehrten Austritten aus Sportvereinen und bieten aber leider gleichzeitig keine entsprechenden Alternativen. Die Zunahme von Adipositas und chronischen Erkrankungen, der Sozialstatus und Migrationshintergrund, die Abnahme von Freiflächen sowie die Anonymisierung und fehlende Vorbilder tragen zu immer mehr Inaktivität bei Kindern und Jugendlichen bei.

Dabei sind Bewegungsmangel und Übergewicht nicht nur mit einem erhöhten kardiovaskulären und metabolischen Krankheitsrisiko assoziiert, vielmehr zeigen Untersuchungen an übergewichtigen Jugendlichen, dass sich die Atherosklerose bereits im Jugendalter manifestiert (Bacha et al. 2014). Die positiven Effekte von körperlichem Training für die Allgemeingesundheit und die durch kardiovaskuläre Erkrankungen verursachte Sterblichkeit sind bekannt. Es gibt zunehmend Hinweise, dass Seneszenz (ein Phänomen, bei dem Zellen aufhören sich zu teilen) ein wichtiger Faktor für kardiovaskuläre Erkrankungen und den Verlust regenerativer Kapazitäten ist. Auf einen Marker der zellulären Alterung, die Telomerlänge, hat moderate sportliche Aktivität einen positiven Einfluss bei Erwachsenen (Ludlow et al. 2008). Diejenigen, die dauerhaft Sport in ihren Alltag integrierten, haben längere Telomere. Bei übergewichtigen und inaktiven Kindern und Jugendlichen sind die Telomerlängen bereits um 24% verkürzt (Buxton et al. 2011).

 

Familien und Schulen sind teilweise nur unzureichend über die sich aus zunehmender Inaktivität ergebenden negativen Konsequenzen aufgeklärt. Hier besteht ein akuter Handlungsbedarf. Die Rebirth Active Studiengruppe hat in Zusammenarbeit mit einem Vertreter des Projektes „Bewegte Schule“ und dem Landes-Sportbund Niedersachen ein Bewegungskonzept für Schulen entwickelt, welches in den Jahren 2017-2019 bereits an verschiedenen Schulen als Pilotstudie angeboten wurde. Dabei ging es in erster Linie darum, Schulen über die Möglichkeiten zu informieren, körperliche Aktivitäten in den Schulalltag zu integrieren und die Schulen hierzu anzuleiten.

Die Ergebnisse dieser Pilotstudie zeigen, dass das Bewegungsprogramm von REBIRTH Active School in den Schulalltag integrierbar ist und dass es zu einer nachhaltigen Förderung der Gesundheit von Schülerinnen und Schülern führt.


Dieses Video wurde in Zusammenarbeit mit der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie (HTTG) im Rahmen des Exzellenzclusters REBIRTH erstellt.

 

Bei Fragen oder Wünschen zu näheren Informationen nutzen Sie die unten stehenden Rubriken oder kontaktieren Sie:

Denise Homeyer

E-Mail: homeyer.denise@mh-hannover.de

E-Mail: rebirth.active.school@mh-hannover.de

Telefon: 0511-532 9114

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