In unserem Strahlenbiologischen Forschungslabor unter der Leitung von Frau Dr. rer. nat. Natalia Bogdanova bearbeiten wir sowohl experimentelle als auch klinische, zumeist interdisziplinäre Forschungsprojekte. Einen Überblick geben die folgenden Seiten. Sind Sie auf der Suche nach einer experimentelle Doktorarbeit oder sind Sie interessierte Studenten der Biologie und Medizinischen Biotechnologie und wollen eine Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeit in unserem Forschungslabor anfertigen? Dann melden Sie sich gern über unser Sekretariat.
Wissenschaftliche Schwerpunkte
- Molekulare Ursachen strahlentherapeutisch relevanter Tumorerkrankungen
- Molekulare Determinanten der Strahlensensibilität von Tumoren
- Molekulare Faktoren der akuten und chronischen Organtoxizität nach Bestrahlung
- Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Wirkung und Mechanismen niedrig dosierter Strahlenverwendung
- Grundlagenforschung zur Bedeutung von strahleninduzierten DNA-Schäden
Das Labor Experimentelle Radioonkologie erfüllt die Anforderungen der Sicherheitsstufe S1 nach GenTSV und verfügt über moderne Laborgeräte und Techniken mit denen RNA, DNA und Proteine isoliert und analysiert werden können. Das Labor unterhält zwei Hauptbereiche, die auf 3 Räume verteilt sind: den Zellkulturbereich und den Molekularbiologiebereich.
Des Weiteren verfügt unser Labor für Experimentelle Radioonkologie über hoch präzise und rapide Systeme zur Datenanalyse von Hochdurchsatz- Sequenzierungen (Next Generation Sequencing) und Analyse von Hochdurchsatz- Genotypisierungen. Wir besitzen die Expertise in quantitativen Analysen der Genexpression, als auch in Klonierung von Genen, sowie immunzytochemische Analysen und Sequenzierung. Im experimentellen Ansatz angewandte Techniken können in 3 Hauptabschnitte unterteilt werden: Nucleic acids tools, Protein tools und Cell tools.
Nucleic acids tools
- PCR
- Restriction enzymatic digest
- Sequencing (Sanger)
- Next-Generation-Sequencing
- SNP genotyping
- High Resolution Melting
- Gene expression (Q-RT PCR and high throughput microfluidic systems)
- Transcript isoform analysis
Protein tools
- Western Blot Analysis
- Co-immunoprecipitation
- 2D SDS PAG
Cell tools
- Life cell imaging
- Cells immortalization (EBV, SV40, hTERT)
- Molecular cloning
- Flow cytometry (Cell cycle)
- siRNA technology
- Real-time noninvasive monitoring of cell viability, proliferation, invasion, migration
- Clonogenic Cell Survival Assay
- Immunocytochemistry (Monitoring of DNA DSB repair and DNA damage response)
Radiobiologische und molekulare Grundlagen des Therapieansprechens bei Patienten mit PSMA-Liganden positivem rezidiviertem Prostatakarzinom
Förderung: Wolfgang Dieckmann Stiftung/ Förderstiftung MHH-plus
Strahlenbiologische Grundlagen des Therapieansprechens der Radioligandentherapie mit 177Lu-DOTA-TATE bei Patienten mit fortgeschrittenem neuroendokrinem Tumor
Kooperationsprojekt: Strahlentherapie/ Nuklearmedizin
Förderung: Else Kröner Stiftung
Gen-Polymorphismen und Erkrankungsrisiko für ein Mammakarzinom.
Interdisziplinären Forschungsgruppe: Strahlentherapie/Gynäkologische Klinik:
Förderung: Europäische Union
Identifizierung neuer Brustkrebsgene über slawische Gründermutationen
Interdisziplinären Forschungsgruppe: Strahlentherapie/Gynäkologische Klinik:
Förderung: DFG
Molekulare Grundlagen der Strahlentoxizität
Förderung: NKG
Die Klinik für Strahlentherapie und Spezielle Onkologie nimmt an folgenden klinischen Studien teil:
- Registerbasierte Erforschung zur Erfassung von strahlenassoziierten Spätnebenwirkungen nach Bestrahlungen im Kindes- und Jugendalter (RiSK)
- Teilnahme an der HYPOSIB-Studie (Hypofraktionierte Bestrahlung des Mammakarzinoms mit simultan-integriertem Boost)
- Teilnahme an der STOPSTORM-Registerstudie. Ein europäisches Register für die Beobachtungs- und prospektive Datensammlung zur stereotaktischen Strahlentherapie von wiederkehrenden Tachykardien
- Teilnahme an der kp-acs-2 Studie (WALA). Prospektive, placebo-kontrollierte klinische Prüfung mit Aconit Schmerzöl bei onkologischen Patienten unter Chemotherapie zur Vermeidung einer Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie (CIPN) Grad II, zur Verminderung von CIPN typischen Symptomen und zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit einer CIPN
- Teilnahme an der PoR-Studie. Prospektive vergleichende Bewertung der Wirksamkeit von onkologischer Rehabilitation bei Rehabilitandinnen mit Brustkrebs
- Durchführung der Biomarker-Studie (Molekulare Grundlagen des Therapieansprechens der Strahlentherapie bei Patienten mit PSMA-Liganden pos. rezidivierten Prostatakarzinom)
- Teilnahme an der DOR-Studie, Dentale und orale Langzeitfolgen einer Radio- bzw. Radio-Chemo-Therapie im Kopf-Hals-Bereich (DOR-KH), Monozentrische Beobachtungsstudie
- Teilnahme an der NeoRad-Studie, Preoperative radiotherapy versus postoperative radiotherapy after neoadjuvant chemotherapy (“NeoRad”) in high-risk breast cancer: A prospective, randomized, international multicenter Phase III trial
- Teilnahme an der Zervigen-Studie (HiLF Project). Genetische Disposition für Dysplasien und Karzinome der Cervix uteri GWAS of survival outcomes in cervical cancer patients receiving radiation therapy
- Teilnahme an der Do-It-Again-Studie, Entscheidungsbedauern nach Strahlentherapie bei Krebserkrankungen von schlechter bis exzellenter Prognose
Shift of radiotherapy indications during the first wave of the COVID-19 pandemic? An analysis of German inpatient data
- Veränderungen der Häufigkeit strahlentherapeutischer Indikationen unter der COVID-19 Pandemie
Förderung im Rahmen der Medizininformatik-Initiative (MII) aus Projektmitteln des MIRACUM-Konsortiums
- übergeordnete Projektleiter: Professor Dr. Hans-Ulrich Prokosch (Erlangen) / PD. Dr. med. Daniel Medenwald (Halle)