Stipendienfeier vom 09.04.2026

Im Studienjahr 2025/26 konnten 28 talentierte und engagierte Studierende der MHH mit dem Deutschlandstipendium gefördert werden. Im Rahmen der Stipendienfeier standen die ausgezeichneten Stipendiat:innen ebenso im Mittelpunkt wie ihre Förder:innen. Dabei bot sich die Gelegenheit für persönliche Gespräche und gegenseitiges Kennenlernen.

Professor Christian Mühlfeld leitete als neuer Studiendekan erstmals durch die Deutschlandstipendienfeier. © Lara Tenge, MHH

Studierende, die mit einem Deutschlandstipendium ausgezeichnet werden, überzeugen nicht nur durch hervorragende Studienleistungen, sondern übernehmen mit ihrem Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen Verantwortung für die Zukunft und die Gesellschaft. Das betonte Studiendekan Professor Christian Mühlfeld bei seiner allerersten Stipendienfeier. Der Anatom hatte das Amt im vergangenen Jahr von dem Toxikologen Professor Ingo Just übernommen und damit auch die Aufgabe, durch die feierliche Vergabe der Deutschlandstipendien zu führen. In seiner Rede berichtete Professor Mühlfeld, dass er aus eigener Erfahrung als leidenschaftlicher Lehrer wisse, dass freiwilliges Engagement im Studium keine Selbstverständlichkeit sei: Volle Stundenpläne ließen oft wenig Raum für zusätzliches gesellschaftliches Wirken. Wie sehr das Deutschlandstipendium hier entlasten kann, schilderte im Anschluss Zahnmedizinstudentin Lea Hohmeier. Für sie bedeute die Förderung vor allem eines: Zeit. Zeit, um sich in Fachgruppen einzubringen, an Projekten wie dem Ruanda-Austausch der Zahnmedizin teilzunehmen oder parallel zum Studium an der eigenen Doktorarbeit zu schreiben. 


Dr. Hans Martin Wollenberg gratulierte den Stipendiat:innen und würdigte ihr Engagement. © Lara Tenge, MHH

Dr. Hans Martin Wollenberg, Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen des Marburger Bundes, der seit 2019 jährlich ein Stipendium finanziert, nutzte die Gelegenheit, um den Stipendiat:innen nicht nur zu gratulieren, sondern ihnen auch ausdrücklich zu danken. "Ich engagiere mich seit elf Jahren beim Marburger Bund und seit zehn Jahren bei der Ärztekammer Niedersachsen. Daher kenne ich die Herausforderungen, die ein Ehrenamt mit sich bringt, sehr gut und weiß, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, während des Studiums so viel Zeit und Energie zu investieren", so Wollenberg. Der Marburger Bund sei auf den ehrenamtlichen Einsatz seiner Mitglieder angewiesen und verstehe das Deutschlandstipendium daher als Möglichkeit, etwas zurückzugeben und zugleich das gesellschaftliche Engagement der kommenden Generation zu würdigen. 


Das Highlight der Feier: die Übergabe der Urkunden an Stipendiat:innen und Förder:innen. © Lara Tenge, MHH

Besonders deutlich wurde bei der Stipendienfeier auch, wie wertvoll das gezielte Matching zwischen Förder:innen und Stipendiat:innen sein kann. So hatte sich Biochemie-Stipendiatin Meike Knittel bereits am Morgen mit Christine Rettig, Geschäftsführerin des Medical Parks, getroffen. Dem Unternehmen sei es ein zentrales Anliegen, die Geförderten nicht nur finanziell zu unterstützen, sondern sie auch von ihrem Netzwerk profitieren zu lassen, erklärte Rettig. Durch die gezielte Nachwuchsförderung erhoffe man sich die Stärkung des Wissenschaftsstandorts Hannover.  


Die Förder:innen (vorne) feierten gemeinsam mit den Stipendiat:innen. © Lara Tenge, MHH

Organisator:innen, Fördernde und Studierende waren sich einig: Das Deutschlandstipendium ist mehr als eine finanzielle Unterstützung. Es bringt engagierte Studierende und fördernde Partnerinnen und Partner zusammen, stärkt so den wissenschaftlichen sowie medizinischen Nachwuchs nachhaltig und schenkt engagierten Studierenden wertvolle Zeit. Als Förderstiftung MHH plus freuen wir uns, gemeinsam mit unseren Spenderinnen und Spendern einen Beitrag dazu leisten zu dürfen, dass das Deutschlandstipendium an der MHH so viel bewirkt.