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MHH - Standort der Exzellenz

- Zwei von drei Clusteranträgen mit Exzellenz ausgezeichnet
- EXCs RESIST und H4A weiter gefördert
- ExU-Antrag abgegeben

Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder

Die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder dient der nachhaltigen Stärkung und Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandorts Deutschland.

Die MHH ist seit Beginn der Ausschreibungen 2006 mit mehreren Exzellenzclustern vertreten und festigt so ihre Position als führende Institution in der deutschen Forschungslandschaft. Mit der im Jahr 2000 gegründeten HBRS als Graduiertenschule und den dort angebotenen strukturierten Promotionsprogrammen sowie dem im Jahr 2008 als deutschlandweit etabliertem ersten Clinician Scientist-Programm, nahm die MHH bereits früh eine Vorreiterrolle in der Nachwuchsförderung ein.

Die Förderlinien teilen sich auf in:

Excellenzcluster (EXC)

Im Rahmen der Förderlinie Exzellenzcluster werden international wettbewerbsfähige Forschungsverbünde aufgebaut. An der MHH und Ihren Partnerinstitutionen entstanden so Hearing4All und RESIST, sowie der abgelaufene Exzellenzcluster REBIRTH.

Exzellenzuniversität (ExU)

Die Förderlinie Exzellenzuniversitäten hat den Auftrag, einzelne Universitäten bzw. Verbünde langfristig zu stärken, um so ihre internationale Strahlkraft zu steigern.

News zur Exzellenzstrategie

Exzellenz an der MHH

RESIST - seit 2019

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Manche Menschen erkranken nur leicht, wenn sie sich Viren oder Bakterien „einfangen“, andere jedoch sehr schwer. Doch warum verlaufen Infektionen so unterschiedlich? 

Das Besondere an RESIST ist die enge und gute Interaktion zwischen den hauptsächlich in der Klinik tätigen Ärztinnen und Ärzten, denen die Situation der Patientinnen und Patienten genauestens bekannt ist, und den Forscherinnen und Forschern, die Grundlagen ergründen, um bessere Präventionen, Diagnosen und Therapien zu ermöglichen.

Um Patientinnen und Patienten helfen zu können, werden in RESIST Grundlagenforschung und klinische Forschung miteinander verbunden – vor allem mit Hilfe von schon bestehenden sowie neu aufgebauten Kohorten. 


Hearing4All - seit 2012

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Das Ziel des Exzellenzclusters „Hearing4all“ ist buchstäblich das »Hören für alle«. Durch eine Verbesserung der individualisierten Hördiagnostik und der darauf angepassten Versorgung mit persönlichen Hörhilfen wollen die WissenschaftlerInnen die Kommunikationssituation von Betroffenen entscheidend verbessern.

Um das „Hören für alle“ Wirklichkeit werden zu lassen, muss auch der Teil der Bevölkerung berücksichtigt werden, der einen altersbezogenen fortschreitenden Hörverlust hat, der aber noch nicht diagnostiziert ist („subklinische Bevölkerung“). Indem Technologie, die ursprünglich im Bereich technischer Hörhilfen entwickelt wurde, in konventionelle Unterhaltungselektronik (Mobiltelefone, Videokonferenzsysteme, Fernsehgeräte etc.) eingebaut wird, erarbeiten wir Lösungen, die einen derartigen Hörverlust frühzeitig auffangen.


REBIRTH - 2006 bis 2019

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Von Regenerativer Biologie zu Rekonstruktiver Therapie - REBIRTH. Das Exzellenzcluster wurde mit herausragender Unterstützung von sechs starken Partnern gebildet. Das Programm integrierte exzellente Ausbildung mit innovativer Wissenschaft und experimenteller wie auch klinischer Medizin. Interaktive Grundlagenprojekte wurden gestaltet, um zelluläre und molekulare Mediatoren zur Stimulation regenerativer Prozesse zu identifizieren.

Sowohl intrinsische wie milieu-abhängige Mechanismen zur Kontrolle der epigenetischen Programmierung, Zellexpansion, Differenzierung, Migration, Organogenese und krankheitsabhängigen Regeneration fanden Beachtung.

Stimuliert durch diese Erkenntnisse wurden innovative Ansätze für regenerative Therapien unter Verwendung neuartiger (möglichst postnataler) Zellquellen getestet, die  mittels genetischen, epigenetischen oder matrixbasierten Prinzipien modifiziert wurden.


HBRS - seit 2000

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Im Jahr 2000 gegründet verwaltet die interdiziplinäre Graduirtenschule Hannover Biomedical Research School (HBRS) alle existierenden und zukünftigen MD- / PhD-Profgramme. Die HBRS koordiniert die Programme und steht für eine exzellente Ausbildung, fördert Integration sowie Motovation und treibt den interdisziplinären Austausch von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern voran.

Die Ausbildung der Studierenden wird kompletiert durch ein Angebot an internationalen Gastdozierenden und Sommerschulen. 2006 wurde die HBRS im Rahmen der Förderlinie Graduiertenschulen der Exzellenzinitiative mit dem Titel „Exzellenz” ausgezeichnet. Seit 2023 ist die HBRS eingebettet in das Dekanat für Akademische Karriereentwicklung, um die angehenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler optimal zu fördern.


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Forschende stellen ihre Projekte vor

Copyright: EXZELLENT ERKLÄRT - SPITZENFORSCHUNG FÜR ALLE

Exzellent Erklärt - Hearing4All

Prof. Dr. Christiane Thiel ist seit 2005 an der Universität Oldenburg im Bereich Biologische Psychologie, Dr.-Ing. Thomas S. Rau (MHH, HNO) leitet die AG „Computer Assisted Surgery und…

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Copyright: EXZELLENT ERKLÄRT - SPITZENFORSCHUNG FÜR ALLE

Exzellenz Erklärt - RESIST

Prof. Dr. Dorothee Viemann ist Fachärztin für Kinderheilkunde- und Jugendmedizin. Sie erforscht Ursachen / Therapiemöglichkeiten der Infektanfälligkeit und immunologischen Schwächen.

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Wissenschaftsstandort MHH

Akademische Karriereentwicklung und Forschungsprofil

Die MHH hat sich seit ihrer Gründung zu einer der profiliertesten biomedizinischen Einrichtungen in Deutschland entwickelt. Sie ist nicht nur ein überregionales Referenzzentrum, sondern ist in den Bereichen der schweren, komplexen und seltenen Erkrankungen über nationale Grenzen hinweg bekannt und angesehen. Die MHH verfolgt das Ziel, mit einer gezielten Schwerpunktbildung langfristig Spitzenleistung zu erbringen. Diese Spitzenleistungen basieren auf den drei etablierten Forschungsschwerpunkten „Infektion & Immunität“, „Transplantation & Regeneration“ und „Biomedizintechnik & Implantate“ sowie dem neuen Potentialbereich „Onkologie“.

Beim Förderprogramm Exzellenzinitiative zur Förderung der universitären Spitzenforschung (2005–2018) von Bund und Ländern konnte sich die MHH in zwei Förderlinien erfolgreich durchsetzen: einerseits in der Förderlinie Graduiertenschule mit der Hannover Biomedical Research School (HBRS, 2006–2012) und andererseits in der Förderlinie Exzellenzcluster mit EXC REBIRTH (2006–2018) und in der zweiten Programmphase mit EXC Hearing4All (2012–2018). Beim Förderprogramm Exzellenzstrategie (erste Phase 2019–2025) war die MHH erfolgreich mit der Einwerbung des Exzellenzclusters EXC RESIST und der Verlängerung des EXC Hearing4All (2019–2025). An diesen Erfolg soll die nächste Runde der Exzellenzstrategie (2026–2032) anknüpften. Außerdem war die MHH danach zusammen mit der LUH in der Förderlinie Exzellenzuniversität mit dem Universitätsverbund Leibniz Alliance Hannover (LEAH) angetreten. Der LEAH-Verbundantrag kam unter die letzten 18, aber leider nicht unter die 11 geförderten Anträge.

Die 2000 gegründete und bei der Exzellenzinitiative 2006 ausgezeichnete HBRS vereint als Graduiertenschule verschiedene Förderprogramme auf Ebene der Doktorandenausbildung, vor allem von Naturwissenschaftler:innen und Mediziner:innen. Darüber hinaus ist unter dem Dach des Dekanats für Akademische Karriereentwicklung die komplette Nachwuchsförderung der MHH integriert. Unter diesem Dach sind die bestehenden Clinician Scientist Programme wie Junge Akademie, PRACTIS und TITUS für Mediziner sowie Advanced Clinician-Scientist-Programme wie das Pilotprojekt CORE100PILOT (gefördert durch EKFS und Land Niedersachsen) verankert und neue Initiativen wie Programme zur Förderung von Medical Scientists, insbesondere auch im Bereich der fortgeschrittenen Wissenschaftler:innen aufgelegt. Das Dekanat wird außerdem in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle FWT2 aktiv hochqualifizierte Mediziner:innen bzw. Nachwuchswissenschaftler:innen identifizieren und bei der Antragstellung für individuelle Einzelexzellenzförderungen, wie z.B. Emmy Noether- und Heisenberg-Programm der DFG, unterstützen. Die MHH will auch ihr Engagement bei der erfolgreichen Einwerbung von ERC-Grants signifikant verbessern und in Frage kommende Bewerber:innen individuell bei der Antragstellung unterstützen.

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