nackter Bauch einer Frau

Betriebsärztlicher Dienst

Impfung gegen Hepatitis A und B

Hepatitis A

 

Allen Beschäftigten, die mit humanen Stuhlproben arbeiten bzw. mit Patientenstuhl in Kontakt kommen, bieten wir die Hepatitis-A-Impfung an.

Informationen zu unseren Impfsprechzeiten finden sie hier.

 

Wie wird Hepatitis A übertragen?

Eine Übertragung von Hepatitis A findet nur fäkal-oral statt; d.h. Sie müssen Stuhl eines infizierten Patienten in die Mund- oder Augenschleimhaut bekommen, um sich selbst anzustecken.

 

Wer sollte gegen Hepatitis B geimpft werden?

Allen MHH- Angestellten, Auszubildenden und Studenten, die Patientenkontakt haben bzw. Kontakt zu infektiösem oder potenziell infektiösem Material haben, wird eine Hepatitis A-Impfung empfohlen.

Ebenfalls gibt es eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts für Mitarbeiter/innen in Kindertagesstätten, sowie für alle Mitarbeiter/innen, die bei der Verarbeitung von Lebensmitteln mitwirken, um einer Verbreitung durch eine mögliche eigene Infektion an andere entgegenzuwirken.

 

Vorgehen

Die Impfung erfolgt intramuskulär in den Oberarm. Sind Sie noch nicht geimpft, ist eine zweimalige Impfung zur Durchführung der Grundimmunisierung erforderlich. Dies erfolgt nach dem Impfschema: 0-6 Monate.

Nach erfolgter Grundimmunisierung können Sie von einem Impfschutz von mindestens 25 Jahren ausgehen.

 

Titerbestimmungen

Titerbestimmungen bzgl. Hepatitis A sind nur im Vorfeld einer möglichen Impfung sinnvoll, um eine ggf. bereits durchgemachte Infektion auszuschließen. Eine Titerbestimmung nach einer Impfung zur Kontrolle des Impferfolges ist nicht sinnvoll und notwendig.

 

Allgemeine Unverträglichkeiten

Wenn Sie eine Allergie haben, gerade eine Desensibilisierung durchmachen, an einer Autoimmunerkrankung leiden, mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten behandelt werden oder bei früheren / anderen Impfungen Unverträglichkeiten hatten, informieren Sie uns bitte beim entsprechenden Impftermin darüber damit wir gemeinsam ein individuelles Vorgehen besprechen können. Über mögliche Nebenwirkungen, die als Folge der Impfung auftreten können, klären wir in einem ausführlichen Gespräch vor der Impfung auf.

 

 

Hepatitis B

 

Allen Beschäftigten, die mit Blut, Blutbestandteilen, anderen humanen Körperflüssigkeiten oder Geweben arbeiten bzw. in Kontakt kommen, sowie allen Studierenden der MHH bieten wir die Hepatitis-B-Impfung an.

Informationen zu unseren Impfsprechzeiten finden sie hier.

 

Allgemeine Informationen

Die Hepatitis B ist bei Beschäftigten des Gesundheitswesens eine sehr gefürchtete Infektionskrankheit, da sie in bis zu 1% der Erkrankungsfälle einen tödlichen Ausgang hat und zu 5-10% chronisch verläuft. Nicht selten kommt es infolge der chronischen Leberentzündung zu einer Leberzirrhose und unter Umständen sogar zum Leberkrebs.

 

Wie wird Hepatitis B übertragen?

Bereits kleinste Mengen infektiösen Blutes, das in die eigene Blutbahn gelangt (z.B. durch Stich- oder Schnittverletzungen) kann für eine Ansteckung ausreichen. Neben Blutkontakten kann die Hepatitis B auch sexuell übertragen werden.

 

Wer sollte gegen Hepatitis B geimpft werden?

Allen MHH- Angestellten, Auszubildenden und Studenten, die Patientenkontakt haben bzw. Kontakt zu infektiösem oder potenziell infektiösem Material haben, wird eine Hepatitis B-Impfung empfohlen.

 

Vorgehen

Die Impfung erfolgt intramuskulär in den Oberarm. Sind Sie noch nicht geimpft, ist eine dreimalige Grundimmunisierung erforderlich. Dies erfolgt nach dem Impfschema: 0-1-6 Monate.

 

Titerbestimmungen

Vor Grundimmunisierung:

Über eine Blutuntersuchung vor der ersten Impfung wird festgestellt, ob Sie schon einmal eine Hepatitis B-Infektion durchgemacht haben. Falls nicht, kann mit der Grundimmunisierung begonnen werden.

Nach der Grundimmunisierung:

4-8 Wochen nach der dritten Impfung wird durch eine Blutuntersuchung überprüft, ob Sie einen ausreichenden Antikörpertiter (anti-HBs) entwickelt haben.

  • Bei einem Titer < 100 IU/l wird eine weitere Impfung empfohlen
  • Bei einem Titer > 100 IU/l kann von einem Schutz von mindestens 10 Jahren ausgegangen werden

 

Allgemeine Unverträglichkeiten

Wenn Sie eine Allergie haben, gerade eine Desensibilisierung durchmachen, an einer Autoimmunerkrankung leiden, mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten behandelt werden oder bei früheren / anderen Impfungen Unverträglichkeiten hatten, informieren Sie uns bitte beim entsprechenden Impftermin darüber damit wir gemeinsam ein individuelles Vorgehen besprechen können. Über mögliche Nebenwirkungen, die als Folge der Impfung auftreten können, klären wir in einem ausführlichen Gespräch vor der Impfung auf.