2026
Event Review: Diversität im Gesundheitswesen - Gesundheit intersektional denken Barrieren abbauen, Zugänge gestalten (11.06.2026)
Dupe Alabede and Gina Bianca Stapper attended a worshop organised by LVG & AFS Nds. HB e. V. on diversity-sensitive healthcare, covering sexuality and diversity in care settings (with Hannah Burgmeier & Hanna Pawel of vielfältig. GmbH) and gender-sensitive healthcare systems, illustrated through the gaps in breast cancer screening for trans*, intersex, and non-binary people (with Dr. Dr. Mo Urban of ZGF Bremen). This was a strong reminder that intersectional, structural barriers, which goes beyond individual attitudes shapes who gets seen, diagnosed, and cared for in the health systems.
Geflüchtete haben nach ihrer Ankunft in Deutschland oft einen erhöhten medizinischen Versorgungsbedarf. Beim Zugang zur Gesundheitsversorgung sind sie jedoch mit verschiedenen Hürden konfrontiert. Auswertungen der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten für die Jahre 2023 und 2024 zeigen, dass wahrgenommene Wartezeiten, große Entfernungen und finanzielle Hürden die bedarfsgerechte Versorgung in den ersten Jahren nach Ankunft einschränken. Zudem bereitet die Orientierung im komplexen deutschen Gesundheitssystem vielen Geflüchteten Schwierigkeiten, etwa beim Finden professioneller Hilfe, beim Verständnis medizinischer Abläufe oder bei Vorsorgeuntersuchungen. Diese Herausforderungen betreffen sowohl Geflüchtete aus der Ukraine als auch aus anderen Herkunftsländern, unterscheiden sich jedoch nach der Aufenthaltsdauer. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung niedrigschwelliger Unterstützungsangebote, etwa durch Gesundheitslotsinnen. Der Abbau rechtlicher und organisatorischer Zugangshürden ist dabei nicht nur aus gesundheitlicher, sondern auch aus ökonomischer Perspektive sinnvoll: Verzögerte oder ausbleibende Behandlungen erhöhen das Risiko vermeidbarer Folgekosten. Einschränkungen im rechtlichen Anspruch auf Gesundheitsversorgung bergen hingegen das Risiko weiterer Versorgungslücken.
In: DIW Wochenbericht 93 (2026), 22, S. 331-337
Der Link zum Heft: https://www.diw.de/de/diw_01.c.1009027.de/publikationen/wochenberichte/2026_22/heft.html
20.06.2026:
Öffentliches Bürger*innenforum „Aktiv werden gegen Diskriminierung in der Gesundheitsversorgung! Über Barrieren, Vorurteile und Veränderungspotentiale“. Eine Veranstaltung im Rahmen des Zukunftsdiskursprojekts „Diskriminierung in der Gesundheitsversorgung – Expertisen und Erfahrungen entlang von Rassismus, Behinderung und Geschlecht“. Im Rahmen der Veranstaltung möchten wir nicht nur für verschiedene Formen von Diskriminierung im Gesundheitswesen sensibilisieren, sondern auch bereits bestehende Strukturen, Initiativen und Akteur*innen in und um Hannover sichtbar machen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der VHS Hannover.