HUMAN-LS: Health Equality, Migration, and Diversity – Data Driven Assessment of Disparities, Digitization, and Diversity in Prevention, Medical Care, and Nursing Care in Lower Saxony
Laufzeit: 10/2025 - 09/2030
Ein Gemeinschaftsprojekt der:
Medizinischen Hochschule Hannover
- Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung
- Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie
Leibniz Universität Hannover
- Institut für Gesundheitsökonomie
- Institut für Versicherungsbetriebslehre
- Institut für Wirtschaftsinformatik
Center for Health Economics Research Hannover (CHERH)
Das CHERH ist ein Zentrum, in dem Mediziner*innen, Ökonom*innen und Gesundwissenschaftler*innen der Leibniz Universität Hannover (LUH) sowie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gemeinsam an gesundheitsökonomischesn Themen forschen.
Newsfeed
Hier finden Sie Publikationen und interne wie externe Veranstaltungen im Themenbereich Migration, Diversität und Gesundheitsversorgung
Publikation: Wochenbericht der DIW Berlin (22/2026) - Gesundheitssystem bleibt für Geflüchtete in den ersten Jahren nach Ankunft schwer zugänglich / Louise Biddle, Andrea Marchitto, Elena SommerGeflüchtete haben nach ihrer Ankunft in Deutschland oft einen erhöhten medizinischen Versorgungsbedarf. Beim Zugang zur Gesundheitsversorgung sind sie jedoch mit verschiedenen Hürden konfrontiert. Auswertungen der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten für die Jahre 2023 und 2024 zeigen, dass wahrgenommene Wartezeiten, große Entfernungen und finanzielle Hürden die bedarfsgerechte Versorgung in den ersten Jahren nach Ankunft einschränken. Zudem bereitet die Orientierung im komplexen deutschen Gesundheitssystem vielen Geflüchteten Schwierigkeiten, etwa beim Finden professioneller Hilfe, beim Verständnis medizinischer Abläufe oder bei Vorsorgeuntersuchungen. Diese Herausforderungen betreffen sowohl Geflüchtete aus der Ukraine als auch aus anderen Herkunftsländern, unterscheiden sich jedoch nach der Aufenthaltsdauer. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung niedrigschwelliger Unterstützungsangebote, etwa durch Gesundheitslotsinnen. Der Abbau rechtlicher und organisatorischer Zugangshürden ist dabei nicht nur aus gesundheitlicher, sondern auch aus ökonomischer Perspektive sinnvoll: Verzögerte oder ausbleibende Behandlungen erhöhen das Risiko vermeidbarer Folgekosten. Einschränkungen im rechtlichen Anspruch auf Gesundheitsversorgung bergen hingegen das Risiko weiterer Versorgungslücken.
In: DIW Wochenbericht 93 (2026), 22, S. 331-337
Der Link zum Heft: https://www.diw.de/de/diw_01.c.1009027.de/publikationen/wochenberichte/2026_22/heft.html
20.06.2026:
Öffentliches Bürger*innenforum „Aktiv werden gegen Diskriminierung in der Gesundheitsversorgung! Über Barrieren, Vorurteile und Veränderungspotentiale“. Eine Veranstaltung im Rahmen des Zukunftsdiskursprojekts „Diskriminierung in der Gesundheitsversorgung – Expertisen und Erfahrungen entlang von Rassismus, Behinderung und Geschlecht“. Im Rahmen der Veranstaltung möchten wir nicht nur für verschiedene Formen von Diskriminierung im Gesundheitswesen sensibilisieren, sondern auch bereits bestehende Strukturen, Initiativen und Akteur*innen in und um Hannover sichtbar machen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der VHS Hannover.
11.06.2026
Gesundheit ist mehr als medizinische Versorgung – sie ist eingebettet in gesellschaftliche Strukturen, Zugänge und Barrieren. In diesem Workshop werfen wir einen intersektionalen Blick auf Gesundheitsversorgung und gesundheitliche Ungleichheiten.
Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie auf der Seite der Landesvereinigung Gesundheit Niedersachen Bremen e.V.
Hier finden Sie ältere News, Publikationen und Veranstaltungen!
Wir erforschen
wie verschiedene Faktoren den Zugang zu und die Inanspruchnahme von gesundheitlicher Versorgung beeinflussen.
Unsere Zielgruppe sind:
Menschen mit sogenanntem "Migrationshintergrund" sowie intersektional verortete Gruppen.
Das Forschungsziel ist:
- Versorgungslücken zu identifizieren, und
- Ansätze für eine gerechtere Gesundheitsversorgung abzuleiten.
Treten Sie in Kontakt mit dem Projektteam unter human-ls@mh-hannover.de
Allgemeine Projektinformationen in verschiedenen Sprachen
Grundlegende Projektinformationen in verschiedene Sprachen
Project information in different languages
Teilprojekte
Über das Teilprojekt
- Das Ziel dieses Teilprojekts ist es, Barrieren beim Zugang zur Gesundheitsversorgung sowie Versorgungslücken in der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen bei Personen mit unterschiedlichen Migrationshintergründen zu identifizieren
Forschungsgegenstand
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Intersektionale Ungleichheiten
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Ungedeckter Bedarf und verspätete Behandlung
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Arbeitsbedingungen, Analyse von Wirtschaftssektoren und gesundheitliche Muster der erwerbstätigen Bevölkerung mit Migrationshintergrund
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Unerwünschte Versorgungsergebnisse (vermeidbare Krankenhausaufenthalte, unerwünschte Ereignisse, Abweichungen von Leitlinien)
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Versorgungspfade (Versorgungskontinuität, hausarztzentrierte Versorgung, Zeit bis zum Behandlungsbeginn)
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Früherkennung (Inanspruchnahme der U- und J-Untersuchungen im Kindes- und Jugendalter sowie Prävention)
Ansatz
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Das Teilprojekt wird umfassende quantitative Datenanalysen unter Verwendung eines breiten Spektrums an Datenquellen durchführen. Zu Beginn werden systematische Übersichtsarbeiten erstellt, um bestehende Forschungslücken hinsichtlich des Zugangs zur und der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen bei Personen mit Migrationshintergrund im Vergleich zu Personen ohne Migrationshintergrund zu identifizieren. Es folgen detailliertere quantitative Analysen auf der Basis verschiedener Datenquellen, darunter unter anderem AOK Niedersachsen-Routinedaten, das sozio-ökonomische Panel (SOEP), die Nationale Kohorte (NAKO) und das International Social Survey Programme (ISSP). . Anknüpfend an die Routinedatenwird eine Befragung von bei der AOK Niedersachsen versicherten Personen durchgeführt, um vertiefende, auf die spezifischen Forschungsfragen zugeschnittene Informationen zu erheben, beispielsweise zu Diskriminierungserfahrungen, Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie patientenberichteten Outcomes.
Material & Methoden
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Systematische Reviews
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Retrospektive Analyse Survey-Daten
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Sozioökonomisches Panel (SOEP)
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International Social Survey Programme (ISSP)
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DeZIM-Panel
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Routinedatenanalyse
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AOK Niedersachsen
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Querschnittserhebung von Befragungsdaten
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Verknüpfung mit den AOK Niedersachsen Routinedaten
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Team
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MHH Team
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Prof. Dr. Christian Krauth (Ansprechperson für das Teilprojekt)
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LUH Team
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AOK Team
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Imke Meißner
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Dr. Jona Theodor Stahmeyer
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Publikationen
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tba
Weiterführende Literatur
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Kajikhina K, Koschollek C, Sarma N, et al. Recommendations for collecting and analysing migration-related determinants in public health research. J Health Monit. 2023 Mar;8(1):52-72.
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Louise Biddle, Barbara Stacherl, Ellen Heidinger Perceived discrimination among migrants in Germany: Does social capital moderate harmful effects on mental health?, Social Science & Medicine, Volume 370, 2025, 117854, ISSN 0277-9536, https://doi.org/10.1016/j.socscimed.2025.117854. (https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0277953625001832)
Über das Teilprojekt
- Im Teilprojekt B1 werden gesundheitliche Ungleichheiten sowie spezifische Versorgungsbedarfe von LGBTQIA*-Personen mit und ohne Migrationshintergrund in Niedersachsen untersucht.
- Ziel ist es, Barrieren im Zugang, in der Nutzung und in der Qualität der Gesundheitsversorgung zu identifizieren und darauf aufbauend Empfehlungen für eine diskriminierungsfreie und bedarfsgerechte Versorgung zu entwickeln. Ein besonderer Fokus liegt auf der psychischen Gesundheit.
Forschungsgegenstand
Untersuchung von Zugangsbedingungen, Verfügbarkeit und Qualität von Gesundheitsleistungen sowie spezifischen Bedarfen von LGBTQIA*-Personen, insbesondere unter Berücksichtigung von Migrationserfahrungen.
Übergeordnete Forschungsfragen
- Welche strukturellen, institutionellen und individuellen Barrieren beeinflussen den Zugang zur Gesundheitsversorgung von LGBTQIA*-Personen, insbesondere mit Migrationshintergrund?
- Welche spezifischen Versorgungsbedarfe bestehen im Hinblick auf Diagnostik, Behandlung und insbesondere psychische Gesundheit?
- Welche Maßnahmen sind erforderlich, um eine diskriminierungsfreie, bedarfsgerechte Versorgung nachhaltig zu verbessern?
Ansatz
- Das Teilprojekt verfolgt einen Mixed-Methods-Ansatz, der drei zentrale Komponenten umfasst: eine systematische Bestandsaufnahme von Versorgungsangeboten sowie die Identifikation von Forschungslücken, eine qualitative Erhebung von Erfahrungen, Bedürfnissen und Perspektiven von Betroffenen und Expert*innen sowie eine quantitative Analyse von Sekundärdaten zur Identifikation von Versorgungslücken, insbesondere im Bereich der psychischen Gesundheit.
Methoden
- Recherche zu Expert*innen, Angeboten und Versorgungslücken in Niedersachsen (Status Quo Analyse)
- Literaturrecherche zu Diagnostik, Behandlung und Bedarfen von LGBTQIA*-Personen
- Qualitative Interviews/Befragungen mit Betroffenen und Expert*innen nach gezielter Rekrutierung (u. a. MHH)
- Analyse von Patient*innen- und Sekundärdaten zur Versorgungssituation (v. a. psychische Gesundheit)
- Bündelung der Ergebnisse und Ableitung von Empfehlungen zur Verbesserung der Versorgung
Team
- Leitung:
- Mitarbeitende:
- Doktorand*in an der MHH (Klinik für Psychiatrie) tba
-
M.Sc. Marie-Theres Mayr
Publikationen
- tba
Weiterführende Literatur
Über das Teilprojekt
Wir erforschen, welche Erfahrungen und EntscheidungenFrauen mit sogenannten "Migrationshintergrund" in Bezug auf die Familienplanung und den Zugang zu Verhütung in der Schwangerschaft und nach Geburten in Niedersachsen machen.
Forschungsgegenstand
Individuelle Erfahrungen, Wissen und Entscheidungsmechanismen von Frauen mit "Migrationshintergrund" in Bezug auf den Zugang, die Verfügbarkeiten, sowie Herausforderungen und Barrieren im Zugang zu Geburts- und gynäkologischer Versorgung und der Familienplanung.
Übergeordnete Forschungsfragen
- Was erleben Migrantinnen in Niedersachsen beim Zugang zu und bei der Entscheidung über Familienplanung Verhütungsmittel nach einer Geburt?
- Wie beeinflussen strukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen sowie Wissenslücken diese Erfahrungen und die Unterstützung, die Migrantinnen erhalten?
- Was benötigen Frauen mit Migrationshintergrund, um ihre reproduktive Autonomie und ihre Erfahrungen in der Familienplanung innerhalb des deutschen Gesundheitssystems zu verbessern?
Ansatz
Das Fundament der Forschung bildet der Mixed-Methods Ansatz.
Die methodische Dreiteilung in Systematic Review, welcher das Ziel hat bestehende Wissenlücken im Blick auf die weltweite Gesamtsituation zur Familienplanung und Verhütung Frauen mit Migrationshintergrund zu identifizieren.Qualitative Interviews und Fokusgruppen, die gelebte Erfahrungen junger Frauen, ihre individuellen Barrieren und Erfahrungen im Details betrachten und die Quantitative Datenanalyse, welche sich Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland anschaut, um gezielte Versorgungslücken zu identifizieren.
Methoden
- Systematic Review,
- Qualitative Interviews und Fokusgruppen,
- Quantitative Datenanalyse von Abrechnungsdaten
Team
- Prof. Dr. Christian Krauth
- Dr. Kathrin Krüger
- Gina Bianca Stapper, M.Sc. ((she /her) Ansprechperson für das Teilprojekt)
Publikationen
- tba
Weiterführende Literatur
- z.B. RKI Bericht - Gesundheit von Frauen mit Migrationshintergrund
Über das Teilprojekt
- Im Teilprojekt B3 wird untersucht, wie Pflegeheimqualität aus Sicht von Bewohner:innen und Angehörigen in Niedersachsen wahrgenommen wird und wie Diversität, Migrationserfahrung und Kultursensibilität in ein nutzer:innenbasiertes Qualitätsmaß für stationäre Langzeitpflege integriert werden können.
- Ausgangspunkt ist der Consumer Choice Index Six Dimension (CCI-6D), ein Instrument zur Bewertung von Pflegeheimqualität aus Nutzer:innenperspektive. B3 prüft, wie der CCI-6D in Deutschland eingesetzt werden kann und ob eine zusätzliche Dimension zu Diversität/Kultursensibilität verständlich, messbar und praktisch anwendbar ist.
Forschungsgegenstand
Entwicklung, deutsche Adaptation und Anwendung eines nutzer:innenbasierten Qualitätsindex für Pflegeheime, mit besonderem Fokus auf migrationsbezogene und intersektionale Versorgungsbedarfe.
Übergeordnete Forschungsfragen
- Wie gewichten Bewohner:innen und Angehörige die bestehenden CCI-6D-Dimensionen von Pflegeheimqualität im deutschen Kontext?
- Lässt sich Diversität/Kultursensibilität als verständliche zusätzliche Qualitätsdimension formulieren? Welche Relevanz hat diese?
- Wie verändert eine Intervention die wahrgenommene Qualität in Pflegeheimen?
Ansatz
- Das Teilprojekt verfolgt einen Mixed-Methods-Ansatz. Zunächst werden deutsche Präferenzgewichte für die sechs CCI-6D-Dimensionen auf Basis eines Discrete-Choice-Experiments erhoben. Anschließend wird eine mögliche siebte Dimension zu Diversität/Kultursensibilität literaturbasiert und qualitativ entwickelt, kognitiv geprüft und für eine Anwendung im Feld vorbereitet. In einem weiteren Schritt soll der Index in Pflegeheimen eingesetzt werden, um wahrgenommene Qualität und mögliche Interventionseffekte zu untersuchen.
Methoden
- Literaturrecherche zu CCI-6D, nutzer:innenbasierten Qualitätsmaßen, Kultursensibilität und Diversität in der Langzeitpflege
- Discrete-Choice-Experiment mit Bewohner:innen und Angehörigen zur Ermittlung deutscher CCI-6D-Präferenzgewichte
- Qualitative Interviews, cognitive probing und Pretest zur Entwicklung und Prüfung einer möglichen 7D-Dimension
- Auswertung von Qualitätsberichten als Konvergenztest
- Feldanwendung/Feldexperiment in kooperierenden Pflegeheimen mit Treatment- und Kontrollgruppe; Qualitätsmaße als Outcome
Team
- Leitung:
- Mitarbeitende:
Publikationen
- tba
Weiterführende Literatur (Auswahl)
- Milte, R., Ratcliffe, J., Bradley, C., Shulver, W., & Crotty, M. (2019). Evaluating the quality of care received in long-term care facilities from a consumer perspective: Development and construct validity of the Consumer Choice Index-Six Dimension instrument. Ageing & Society, 39(1), 138-160. doi.org/10.1017/S0144686X17000861
- Milte, R., Ratcliffe, J., Chen, G., & Crotty, M. (2018). What characteristics of nursing homes are most valued by consumers? A discrete choice experiment with residents and family members. Value in Health, 21(7), 843-849. doi.org/10.1016/j.jval.2017.11.004
- Milte, R. K., Mpundu-Kaambwa, C., Chen, G., Crotty, M., & Ratcliffe, J. (2022). What constitutes preferred long-term care provided in residential aged care facilities? An empirical comparison of the preferences of the general population, residents, and family members. Value in Health, 25(2), 257-267. doi.org/10.1016/j.jval.2021.09.001
- Milte, R. K., Jadczak, A. D., Visvanathan, R., & Ratcliffe, J. (2024). Evidence for the external validity of the Consumer Choice Index Six Dimension (CCI-6D) for people living in residential aged care with dementia. Ageing & Society, 44(12), 2755-2776. doi.org/10.1017/S0144686X23000247
Über das Teilprojekt
- Wir erforschen gesundheitliche Ungleichheiten im Zugang zur psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung von Menschen mit migrationsspezifischen Determinanten sowie die Möglichkeiten zur Verbesserung der Versorgung.
Forschungsgegenstand
- Namensbasierte Diskriminierung bei der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung
- Ethnokulturelle Bezugnahme (Broaching) im psychotherapeutischen Prozess
- Einfluss migrationsspezifischer Determinanten (MsD) auf das Zustandekommen und die Entscheidungsprozesse im Kontext von Zwangsmaßnahmen in der psychiatrischen Akutversorgung.
Forschungsfragen
- Im ersten Projekt wird untersucht, ob und in welchem Ausmaß ambulante Psychotherapeut:innen bei der Aufnahme neuer Patient:innen Selektionsentscheidungen in Abhängigkeit von Nationalität und sozioökomischen Status treffen.
- Das zweite Projekt fokussiert die Rolle der ethnokulturellen Bezugnahme (Broaching) im therapeutischen Prozess. Dabei wird untersucht, wie sich das Ansprechen ethnokultureller Aspekte durch Behandler:innen auf behandlungsbezogene Einstellungen und Bewertungen bei Menschen mit migrationsspezifischen Determinanten auswirkt. Ziel ist es, Faktoren zu identifizieren, die die Therapieerwartung und damit möglicherweise auch den Behandlungserfolg verbessern.
- Das dritte Projekt untersucht die Anwendung von Zwangsmaßnahmen auf psychiatrischen Akutstationen. Durch qualitative Interviews mit Patient:innen und Behandler:innen werden unterschiedliche Perspektiven auf Entscheidungsprozesse, Erfahrungen und Bewertungen dieser Maßnahmen analysiert, mit dem Ziel, mögliche Zusammenhänge zwischen migrationsspezifischen Determinanten und Entscheidungsprozessen, der therapeutischen Beziehung sowie Erfahrungen im Zusammenhang mit Zwangsmaßnahmen zu identifizieren.
Methoden
- Projekt 1: Korrespondenzstudie, quantitative Auswertung
- Projekt 2: Experimentelle Studie und qualitative Interviews
- Projekt 3: Qualitative Interviews
Team
- Prof Dr. med Kai G. Kahl
- Dr. Ivo Heitland
- Chiara Jacobi
- Tamar Unger
- Ellyn Saenger
- Weitere beteiligte Personen
Publikationen
- tba
Weiterführende Literatur
- tba
Über das Teilprojekt
- Wir erforschen Bevölkerungsgruppen mit lang-, mittel- und kurzfristigem Migrationshintergrund inkl. Geflüchtete (Zielgruppen), die aufgrund historischer, wirtschaftlicher, sozialer und bildungsbezogener Faktoren von einer „Digitale Kluft“ betroffen sind, d.h. der Zugang zu wertvollen, aktuellen Informationen und IT über Gesundheitsversorgung und Pflege ist unterschiedlich und oft mangelhaft.
Forschungsgegenstand
- Wir analysieren viel genutzte Medien, z.B.Internetseiten und Posts/Videos in typischen Sozialen Netzwerken (Facebook, TicToc usw.).
Übergeordnete Forschungsfragen
- In welchen Medien sind welche Informationen zur „Digitalen Kluft“ und zur Benachteiligung der Zielgruppen zu finden und wie können diese Informationen (semi-)automatisiert gesammelt werden (Scraping Software-Roboter)?
- Welche Ergebnisse und Erkenntnisse lassen sich aus großen Textmengen – inkl. Textextraktion aus Videos – (semi-)automatisiert gewinnen bzw. ableiten?
- Wie können durch Interventionen – auch automatisiert mehrsprachig für die Zielgruppen – in verschiedenen Medien und in Apps die „Digitalen Kluft“ überwunden und Benachteiligungen reduziert werden, insbes. in Niedersachsen?
Ansatz
- Zuerst identifizieren wir viel genutzte Medien der Zielgruppen.
- Dann sammeln wir (semi-)automatisiert Posts und Videos in viel genutzte Medien, u.a. auch türkisch, ukrainisch, arabisch, sowie weitere Sprachen, die ggf. auch automatisiert übersetzt und transkribiert werden. Downloads, Transkriptionen und Übersetzungen erfolgen (semi-)automatisiert mit Scraping Robotern und KI APIs großer Generative KI Anbieter.
- Für die großen Textmengen erfolgen dann KI-basierte Inhaltsanalysen und Stimmungsanalysen.
- Für Interventionen werden wir ggf. automatisiert übersetzte Beiträge in Medien und Apps posten, die zielgruppenspezifische Gesundheits- und Pflegeinformationen, z.B. zu Vorsorgeuntersuchungen, zu Prävention von Krankheiten, zu Impfungen oder zu Depressionen und Traumata bieten. Wir wollen auch eine benutzerfreundliche, mehrsprachige Android-App und leicht verständliche, mehrsprachige Internetseiten anbieten. Zusätzlich sollen Informationen in Moscheen, Frauenhäusern und über Flüchtlingsorganisationen auch in Papierform verteilt werden, insb. in der Region Hannover. Android-App und Websiten müssen auch ein nutzerfreundliches Feedback ermöglichen, um Nutzung, Akzeptanz und Erfolg messen und iterativ verbessern zu können.
Methoden
- (Semi-)Automatisiertes Scraping von Websiten und Sozialen Netzwerken.
- Qualitative, (cebookisiertes Scraping vonge (semi-)automatisierte, KI-basierte Inhaltsanalysen und Stimmungsanalysen von großen Textmengen.
- Nutzungs-, Akzeptanz- und Erfolgsanalysen der Interventionen in viel genutzte Medien und der Android-App.
Team
- Prof. Dr. Michael H. Breitner
- Fenja Schulte
- Finn Borchers
- Sarah Damouni
Über das Teilprojekt
Das Teilprojekt C - „Diversity, Equity & Inclusion (DEI)“ untersucht, wie Diversität, Chancengleichheit und Inklusion strategisch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen verankert werden können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie DEI als Führungs- und Managementaufgabe systematisch in Organisationen des Gesundheitswesens integriert werden kann.
Hintergrund ist, dass Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen zunehmend diverser werden – sowohl hinsichtlich der Patient:innen als auch der Beschäftigten. Gleichzeitig fehlen bislang häufig nachhaltige organisatorische Strategien, um Diversität strukturell in Governance, Personalentwicklung und Organisationskultur einzubetten.
Das Teilprojekt analysiert deshalb internationale Beispiele aus Nordamerika und Skandinavien und untersucht, welche Ansätze auf Niedersachsen übertragbar sind. Ziel ist die Entwicklung praxisorientierter Handlungsempfehlungen und Leitlinien für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen.
Ziele
- Untersuchung der Implementierung von DEI in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.
- Analyse internationaler Strategien und Good-Practice-Beispiele.
- Entwicklung praxisnaher Empfehlungen für Niedersachsen.
- Förderung nachhaltiger und inklusiver Organisationsstrukturen im Gesundheitswesen.
Methoden
Mixed-Methods:
- Scoping Review & Kontextanalyse
- Systematische Analyse internationaler Forschung zu DEI im Gesundheitswesen.
- Untersuchung politischer und institutioneller Rahmenbedingungen.
- Quantitative Befragung
- Vollerhebung aller Krankenhäuser in Niedersachsen.
- Befragung von Pflegeeinrichtungen zu Organisationskultur, Personalmanagement und DEI-Maßnahmen.
- Qualitative Forschung
- Interviews mit Führungskräften und Diversity-Verantwortlichen.
- Fokusgruppen mit Pflegekräften und weiteren Stakeholdern.
- Internationale Fallstudien
- Untersuchung von DEI-Strategien in Nordamerika und Skandinavien.
- Analyse erfolgreicher Implementierungsansätze und möglicher Transferpotenziale.
Team