Review aktueller Methoden in der 3D Lungenbildgebung

15.07.2026

https://www.frontiersin.org/journals/physiology/articles/10.3389/fphys.2026.1805715/full

Die Lunge verfügt über einen sehr heterogenen Aufbau. Daher ist es von hoher Bedeutung, pathologische Veränderungen nicht nur festzustellen, sondern auch zu verorten. In einer Übersichtsarbeit, erschienen in Frontiers in Physiology, werden verschiedene aktuelle Ansätze der Lungenbildgebung unter diesem Aspekt einander gegenübergestellt.

Die umfangreichsten Fähigkeiten verspricht eine Kombination aus µCT und Lichtmikroskopie, ggf. unter der Verwendung immunhistochemischer Marker. Einen Mehrwert versprechen die untersuchten Methoden bei der Formulierung gezielter Behandlungsstrategien und der Übertragung von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung auf den Menschen.

Hier gehts zur Publikation: Frontiers | Methods to localize cell specific alterations within the 3D context of the lung


Dankesfeier der Studierenden

17.06.2026

Zum Abschluss des Präparierkurses fand eine Gedenkveranstaltung zu Ehren der Menschen statt, die ihren Körper vermacht haben. Diese wurde gemeinsame durch die Studierenden des ersten Studienjahres und dem Team der Hochschulseelsorge organisiert. Eine Studentin (Nele Köster) beschreibt ihre Eindrücke von der Dankesfeier „Spuren, die bleiben“ im Folgenden:

 

Mit einer ruhigen und sehr respektvollen Dankesfeier haben die Studierenden der Human- und Zahnmedizin den diesjährigen Präparierkurs abgeschlossen. Nach den intensiven Wochen im Präpariersaal bot der Abend die Möglichkeit, einmal bewusst innezuhalten und die Menschen zu würdigen, die ihre Körper für die Ausbildung zur Verfügung gestellt haben.

Für viele Studierende war der Kurs ein Wendepunkt. Nicht nur, weil man zum ersten Mal mit einem echten menschlichen Körper arbeitet, sondern weil man dabei etwas über sich selbst lernt. Eine Studentin erzählte, wie sie am ersten Kurstag länger am Eingang stehen blieb, bevor sie den Raum betrat – nicht aus Angst, sondern aus Respekt. Solche Momente prägten viele, und sie klangen in der Feier spürbar nach.

In verschiedenen Reden erinnerten die Vortragenden daran, dass die Körperspender die ersten Patientinnen und Patienten der Studierenden seien – Menschen, die über ihren Tod hinaus gelehrt haben.

Die Feier wurde von Studierenden gemeinsam mit Vertretenden der Hochschulseelsorge gestaltet. In kurzen persönlichen Worten beschrieben einige, wie sich ihre anfängliche Unsicherheit im Laufe der Wochen in Dankbarkeit verwandelt hat. Ein studentisches Ensemble begleitete den Abend musikalisch und schuf eine Atmosphäre, in der viele spürten, wie sehr dieser Kurs sie berührt hat.

Als Zeichen des Dankes entzündeten Vertreterinnen und Vertreter der Semestergruppen Kerzen für die Verstorbenen – in Form eines Herzens. Während die Kerzen nacheinander aufleuchteten, wurde es im Raum stiller. Man merkte, dass die Anonymität der Spenderinnen und Spender ihre Individualität nicht aus dem Blick geraten lässt. Hinter jedem Körper stand ein Mensch mit einer Geschichte, die nun Teil der Ausbildung geworden ist.

Die Feier endete mit einem Moment der Stille und der Möglichkeit zum Austausch zwischen Studierenden, Dozierenden und Angehörigen. Viele nutzten die Gelegenheit, um Worte des Dankes zu teilen oder einfach gemeinsam zu stehen und nachzuspüren, was diese Wochen mit ihnen gemacht haben. Der Präparierkurs hinterlässt nicht nur anatomisches Wissen, sondern auch ein Bewusstsein dafür, dass Medizin immer mit Humanität beginnt. Der Dank des Semesters gilt den Menschen, die diese Form des Lernens ermöglicht haben, und ihren Angehörigen.


Kongress des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) in Wiesbaden

09.-11. Juni 2026

 

Auch in diesem Jahr waren wir vom Institut für Funktionelle und Angewandte Anatomie wieder zahlreich auf dem Kongress des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) vertreten. Die Jahrestagung fand dieses Jahr vom 09. - 11. Juni 2026 in Wiesbaden statt. Dr. Jonas Labode hielt einen spannenden Teaservortrag zu seinem Projekt: "Combination of µCT and immunofluorescence for the location-specific assessment of cellular characteristics" und konnte auch im DZL Academy-Quiz glänzen und den 2. Platz mit seinem Team erreichen. Herzlichen Glückwunsch! Außerdem war unser Institut auch mit einigen Posterbeiträgen gut repräsentiert. Es war wieder schön Kolleg*innen und Freund*innen von anderen Standorten wiederzusehen und gemeinsame Ideen auszutauschen und zu diskutieren. Wir freuen uns schon auf die nächste Jahrestagung in 2027!


Neueste Publikation zu Anorexia nervosa

30.04.2026

Darmmikrobiota beeinflusst Stoffwechsel im Gehirn bei Anorexie-Modell

 

Eine aktuelle Studie in Translational Psychiatry zeigt: Die Transplantation menschlicher Darmbakterien (FMT) normalisiert nach Antibiotika-Gabe die mikrobielle Vielfalt und erhöht die BDNF-Expression im Hippocampus – ein Schlüsselprotein für neuronale Plastizität.

Die Ergebnisse der Anorexie-Forschungsgruppe deuten auf einen Zusammenhang zwischen Darmflora, Neuroinflammation und Hirnfunktion hin und liefern neue Ansätze zur Erforschung der Darm-Hirn-Achse bei Essstörungen.

Hier gehts zur Publikation: From gut to brain: effects of fecal microbiota transplants from humans to rats on hippocampal gene regulation - a study on anorexia nervosa