NEUROONKOLOGISCHE BILDGEBUNG

Moderne MRT-Verfahren ermöglichen uns, Veränderungen im Gehirn noch genauer zu untersuchen und Erkrankungen besser zu verstehen. Multiparametrische MRT macht Tumorbiologie sichtbar.

Die Magnetresonanztomographie (MRT) liefert detaillierte Bilder des Gehirns. Mit zusätzlichen, spezialisierten Untersuchungsverfahren können wir nicht nur Veränderungen sichtbar machen, sondern auch wichtige Informationen über deren Eigenschaften, Durchblutung und Stoffwechsel gewinnen.

Besonders bei Hirntumoren helfen uns diese Verfahren, die Erkrankung genauer einzuschätzen und die bestmögliche Behandlung zu planen.

Spezialisierte Verfahren ergänzen die strukturelle MRT und unterstützen Therapieentscheidungen.

Mit modernster MRT-Technologie und innovativen Advanced-Imaging-Verfahren ermöglichen wir eine hochdifferenzierte Diagnostik des Gehirns und des zentralen Nervensystems – weit über die konventionelle Bildgebung hinaus.

Unser spezialisiertes Untersuchungsspektrum umfasst:

  • MR-Spektroskopie "Den Stoffwechsel untersuchen" 
    Wir analysieren bestimmte Stoffwechselprodukte im Gehirn. Das kann helfen, Tumoren und andere Gewebeveränderungen besser zu unterscheiden. Analyse des zerebralen Stoffwechsels und metabolischer Veränderungen. Metabolische Muster (z. B. Cho, NAA, Lipid/Laktat) zur ergänzenden Läsionscharakterisierung.

  • MR-Perfusion (DSC/DCE/ASL) "Die Durchblutung sichtbar machen"
    Wir untersuchen, wie stark bestimmte Bereiche des Gehirns durchblutet werden. Dies liefert wichtige Hinweise auf die Eigenschaften und Aktivität eines Tumors.Quantitative und qualitative Beurteilung der zerebralen Durchblutung und Tumorvaskularisation.

  • Verzögerte Kontrastmittelbildgebung "Gewebeveränderungen genauer erkennen"
    Durch zusätzliche "verspätete" Aufnahmen nach der Kontrastmittelgabe können wir bestimmte Veränderungen besser beurteilen und zusätzliche Hinweise auf ihre Ursache erhalten. Erweiterte kontrastmittelgestützte Bildgebung zur differenzierten Charakterisierung pathologischer Gewebeveränderungen.

  • Diffusionsbildgebung (DWI/DTI) "Die Gewebestruktur und Nervenbahnen darstellen"
    Diese Verfahren zeigen feinste Veränderungen im Hirngewebe und machen wichtige Nervenverbindungen sichtbar. Das ist besonders hilfreich bei der Planung neurochirurgischer Eingriffe.

  • Funktionelle MRT (fMRT) "Wichtige Hirnfunktionen lokalisieren"
    Wir können erkennen, welche Hirnregionen beispielsweise für Sprache oder Bewegung zuständig sind. So lassen sich Operationen besser planen und mögliche Risiken verringern. Darstellung funktionell relevanter Hirnareale zur präoperativen Planung. Eloquente Kortexareale, präoperative Risikoabschätzung und longitudinaler Vergleich.

Unsere Schwerpunkte: Hirntumordiagnostik, Therapieverlaufskontrolle, Differenzierung von Tumorrezidiven und Therapieeffekten sowie komplexe neuroinflammatorische und neurovaskuläre Erkrankungen.

Wann kommen diese Verfahren zum Einsatz?

Unsere spezialisierten MRT-Untersuchungen unterstützen uns insbesondere bei:

  • Der frühzeitigen Erkennung und genaueren Beurteilung von Hirntumoren.

  • Der Planung und Begleitung individueller Behandlungen.

  • Der Kontrolle des Therapieerfolgs.

  • Der Unterscheidung zwischen erneutem Tumorwachstum und Veränderungen durch eine bereits erfolgte Behandlung.

  • Der Untersuchung komplexer entzündlicher Erkrankungen des Nervensystems und von Gefäßerkrankungen des Gehirns.

Welche zusätzlichen MRT-Verfahren sinnvoll sind, entscheiden wir individuell anhand Ihrer Erkrankung und der medizinischen Fragestellung.

Modernste Bildgebung. Neuroradiologische Expertise. Präzise Diagnostik für individuelle Therapieentscheidungen.

KLINISCHER MEHRWERT
Kombination statt Einzelparameter: Bildmorphologie + funktionelle Daten + interdisziplinärer Kontext.

 

Tumorwachstum oder Veränderung durch die Behandlung?

Moderne MRT-Verfahren helfen uns, den Behandlungserfolg bei Hirntumoren zuverlässig zu überwachen.

Nach einer Operation, Bestrahlung oder medikamentösen Tumortherapie können im Gehirn Veränderungen auftreten. Nicht immer bedeutet eine auffällige MRT-Aufnahme, dass der Tumor erneut wächst. Manchmal handelt es sich um Veränderungen, die durch die Behandlung selbst entstanden sind.

Mit spezialisierten MRT-Verfahren können wir diese Veränderungen genauer untersuchen und besser unterscheiden.

Unsere Untersuchungsverfahren

  • MRT nach einer Operation: Eine frühzeitige MRT-Untersuchung zeigt, wie vollständig der Tumor entfernt wurde und ob Tumorreste vorhanden sind. Die Aufnahmen dienen als wichtige Grundlage für spätere Verlaufskontrollen.

  • Durchblutungsmessung (MR-Perfusion): Wir untersuchen, wie stark das betroffene Hirngewebe durchblutet wird. Dadurch können wir Hinweise darauf erhalten, ob es sich um aktives Tumorgewebe oder um Veränderungen infolge der Behandlung handelt.

  • Spezielle Gewebe- und Stoffwechseluntersuchungen (DWI, MRS, ASL): Diese Verfahren liefern zusätzliche Informationen über die Eigenschaften, den Stoffwechsel und die Durchblutung des Gewebes. Sie sind besonders hilfreich, wenn herkömmliche MRT-Aufnahmen keine eindeutige Beurteilung erlauben.

  • Erweiterte Kontrastmitteluntersuchungen: Durch zusätzliche MRT-Aufnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten nach der Kontrastmittelgabe können wir bestimmte Gewebeveränderungen genauer beurteilen.

Warum ist das wichtig?

Unser Ziel ist es, erneutes Tumorwachstum möglichst frühzeitig zu erkennen und gleichzeitig unnötige Behandlungen zu vermeiden, wenn die Veränderungen lediglich eine Folge der bisherigen Therapie sind.

Durch regelmäßige Verlaufskontrollen und die enge Zusammenarbeit mit den behandelnden Fachärztinnen und Fachärzten unterstützen wir eine möglichst sichere und individuell abgestimmte Therapieentscheidung.

Präzise Bildgebung für mehr Sicherheit bei der Beurteilung des Therapieerfolgs.


KLINISCHER MEHRWERT
Bei Rezidivverdacht entscheidet die Gesamtschau aus Verlauf, Perfusion, Klinik und Tumorboard.