Gesundheit

Willkommen! Hannovers erstes Baby im neuen Jahr wurde in der MHH geboren

2.664 Kinder erblickten 2025 in der MHH das Licht der Welt.

Gruppenbild mit Vater Bastian mit Schwester Miriam Sophie, Mutter Kerstin mit Fabian Bastian, Hebamme Luna Klein, Oberarzt Dr. Jens Hachenberg und Hebamme Nina Meier.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Vater Bastian mit Schwester Miriam Sophie, Mutter Kerstin mit Fabian Bastian, Hebamme Luna Klein, Oberarzt Dr. Jens Hachenberg und Hebamme Nina Meier. Copyright: Katrin Kutter

Begleitet von Feuerwerk ins Leben: Am 1. Januar um 00:15 Uhr kam der kleine Fabian Bastian in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zur Welt – 53 Zentimeter groß, 3065 Gramm schwer, drei Wochen zu früh und doch gesund. Er war Hannovers erstes Neujahrsbaby 2026. Die Eltern Kerstin und Bastian hatten ein ruhiges Silvester geplant – mit den drei Geschwisterkindern, Bleigießen und einem schönen Essen. Doch dann kam alles anders: „Morgens setzten die Wehen ein, gegen 20:30 Uhr war ich in der Klinik und nach nur zwei Stunden im Kreißsaal war der Kleine schon da“, berichtet die 37-jährige Mutter. „Draußen lief noch das Feuerwerk.“

Im vergangenen Jahr wurden in der Frauenklinik der MHH insgesamt 2.664 Kinder geboren. Bei 2.581 Geburten kamen 1.351 Jungen und 1.309 Mädchen zur Welt. Vier Kindern wurden der Kategorie „Divers“ zugeordnet – ihr Geschlecht war nicht eindeutig bestimmbar. Es gab 81 Zwillings- und eine Drillingsgeburt. 2024 waren es bei 2.671 Geburten insgesamt 2.772 Kinder. Im Kreißsaal der MHH überlässt man nichts dem Zufall. 35 Hebammen, elf Ärztinnen und Ärzte sowie drei Medizinische Fachangestellte arbeiten im Kreissaal Hand in Hand – und schaffen ein engmaschiges Sicherheitsnetz für werdende Eltern. „Geburtshilfe ist Teamarbeit – wir sorgen dafür, dass sich Eltern von Anfang an bei uns gut aufgehoben fühlen“, sagt Halina Huppertz, seit 16 Jahren leitende Hebamme an der MHH.

Perinatalzentrum zertifiziert

„Unsere niedrige Kaiserschnittrate, die intensive Betreuung von Schwangeren sowie die konsequent individualisierte Geburtsmodusplanung auch bei Frühgeborenen und Kindern mit Fehlbildungen zeigen, dass moderne Hochleistungsmedizin und familienorientierte Geburtshilfe hervorragend zusammenpassen“, sagt Prof. Dr. Constantin von Kaisenberg, Bereichsleiter der Pränatalmedizin und Geburtshilfe im Perinatalzentrum. „Die erneute Zertifizierung unseres Zentrums nach periZert im Dezember 2025 bestätigt unsere hohen Standards in Struktur- und Prozessqualität.“

Die Zahlen aus 2025 sprechen für sich:

  • 45,9 Prozent der Schwangeren brachten in der MHH ihr erstes Baby zur Welt. 50,1 Prozent der Gebärenden hatten bereits ein oder mehrere Kinder.
  • 55 Kinder wurden als Extremfrühchen vor der 29. Schwangerschaftswoche geboren.
  • 9 Neugeborene wogen bei ihrer Geburt weniger als 500 Gramm.
  • Nur 29,8 Prozent Kinder kamen per Kaiserschnitt zur Welt. Vor dem Hintergrund, dass in der MHH viele Risikoschwangere gebären, ist das ein sehr niedriger Wert.
  • 37 Spontangeburten aus Beckenendlage und 38 Spontangeburten bei Zwillingsgeburten.

Geringe Kaiserschnittrate

Die Kaiserschnittrate an der MHH lag 2025 unter 30 Prozent – deutlich unter dem Vorjahreswert und der statistisch erwarteten Rate, selbst nach Risikoadjustierung. „Als Level-1-Haus der Maximalversorgung betreuen wir auch schwer kranke Mütter, extrem früh geborene Kinder und komplexe Schwangerschaften – all diese Fälle fließen in die Statistik ein“, erklärt Hebamme Luna Klein. „Mehr als 40 Prozent der Zwillings- und Beckenendlagengeburten an der MHH erfolgen inzwischen auf natürlichem Weg.“ Und immer wieder, entstünden dabei „Wunder-Geburts-Geschichten“, die Eltern und Team gleichermaßen bewegen.

Individuelle Betreuung von Schwangeren

In spezialisierten Sprechstunden und Geburtsvorbereitungskursen etwa bei Zwillingsschwangerschaften oder bei Beckenendlage klärt das Team Schwangere auf. „Wir möchten verunsicherten Eltern Ängste nehmen, Mythen entkräften und gemeinsam mit ihnen den passenden Geburtsweg finden“, erklärt Nina Meier. Die Hebamme leitet gemeinsam mit Privatdozent Dr. Lars Brodowski, stellvertretender Bereichsleiter für Geburtshilfe und Pränatalmedizin, die interdisziplinäre Spezialsprechstunde. „Interdisziplinäre Teamarbeit wissenschaftlich auf dem neuesten Stand, klinisch auf höchstem Niveau und getragen von echter Begeisterung für die gemeinsame Aufgabe. Das ist die Stärke der MHH – jeden Tag für das Leben,“ sagt Dr. Brodowski.

Text: Camilla Mosel