Doktorarbeit (Dr. med.)

„Die funktionelle Bedeutung eines neuartigen Tau-Enzym Komplexes in Tau-assoziierten neurodegenerativen Erkrankungen”

 

Hintergrund:

Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und frontotemporale Demenz zählen zu den größten medizinischen Herausforderungen unserer Zeit. Viele dieser Erkrankungen sind durch die krankhafte Ablagerung des Proteins Tau im Gehirn gekennzeichnet. Fehlreguliertes Tau beeinträchtigt zentrale neuronale Funktionen, fördert mitochondriale Dysfunktion und trägt zur Neurodegeneration bei.

Trotz intensiver Forschung stehen bislang keine klinisch etablierten Anti-Tau-Therapien zur Verfügung. Neben klassischen Ansätzen zur Hemmung der Tau-Aggregation rücken daher zunehmend krankheitsrelevante zelluläre Prozesse wie Autophagie und mitochondriale Homöostase in den Fokus.

Ein besonders vielversprechender innovativer Ansatz ist die Modulation der Hypusinierung, einer posttranslationalen Modifikation des Translationsfaktors eIF5A. Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass dieser Signalweg mitochondriale Funktion verbessern und neurodegenerative Prozesse abschwächen kann – und damit ein attraktives neues Ziel für zukünftige Therapien darstellt.

 

Projektziel:

Im Zentrum dieses Projekts steht die Untersuchung eines neu entdeckten Proteinkomplexes aus Tau und einem Schlüsselregulator der Hypusinierung. Ziel ist es, dessen Bedeutung für neurodegenerative Tauopathien aufzuklären und sein Potenzial als innovativen Angriffspunkt für zukünftige Therapiestrategien bei Alzheimer und verwandten Erkrankungen zu evaluieren.

 

Methodisches Training:

Die Doktorand:innen erwerben hands-on Erfahrung in modernster Mikroskopie sowie in neurowissenschaftlichen und molekularbiologischen Methoden:

  • State-of-the-art Imaging-Methoden

Konfokalmikroskopie, Live-Cell-Imaging und FRET-Analysen zur Quantifizierung von Protein-Protein-Interaktionen

  • Zellkultur & funktionelle Zellmodelle

Arbeiten mit Zelllinien und primären kortikalen Neuronen, transiente Transfektion, pharmakologische Stimulation und Infektion neuronaler Kulturen

  • Molekularbiologie

Plasmid-Amplifikation und -Modifikation (inkl. ortsgerichteter Mutagenese), RNA-Isolierung und quantitative Real-Time-PCR (qRT-PCR)

  • Proteinbiochemie

Western Blot zur Proteindetektion und Analyse von Proteinaktivität sowie Co-Immunopräzipitation zur Untersuchung von Protein-Protein-Interaktionen

 

 

Interessiert? Dann sende eine kurze Bewerbung mit Lebenslauf an:

Dr. Josephine Labus

labus.josephine@mh-hannover.de