Ein Dankeschön an die Gesellschaft und das Leben
Olaf und Heike Ruczkowski, Braunschweig
Olaf Ruczkowski ist seit 38 Jahren Feuerwehrmann – die Hilfe für andere ist fester Bestandteil seines Berufsalltags. Aber auch privat engagiert er sich für seine Mitmenschen. Gemeinsam mit seiner Frau Heike Ruczkowski unterstützt er verschiedene soziale Projekte. „Wir hatten viel Glück im Leben und möchten der Gesellschaft etwas zurückgeben“, erklärt Olaf Ruczkowski. „Weil wir kinderlos sind, haben wir schon vor längerer Zeit in unserem Nachlass mehrere gemeinnützige Organisationen bedacht.“ Eigentlich war also alles geregelt und erledigt. Doch vor etwa sechs Jahren entwickelte sich immer deutlicher der Wunsch, selbst noch mitzuerleben, was die eigene Zuwendung bewirken kann. Seither verteilen die beiden jedes Jahr eine feste Summe an soziale Zwecke. „Es gibt natürlich Organisationen, die wir regelmäßig unterstützen“, so Heike Ruczkowski. „Aber wir probieren auch gerne mal etwas Neues aus und sind bei unserer Recherche auf das Deutschlandstipendium an der MHH gestoßen.“ Seit Sommer 2025 gehören die beiden zu den Fördernden. Sie haben direkt ein Jahresstipendium für sechs Jahre übernommen und tragen so wesentlich zur Nachwuchsförderung an der MHH bei. Vielen Dank dafür!
Nachwuchsförderung für die Ärzt:innen von morgen
Hans Martin Wollenberg, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes Niedersachsen, und Greta Becker, Pressereferentin des Marburger Bundes Niedersachsen
Der Marburger Bund ist der größte deutsche Ärzteverband und Deutschlands einzige Ärztegewerkschaft. Er setzt sich für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen ein und macht sich für die Qualität der medizinischen Versorgung stark. Der Landesverband Niedersachsen engagiert sich darüber hinaus auch ganz bewusst in der Nachwuchsförderung. Seit vielen Jahren gehört der Marburger Bund Niedersachsen zu den Förderern des Deutschlandstipendiums an der MHH. „Die Förderung engagierter Medizinstudierender ist uns ein besonderes Anliegen“, so Greta Becker, Pressereferentin beim Marburger Bund Niedersachsen. „Mit dem Deutschlandstipendium möchten wir einen Beitrag zur Unterstützung des medizinischen Nachwuchses leisten – denn sie sind unsere Ärztinnen und Ärzte von morgen.“ Dass diese Förderung wertvolle Impulse setzen kann, zeigt sich auch im Landesvorstand, in dem heute ein ehemaliger Deutschlandstipendiat der MHH aktiv mitwirkt.
Für Spaß am Studium ohne Blick auf die Uhr
Prof. Dr. Rainer Blasczyk, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin und Transplantat Engineering der MHH
„Als Student war ich chronisch pleite. Ich habe mich mit BAföG über Wasser gehalten, die verschiedensten Jobs gemacht und an klinischen Studien teilgenommen – wegen der Aufwandsentschädigung“, erzählt Prof. Dr. Rainer Blasczyk, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin und Transplantat Engineering an der MHH. Aus dieser Erfahrung heraus gehört der Institutsleiter seit acht Jahren zu den treuesten Förder:innen des MHH-Deutschlandstipendiums und übernimmt in der Regel gleich zwei Jahresstipendien. Dabei treiben ihn echtes Interesse für die Studierenden und eine tiefe Begeisterung für die Wissenschaft an. „Ich weiß einfach, wie anstrengend das ist, Medizinstudium und Nebenjob unter einen Hut zu bringen. Deshalb ist das Wichtigste für mich, dass die Stipendiat:innen Spaß am Studium haben, nicht auf die Uhr sehen müssen, sondern sich auch mal so richtig in die Medizin vertiefen können.“
Orientierung auf dem Weg in die Life Sciences
Christine Rettig, Geschäftsführerin Medical Park Hannover GmbH
Die Medical Park Hannover GmbH bietet in unmittelbarer Nachbarschaft zur MHH Büroflächen und Tagungsräume speziell für Life-Science-Unternehmen und versteht sich dabei nicht als reiner Vermieter, sondern als Netzwerk- und Entwicklungsplattform für diese Branche in Hannover. Der Wunsch, Hannover und Niedersachsen als zukunftsorientierten Standort weiter zu stärken, war auch Auslöser für die Finanzierung eines Deutschlandstipendiums in den biowissenschaftlichen Studiengängen der MHH. „Der Weg in die Life Sciences ist nicht immer einfach“, so Geschäftsführerin Christine Rettig. „Daher sehen wir im Deutschlandstipendium die Chance, den Nachwuchs flankierend zur finanziellen Unterstützung auch ideell zu fördern und mit Menschen zusammenzubringen, die es bereits geschafft haben, sich in den biochemischen und lebenswissenschaftlichen Bereichen zu etablieren. In diesem anspruchsvollen Zukunftsfeld braucht es einfach Vorbilder und Mut zur eigenen Weiterentwicklung. Und da können wir einfach ein Stück weit den Austausch anstoßen und Kontakte vermitteln.“