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Leberkrebs bleibt eine herausfordernde Erkrankung trotz neuer Therapien. Um gezielte Behandlungsansätze zu finden, ist die Analyse genetischer Veränderungen im Tumor wichtig. In einer umfassenden Studie unter Leitung von PD Dr. Anna Saborowski und Prof. Dr. Arndt Vogel wurden genomische Daten von über 2.000 Patient:innen mit hepatozellulärem Karzinom (HCC) ausgewertet - darunter die bisher größte Kohorte mit cHCC-CCA, einer seltenen Form des Leberkrebses, die Merkmale von zwei Tumortypen kombiniert.
Die molekulare Analyse zeigte, dass cHCC-CCA signifikant häufiger Mutationen in den Genen IDH1 und FGFR2 aufweist - Veränderungen, die in anderen Krebsarten bereits therapeutische Relevanz haben. Diese Arbeit, die Patient:innen aus fünf genetischen Herkünften umfasst, ist die bisher größte internationale Kohorte mit genomischen Daten zu Leberkrebs. Sie zeigt, dass eine detaillierte genetische Analyse nicht nur neue therapeutische Ansätze eröffnet, sondern auch die Diagnose von komplexen Tumoren unterstützt.
Die Studie wurde von Dr. Christoph Gerdes (Erstautor) u.a. in Kooperation mit der molekularen Pathologie (Dr. Stephan Bartels) unter Leitung von PD Dr. Anna Saborowski und Prof. Dr. Arndt Vogel durchgeführt und wurde in der Fachzeitschrift ESMO Open veröffentlicht: https://www.esmoopen.com/article/S2059-7029(25)01918-0/fulltext