Laufende Dissertationen

Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin

 

Promovend

Tim Götzelmann

 

Arbeitstitel der Dissertation

Das Spektrum der forschungsethischen Herausforderungen in der Demenzforschung

 

Abstract

Hintergrund: 
Forschung in der Medizin fördert den wissenschaftlichen Fortschritt und lässt auf neue Behandlungsoptionen bei der Bekämpfung von Krankheiten hoffen. In diesem Zusammenhang ist die Einhaltung von ethisch-moralischen Standards ebenso bedeutend wie technisch-methodische Aspekte bei der Durchführung von qualitativ hochwertiger Forschung. Forschung in Bezug auf dementielle Erkrankungen stellt den Forschenden vor besondere ethische Herausforderungen, da zum Beispiel Patienten mit einer Demenz im fortgeschrittenen Stadium der Studienteilnahme nicht mehr informiert einwilligen können.

Zielsetzung:
 Die vollständige und unverfälschte Darstellung des Spektrums von forschungsethischen Herausforderungen in Bezug auf die Demenzforschung.

Methodik: 
In Medline und Googlescholar wir nach einschlägiger Literatur zu Demenzforschung und Ethik gesucht (publiziert zwischen 2007 und 2017 auf englischer und deutscher Sprache). Mithilfe von qualitativer Textanalyse und normativer Analyse wird das Spektrum der forschungsethischen Herausforderungen der Demenzforschung extrahiert und kategorisiert.

Erste Resultate: 
Die orientierende Literatursuche resultierte in dem Fund von 62 Artikeln.

Erwartete neue Erkenntnisse:
 Durch die Erstellung eines Spektrums der forschungsethischen Herausforderungen in der Demenzforschung soll eine systematische Übersicht über das Thema entstehen. Dieses Spektrum kann Forschende, Gesundheitspolitiker, Lehrende, Studenten und die Öffentlichkeit über die breite an Themen informieren und Grundlage für die Identifikation von besonders wichtigen Schlüsselthemen sein. Dadurch kann es Bewusstsein und Wissen über die Bandbreite ethischer Themen in der Demenzforschung vermitteln und relevante forschungsethische Herausforderungen könnten weiter in der (Fach-)Öffentlichkeit diskutiert werden. Schließlich könnte dies Richtlinien zur klinischen Demenzforschung informieren.