Hintergrund und Ziele

Die demografische Alterung führt zu einer stetig steigenden Prävalenz neurodegenerativer und neuropsychiatrischer Erkrankungen. Gleichzeitig eröffnen Biomarker und krankheitsmodifizierende Therapien – insbesondere Antikörpertherapien bei der Alzheimer-Erkrankung – neue Möglichkeiten für eine frühzeitige Diagnostik und personalisierte Behandlung. Dennoch bestehen weiterhin erhebliche Herausforderungen hinsichtlich des Verständnisses der zugrundeliegenden Krankheitsmechanismen sowie der optimalen Versorgung betroffener Patientinnen und Patienten.

Die Arbeitsgruppe „Translationale Neuropsychiatrie des Alterns“ untersucht neurodegenerative und neuropsychiatrische Erkrankungen des höheren Lebensalters wie z.B. Demenzerkrankungen oder Altersdepression mit einem translationalen Forschungsansatz. Im Mittelpunkt stehen die Identifikation neuer Biomarker, die Erforschung neuroimmunologischer und neurodegenerativer Mechanismen sowie die Verknüpfung klinischer, neuropsychologischer, bildgebender und molekularbiologischer Daten. Ergänzend werden experimentelle Modelle genutzt, um krankheitsrelevante Signalwege zu untersuchen und neue therapeutische Ansätze zu entwickeln.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der translationalen Versorgungsforschung. Durch die Analyse klinischer Kohorten, Register und Real-World-Daten untersucht die Arbeitsgruppe Versorgungsstrukturen, Krankheitsverläufe und Arzneimitteltherapiesicherheitsaspekte bei älteren Menschen. Ziel ist die Entwicklung evidenzbasierter Strategien für eine präzisere Diagnostik, personalisierte Therapie und eine nachhaltige Verbesserung der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit neurodegenerativen und neuropsychiatrischen Erkrankungen.

Auswahl aktueller Projekte

Ausgewählte Veröffentlichungen

  • Freitag J…Schulze Westhoff M, Schröder S. Memory, Social Cognition and Beyond: Neuropsychological Markers Differentiating Alzheimer’s Disease and Frontotemporal Dementia. Journal of Alzheimer's Disease. 2026
  • Kreye MA*, Schulze Westhoff M*, Grosse GM, et al. The Simplified Edinburgh Criteria in Clinical Practice: A CT-Neuropathology Accuracy Study for Diagnosis of Cerebral Amyloid Angiopathy. Neurology. 2025
  • Schulze Westhoff M, Schröder S, Heck J, et al. Determinants of severe QTc prolongation in a real-world gerontopsychiatric setting. Front Psychiatry. 2023
  • Schröder S, Schulze Westhoff M, Pfister T, et al. Drug safety in older patients with alcohol use disorder: a retrospective cohort study. Ther Adv Psychopharmacol. 2024
  • Jahn K, Blumer N, Schulze Westhoff M, et al. Impact of cannabinoids on synapse markers in an SH-SY5Y cell culture model. Schizophrenia (Heidelb). 2024
  • Konen FF, Gehring PS, Schröder S, et al. Pilot study of cerebrospinal fluid biomarkers reveals inflammatory changes in patients with paranoid schizophrenia. Sci Rep. 2025

Förderungen und Preise

  • Hochschulinterne Leistungsförderung (HiLF) („Neuroinflammatorische Regulation im Kontext der Alzheimer-Demenz und komorbider zerebraler Amyloidangiopathie“, PD Dr. Martin Schulze Westhoff)
  • PRACTIS – Clinician Scientist („Die Rolle inflammatorischer Prozesse als mögliche Treiber der Krankheitsprogression der Alzheimer-Demenz und Charakterisierung einer Subgruppe mit autoimmuner Komponente“, Dr. Sebastian Schröder)
  • Norddeutscher Suchtforschungsverbund e.V. (NSF) (Forschungspreis 2025, Dr. Sebastian Schröder)
  • European Stroke Organisation (2. Platz beim „Basic Science Award” im Zuge des Jahreskongress 2025 für die Arbeit „Neuroinflammatory regulation and cognition in Alzheimers Disease and Cerebral Amyloid Angiopathy“, PD Dr. Martin Schulze Westhoff)

Wissenschaftliche Kollaborationen

Arbeitsgruppenleitung

PD Dr. med. Martin Schulze Westhoff, MHBA

Telefon: +49 511 532 7307
Mail: SchulzeWesthoff.Martin@mh-hannover.de

Pubmed

 

Dr. med. Sebastian Schröder, MHBA

Telefon: +49 511 532 7275
Mail: Schroeder.Sebastian@mh-hannover.de

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