Zystische Nierenerkrankungen

Dr. rer. nat. Wolfgang Ziegler

Päd. Nieren-, Leber- und Stoffwechselerkrankungen

OE 6720
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover

Tel. : +49 511 532-7813
Fax : +49 511 532-18661

E-Mail: ziegler.wolfgang@mh-hannover.de


Forschungsschwerpunkte

Die Autosomal Rezessive Polyzystische Nierenerkrankung (ARPKD) ist eine der Hauptursachen für terminales Nieren- und / oder Leberversagen im Kindesalter. In unserer Klinik werden ca. 40 Kinder mit ARPKD medizinisch versorgt. Zurzeit gibt es leider keine kurativen Maßnahmen gegen die fortschreitende Erkrankung der Organe, da die Pathophysiologie der ARPKD unzureichend geklärt ist.
 
Wir verwenden die ARPKD als ein monogenetisches Model für Erkrankungen, die durch Verlust von funktionsrelevanten Zilienproteinen zu einer zystischen Degeneration von Epithelien vor allem der Niere führen.  Dazu ermitteln wir zentrale Eigenschaften von Epithelzellen, die für die Ausbildung und Homöostase funktionaler und korrekt polarisierter Epithelien benötigt werden.  Die experimentellen Arbeiten werden im Kontext des BMBF Verbundprojektes Network for Early Onset Cystic Kidney Diseases (NEOCYST) mit anderen Kliniken koordiniert durchgeführt.  Zur Erfassung quantitativer Zelleigenschaften untersuchen wir die Epithelmorphogenese unter 2D/3D-Zellkulturbedingungen und verwenden dafür genetische modifizierten Zelllinien und primären Zellen, die unter anderem aus dem Urin pädiatrischer Patienten isoliert werden.  Zellkulturbasierte Funktionstest dienen dazu, die molekularen Ursachen der Epithelschäden aufzudecken und die Wirkung von Medikamenten zur Wiederherstellung der Epithelfunktion zu testen.  An einem Mausmodell der ARPKD untersuchen wir den Verlauf der Erkrankung von Leber und Nieren, vergleichen die molekularen Signalwege mit Beobachtungen in der Zellkultur und überprüfen die Wirkung erster Behandlungsstrategien auf den Verlauf der Organschädigung.
 
Unser Ziel ist neue, zellbiologisch begründete Ansätze für kurative Behandlungsoptionen zu finden, die eine Verzögerung des terminalen Nierenversagens und eine Reduktion der Transplantationszahlen bei Kindern mit genetisch verursachten, zystischen Nierenerkrankungen ermöglichen.

AG Ziegler

Mitarbeiter*innen

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Publikationen

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