Kriseninterventionshelfer

Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin

Krisenbegleiter im Krankenhaus

Wie gehe ich mit Eltern und Angehörigen in schwierigen Situationen um? Wie schütze ich mich vor übermäßigen psychischen Belastungen?

In unserem beruflichen Alltag werden wir immer wieder mit Situationen konfrontiert, in denen wir uns mit akuten Krisensituationen wie dem plötzlichen Tod oder einer akuten schweren oder chronischen Erkrankung unserer Patienten auseinandersetzen müssen.

Dies führt zu einer außerordentlichen psychischen Belastung sowohl bei den Eltern der betroffenen Kinder, als auch beim behandelnden Personal. Insbesondere durch die Arbeit des pädiatrischen Intensivnetzwerkes zeigt sich, welch hoher Bedarf an Unterstützung in diesen Situationen besteht. Durch den Mangel an Trauma-Psychologen oder weiteren beratenden Einrichtungen kann dieser aber nicht gedeckt werden.

Um Eltern und Familien schwer erkrankter, verletzter sowie verstorbener Kinder aber auch die behandelnden Teams  in dieser schweren Situation sowie über den Zeitraum des Klinikaufenthaltes hinaus professionell psychologisch und sozial begleiten und unterstützen zu können, haben wir uns zusammen mit dem Institut für Human Resources in Freiburg und dem Verein "Kleine Herzen Hannover" zur Aufgabe gemacht, ein Kriseninterventionsnetzwerk aufzubauen. Dabei soll sich im pädiatrischen Netzwerk PIN ein überregionales Netzwerk etablieren, dessen Basis professionell zum Krisenbegleiter  ausgebildete Ärzte und Pflegekräfte sind. 

Die bisherigen Kurse wurden außerordentlich gut angenommen. Das Projekt des Vereins "Kleine Herzen Hannover" wurde mittlerweile mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Die Kursgebühren für das Team aus dem PIN werden vom Verein "Kleine Herzen Hannover" getragen. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen pro Kurs begrenzt. Eine hochqualifizierter Ausbildung wird durch das Institut für Human Resources (IHR, Freiburg), das eng mit dem DRK zusammen arbeitet, gewährleistet. Lerninhalte des Kurses werden psychische Stress- und Belastungsfaktoren betroffener Eltern, Trauer- und Belastungsreaktionen sowie -störungen, gesundheitsförderliche Bewältigungsstrategien, Salutogenese und Resilienz, Gesprächsführung sowie Selbstschutz und Psychohygiene sein.

   

Zielgruppe & Kursinhalte

   
Das Angebot richtet sich an sozial kompetente und psychisch belastbare Menschen mit psychologischer, seelsorgerlicher oder medizinischer Profession (Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten und weitere) im Kontext der intensivmedizinischen, kardiologischen, onkologischen oder psychosomatischen Versorgung von Kindern. 
   

Ausbildungsziel

  • Die Teilnehmenden werden durch den Kurs befähigt, Eltern und Angehörige schwerkranker, -verletzter oder verstorbener Kinder kompetent psychosozial begleiten zu können.
       

Ausbildungsinhalte

   
Psychische Stress- & Belastungsfaktoren betroffener Eltern
   

Trauer- & Belastungsreaktionen sowie -Störungen

  • Akute Belastungsreaktion & Posttraumatische Belastungsstörung
  • Anpassungsstörung, Depressive Störung
  • Trauerreaktionen, gesunde & pathologische Trauer
       

Gesprächsführung in Krisensituationen

  • Grundlagen gelingender Kommunikation
  • Handlungsprinzipien akuter und mittelfristiger Nachsorge
  • Kommunikation in Krisen
  • Interkulturelle Aspekte
       

Selbstschutz & Psychohygiene

  • Eigene Grenzen & Ressourcen
  • Förderung der eigenen Resilienz
  • Kollegiale Beratung & Supervision

   

Termine 2020

    
Wir bieten einen Grundkurs mit Ausbildung zum Krisenbegleiter an. Zusätzlich gibt es Fortbildungen nach dem Grundkurs mit speziellen Themenschwerpunkten.

   

Organisation des Kurses

Ab dem Jahr 2020 kann ein offizielles Zertifikat für die Qualifikation zum Krisenbegleiter ausgestellt werden. Nach den Vorgaben der deutschen Konsensuskonferenz zur Krisenbegleitung ist dafür eine Ausbildung von 80 Stunden verbindlich. Dies kann durch die Teilnahme am Grundkurs und zwei 2 tägigen Folgekursen erreicht werden. Die Teilnahme am Grundkurs oder den Folgekursen kann aber selbstverständlich auch ohne das Ziel der Erlangung des Zertifikats erfolgen. Teilnehmer die in der Vergangenheit bereits einen Grundkurs und/oder Folgekurse absolviert haben, können das Zertifikat ebenfalls erwerben. Ihre bereits geleisteten Fortbildungen zum Krisenbegleiter werden angerechnet.

 
Teilnahmegebühr

Die Kosten für den Krisenbegleiterkurs für jeden Kursteilnehmer in Höhe von 750,00 Euro, werden vom Verein „Kleine Herzen Hannover e.V.“  getragen. 

Ihnen entsteht lediglich ein Eigenanteil/Teilnahmegebühr von 50,00 Euro  in dem ein kleiner Snack und Getränke inbegriffen sind.  Die Platzgarantie ist an die Überweisung des Betrags gebunden.

Mit Ihrer verbindlichen Anmeldung erklären Sie sich bereit, Ihren Eigenanteil zu entrichten welcher bis 4 Wochen auf das unten stehende Konto einzugehen ist. Dies gilt auch, falls Sie ohne rechtzeitige Abmeldung nicht zum Kurs erscheinen. Als rechtzeitig gelten grundsätzlich nur Abmeldungen, die spätestens 4 Wochen vor Kursbeginn eingegangen sind. Der volle Eigenanteil wird auch für Nachrücker/-innen fällig. Eine Rückerstattung bei Kursabbruch oder Unterbrechung ist nicht möglich.

Bankverbindung:  

Empfänger: Medizinische Hochschule Hannover

IBAN: DE15 2505 0180 0000 370371

BIC: SPKHDE2H   -  Sparkasse Hannover

Verwendungszweck: Kostenstelle 19380034 Krisenbegleiter-Kurs  „Kurs-Nr. + Name“

 

Die formlose Anmeldung zum Workshop ist per Mail, Fax oder Telefon möglich.

     

Anmeldekontakt

Medizinische Hochschule Hannover
Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin
Frau K. Bulin oder Frau G. Handke
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Telefon +49 511 532-6752 oder -6751
Fax +49 511 532-9038

pin@mh-hannover.de
   

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