Gesundheit

Vertrag unterzeichnet: Weg frei für Niedersächsisches Lungen-Thorax-Centrum

Trägerübergreifende Kooperation zwischen MHH und KRH

Gemeinsam auf dem Weg zu einem der größten und leistungsfähigsten Zentren für Lungen- und Thoraxmedizin in Deutschland (von links, Archivbild nach der Unterzeichnung des Letter of Intent im Herbst 2025): Barbara Schulte (KRH Geschäftsführerin Finanzen und Infrastruktur), Dr. Matthias Bracht (KRH Geschäftsführung Medizin), Prof. Dr. Hans-Gerd Fieguth (Chefarzt der Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgie am KRH Klinikum Siloah), Prof. Dr. Thomas Fühner (Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Intensiv- und Schlafmedizin am KRH Klinikum Siloah, Prof. Dr. Marius M. Hoeper (Direktor der Klinik für Pneumologie und Infektiologie der MHH), Prof. Arjang Ruhpawar (Leiter der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie der MHH), Prof.‘in Denise Hilfiker-Kleiner (MHH-Präsidentin und Vorstandsmitglied für das Ressort Forschung und Lehre, Prof. Dr. Frank Lammert (MHH-Vizepräsident und Vorstandsmitglied für das Ressort Krankenversorgung) und Martina Saurin (MHH-Vizepräsidentin und Vorstandsmitglied für das Ressort Wirtschaftsführung und Administration). Copyright: KRH Klinikum Region Hannover / André Walther

Das Klinikum Region Hannover (KRH) und die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) haben den Kooperationsvertrag zur Gründung des „Niedersächsischen Lungen-Thorax-Centrums Hannover-MHH-KRH“ (LTC) unterzeichnet. Damit wird ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zu einem der größten und leistungsfähigsten Zentren für Lungen- und Thoraxmedizin in Deutschland erreicht.

„Mit der Unterzeichnung des Gründungsvertrags heben wir unsere bereits enge Zusammenarbeit auf eine neue, verbindliche Ebene“, sagt Dr. Matthias Bracht, Geschäftsführer Medizin im KRH. „Wir schaffen damit die Grundlage für eine noch engere Verzahnung unserer Kompetenzen und setzen zugleich ein starkes Signal für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in der Region.“

Auch Prof. Dr. Frank Lammert, Vizepräsident und Vorstandsmitglied für das Ressort Krankenversorgung der MHH, betont die Bedeutung dieses Schritts: „Das Lungen-Thorax-Centrum steht für eine neue Qualität der Zusammenarbeit über Trägergrenzen hinweg. Patientinnen und Patienten profitieren künftig noch stärker von gebündelter Expertise, abgestimmten Behandlungsprozessen und innovativen Therapiekonzepten.“

Ziel des neuen Zentrums ist es, die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Lungen- und Atemwegserkrankungen in der Region Hannover und darüber hinaus nachhaltig zu verbessern. Durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen sollen Wartezeiten reduziert, sowie Diagnostik und Therapie weiter optimiert werden. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre intensiviert und die Basis für klinische Studien ausgebaut. Das Zentrum vereint die bestehenden Stärken von KRH und MHH: Während das KRH Klinikum Siloah eine umfassende Versorgung mit Schwerpunkten in der pneumologischen Onkologie, interventionellen Bronchologie und Beatmungsmedizin bietet, verfügt die MHH über international ausgewiesene Expertise insbesondere bei seltenen Lungenerkrankungen und in der Lungentransplantation. Auch in der Thoraxchirurgie sind beide Einrichtungen stark aufgestellt.

Mit dem LTC entsteht ein gemeinsames Dach für die abgestimmte ambulante und stationäre Versorgung sowie für die Aus-, Fort- und Weiterbildung und die klinische Forschung. Einheitliche Behandlungsstandards, ein standortübergreifendes Patientenmanagement und gemeinsame Qualitätsstrukturen sollen eine leitliniengerechte und hochqualitative Versorgung sicherstellen. Organisatorisch bleibt das Zentrum eine partnerschaftliche Struktur ohne Fusion der beteiligten Einrichtungen. Die klinischen Bereiche verbleiben an den jeweiligen Standorten in ihrer bisherigen Trägerschaft, werden jedoch durch eine gemeinsame Leitung sowie ein paritätisch besetztes Lenkungsgremium strategisch gesteuert.

Das Niedersächsische Lungen-Thorax-Centrum wird zum 1. Juli 2026 offiziell seine Arbeit aufnehmen. Ziel ist es, in Hannover ein international sichtbares Spitzenzentrum für Lungen- und Thoraxmedizin zu etablieren und damit ein Vorbild für die sektoren- und trägerübergreifende Zusammenarbeit im deutschen Gesundheitswesen zu schaffen.

Text: KRH