Gesundheit

Hohe Qualität in der Schlaganfall- und Gefäßmedizin

MHH ist offiziell als Neurovaskuläres Zentrum bestätigt. Patientinnen und Patienten werden dort interdisziplinär versorgt.

Viele Hände halten ein Hirn-Modell.

Bei Erkrankungen der Hirngefäße arbeiten im Neurovaskulären Zentrum Expertinnen und Experten mehrerer Fachdisziplinen zusammen. Copyright: Karin Kaiser/MHH/KI-generiert

Bei Schlaganfällen und anderen Erkrankungen der Hirngefäße ist eine schnelle und abgestimmte Behandlung entscheidend. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) verfügt hierfür über etablierte und hochspezialisierte Strukturen. Das Land Niedersachsen hat die MHH offiziell als Neurovaskuläres Zentrum anerkannt. Damit wird bestätigt, dass die MHH die hohen, bundesweit geltenden Qualitätsvorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G‑BA) für die Versorgung komplexer Gefäßerkrankungen des Gehirns erfüllt.

Mehr als 1.000 Fälle pro Jahr

„Die Anerkennung als Neurovaskuläres Zentrum ist Ausdruck unseres hohen Behandlungsniveaus und der guten interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Kliniken innerhalb der MHH, aber auch mit externen Kooperationskliniken“, erläutert Prof. Dr. Aiden Haghikia, Direktor der Klinik für Neurologie der MHH. Dr. Ramona Schuppner, Leiterin der Stroke-Unit der Klinik für Neurologie ergänzt: „In der MHH behandeln wir jährlich mehr als 1.000 Patientinnen und Patienten mit akuten und komplexen Gefäßerkrankungen des Gehirns. Dank klar strukturierter Abläufe, eingespielter Teams und einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit stellen wir eine zügige und zielgerichtete Versorgung sicher“.

Fachübergreifende Versorgung auf hohem Niveau

Das Neurovaskuläre Zentrum der MHH vereint die Kompetenz aus Neurologie, Neuroradiologie, Neurochirurgie, Gefäßchirurgie und Intensivmedizin. Gemeinsam behandeln die Fachbereiche das gesamte Spektrum neurovaskulärer Erkrankungen – von ischämischem Schlaganfall und Hirnblutung bis hin zu seltenen Gefäßmissbildungen. Dabei stehen ihnen modernste Diagnostik und interventionelle Verfahren zur Verfügung.

Enge Zusammenarbeit in der Region

Das Zentrum steht in engem Austausch mit Kooperationspartnern innerhalb der Region, um komplexe Fälle gemeinsam zu bewerten und Behandlungsstrategien abzustimmen. „Diese enge Zusammenarbeit fördert den Wissenstransfer und trägt dazu bei, dass Patientinnen und Patienten auf allen Versorgungsstufen eine Behandlung nach höchsten Qualitätsstandards erhalten“, erläutert Professor Haghikia.

Text: Tina Götting