Programm & Workshops
Dienstag, 08.09.2026; 13:30-17:30
In dem praxisorientierten Workshop „Einführung in die forensische Anthropologie“ sollen die Grundlagen der forensischen Anthropologie anhand von historischen Skelettmaterial aus archäologischen Fundsituationen vermittelt werden.
Zunächst wird die Unterscheidung zwischen Tier- und Menschenknochen thematisiert. Im praktischen Anteil bekommen die Teilnehmenden dazu sogenannte Sammelkisten, in denen sich sowohl menschliche als auch tierische Knochen sowie Grabungsartefakte befinden. Im Anschluss erhalten die Teilnehmenden eine Einführung in die anthropologische Individualbefundung. Die Teilnehmenden sollen anhand eines Skelettes die Liegezeit, das Geschlecht und das Alter bestimmen. Zusätzlich wird auf die Abweichungen von der Regelanatomie und ihre Abgrenzung zu Pathologien/Traumata eingegangen.
Dienstag, 08.09.26; 13:30-17:30
Vortragende: Dr. Annica Gosch (Köln), Prof. Dr. Cornelius Courts (Köln), Dr. Julia Leonardy (Hannover)
Zunächst wird in die Grundzüge der RNA-Biologie eingeführt, von den biochemischen Grundlagen über die Funktionen von RNA in der Zelle bis zur Vielfalt der nicht-codierenden RNA-Moleküle.
Darauf aufbauend wird die Geschichte der forensischen RNA-Analyse rekapituliert und ihr inzwischen in mehreren Ländern routinemäßiger Einsatz für die Identifikation von zunächst Körperflüssigkeiten (BFI) und später auch Organgeweben (OTI) im forensischen Kontext aufgezeigt.
Im weiteren Verlauf wird der Ablauf der forensischen RNA-Analyse in einem forensisch-genetischen Routinelabor, von der Ko-Extraktion von DNA und RNA aus forensischem Spurenmaterial über verschiedene Möglichkeiten zum Nachweis und der Quantifizierung der exprimierten RNA-Moleküle bis hin zur Befundbewertung, erläutert. Anhand von Beispielen aus der Fallarbeit wird das Potential der RNA-basierten Körperflüssigkeiten- und Organgewebsbestimmung zur Gewinnung relevanter Erkenntnisse in Fällen wie Tötungs- oder Sexualdelikten aufgezeigt und aktuelle Herausforderungen und mögliche Weiterentwicklungen beschrieben.
Im Anschluss werden Alternativen zur mRNA-Analyse vorgestellt, erste Ergebnisse zur forensischen Analyse anderer RNA-Arten besprochen und ihr künftiges Potential abgewogen.
Im letzten Teil werden andere über BFI und OTI hinausgehende, mögliche zukünftige und vielversprechende Anwendungsformen der forensischen RNA-Analyse vorgestellt, darunter verschiedene Zeitverlaufs- und Zeitpunktsschätzungen und Zustandsbestimmungen.
Referenten:
Prof. Dr. Michael Bohnert
Dr. Eva Corvest
Prof. Dr. Dr. Reinhard Dettmeyer
PD Dr. Jan Federspiel
PD Dr. Jacob Matschke
Die Histopathologie ist ein unverzichtbarer Bestandteil der rechtsmedizinischen Diagnostik und entwickelt sich durch neue methodische Ansätze stetig weiter. Der Workshop bietet eine kompakte Einführung in die Grundlagen der forensischen Histopathologie und greift ausgewählte Schwerpunktthemen auf – darunter histopathologische Befunde bei Brandgeschehen, die forensische Neuropathologie, die Histopathologie des Herzens sowie aktuelle Entwicklungen der digitalen Pathologie. Im Rahmen dieses Schwerpunkts werden Grundlagen digitaler Whole-Slide-Images, Anwendungen künstlicher Intelligenz und bildanalytischer Verfahren vorgestellt sowie deren Potenzial für Befundung, Dokumentation und wissenschaftliche Auswertung im rechtsmedizinischen Kontext diskutiert.
Im Mittelpunkt des Workshops steht darüber hinaus der kollegiale Austausch: Die Veranstalter laden dazu ein, eigene Fälle mit spannenden oder herausfordernden histopathologischen Befunden mitzubringen und gemeinsam im Plenum zu diskutieren. Bei Interesse an einer Fallvorstellung wird um eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit den Veranstaltern gebeten.
Der Workshop richtet sich insbesondere an Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung und bietet einen Überblick über zentrale Konzepte und aktuelle Entwicklungen in der forensischen Histopathologie, sowie mögliche zukünftige Chancen und Herausforderungen im digitalen Zeitalter.
Datum: 10. September 2026
Beginn: 19:00 Uhr (Ende vor Ort am 11.09.2026 um 01:00 Uhr)
Kosten: 150, - €
Dresscode: Smart Casual
Location: Apostelhalle
Pelikanplatz 2/4
30177 Hannover
Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen in der Apostelhalle des Restaurants XII Apostel feiern zu dürfen. Es erwartet Sie hauseigene, italienische Küche mit Empfangshäppchen, einem italienischen Spezialitätenbuffet einschließlich Front Cooking und späteren Snacks im Flying Service. Getränke (ausgeschlossen Spirituosen) sind inkludiert.
Die Location befindet sich in Hannovers schönem Pelikanviertel, welches die historische Architektur des ehemaligen Pelikan®-Werksgeländes mit modernen Akzenten vereint.
Erreichbarkeit:
Per ÖPNV: Stadtbahn Linien U3, U7 und U13: Haltestelle „Pelikanstraße“
Per PKW: Anfahrt über die Podbielskistraße. Parkmöglichkeiten kostenlos bei Suche in den Nebenstraßen; keine restauranteigene Parkmöglichkeit auf dem Gelände.