Aktuelles

FORUM Alterstraumatologie

Interessengemeinschaft zur Verbesserung der Versorgung geriatrischer Patienten in der Region Hannover

  • 6. Treffen: 24.08.2022, MHH Hörsaal M, J01, 17-18:30 Uhr

Wir haben schon seit längerer Zeit verstanden, dass die Beschäftigung mit der Alterstraumatologie sinnvoll und langfristig erfolgversprechend sein kann, wenn der originäre Gedanke der Interprofessionalität und Interdisziplinarität ganz konkret gelebt wird.

Unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft sehen wir die Krankenhäuser der Region Hannover in einer gemeinsamen Verantwortung für die Versorgung alterstraumatologischer Patienten. Nachdem sich die diesbezügliche Zusammenarbeit zunächst nur auf eine Verbesserung der Kommunikation konzentriert hatte, ist mittlerweile eine illustre Interessengemeinschaft entstanden.

Alle Beteiligten wissen durch die regelmäßige Möglichkeit zum themenbezogenen Gedankenaustausch einerseits um die häufig zu den eigenen Problemen analogen Schwierigkeiten anderer Kliniken, was dann den Effekt des „geteilten Leides“ haben kann. Andererseits führt die Schilderung der eigenen Lösungsansätze häufig zu „aha“ Effekten, die jeder für seine Klinik nutzen kann.

Nicht zuletzt kann das „Forum Alterstraumatologie“ mit zunehmender Beteiligung aller betroffenen Kliniken zu einer Einrichtung wachsen, die mit ihrer gebündelten Kraft in Zukunft möglicherweise sinnvolle Änderungen z.B. im Umgang mit den Kostenträgern bewirken kann.

Interessierte sind jederzeit herzlich eingeladen, an den Treffen teilzunehmen.
Informationen und Kontakt: herold.lambert@mh-hannover.de

 

1. Wissenschaftstag der Klinik für Unfallchirurgie

Am 08.07.2022 fand der erste Wissenschaftstag der Klinik für Unfallchirurgie im NIFE (Niedersächsisches Zentrum für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung) statt. Ziel des Wissenschaftstags war es, den Mitarbeiter*Innen der Klinik einen Überblick über die Forschungsaktivitäten von der Grundlagenwissenschaft bis zu klinischen Projekten zu geben. Besonders erfreulich war die Beteiligung anderer Forschungsgruppen des NIFE. Durch diese Vernetzung kann die Wissenschaft deutlich akzentuierter und optimaler gestaltet werden.

Insgesamt stellten sich an diesem Tag zahlreiche Projektgruppen mit teilweise herausragenden und vor allem zukunftsweisenden Projekten für die Unfallchirurgie vor.

Europaweit erstmalige Implantation eines TruMATCH Cages

3D-gedrucktes, patienten-individualisiertes Implantat

Dr. med. T. Omar Pacha und Prof. Dr. med. P. Mommsen

Die Klinik für Unfallchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover unter Leitung von Prof. Dr. med. S. Sehmisch ist seit jeher überregional, national und international eine Anlaufstelle für Patienten mit schwerwiegenden Extremitätenverletzungen. Dem Team der Rekonstruktiven Extremitätenchirurgie um Prof. Dr. med. P. Mommsen und Dr. med. T. Omar Pacha gelang nunmehr erstmalig in Europa die Implantation eines 3D-gedruckten, Patienten-individualisierten Graft-Cage (TruMATCH Cage®) zur Behandlung eines langstreckigen Knochendefektes am Unterschenkel.


Abstract-Preis für Dr. Katrin Bundkirchen

April 2022

Doktor Katrin Bundkirchen, stellvertretende Forschungs- und Laborleitung

Dr. med. vet. Katrin Bundkirchen, die stellvertretende Forschungs- und Laborleitung der Experimentellen Unfallchirurgie, wurde bei der 70. Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen e.V. (VSOU) vom 28.-30.04.2022 in Baden-Baden der Abstract-Preis für das Abstract mit dem Titel „Auswirkungen von Alter und Alkohol auf die Frakturheilung nach schwerem Blutverlust“ verliehen. Der Preis ist mit 500 € dotiert.


Nach 37 Jahren im Christoph 4 zum letzten Mal gelandet

Volker Hubrich von der Johanniter-Unfall-Hilfe beendet seinen aktiven Dienst

Eine Gruppe von Gratulanten empfängt EMTS Volker Hubrich nach seinem letzten Flug vor dem Ruhestand

Donnerstag, 15:00 Uhr: Mit dumpf klopfenden Rotoren landet der Christoph 4 auf dem Landedeck an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Die letzte Landung im aktiven Dienst für Volker Hubrich, leitender Johanniter-Notfallsanitäter und HEMS-TC (Helicopter Emergency Medical Services Technical Crew Member). Nach 37 Jahren Dienst in der Luftrettung beendet der 64-Jährige seine aktive Dienstzeit. „Ich bin schon so manchen Kilometer und Einsatz als HEMS-TC und Notfallretter geflogen“, sagt Hubrich. „Insgesamt sind dabei 18.212 Einsätze zusammengekommen.“
Der Rettungshubschrauber Christoph 4 ist seit 1972 an der Medizinischen Hochschule Hannover stationiert und einer von 12 Zivilschutzhubschraubern in Deutschland. Neben dem Piloten und dem Notfallsanitäter fliegt im Christoph 4 immer ein Notarzt der Klinik für Unfallchirurgie mit. In seinen 37 Arbeitsjahren hat Volker Hubrich so manchem unserer Assistenzärzte den Luftrettungsdienst nahegebracht.

„Mit Volker Hubrich geht ein Urgestein aus dem aktiven Dienst, der als Person die ganzen Jahre als das Synonym bei den Johannitern für Rettungshubschrauber stand. Das zeugt von großer Zuverlässigkeit und Qualität. Wir danken Volker Hubrich für die vielen Jahre der Zusammenarbeit und sein Engagement in der Luftrettung. Darüber hinaus hat er zudem über Jahrzehnte Nachwuchs in der Johanniter-Akademie ausgebildet und sein Wissen weitergegeben“, sagt Hannes Wendler, Mitglied im Landesvorstand der Johanniter des Landesverbandes Niedersachsen/Bremen.

Die Klinik für Unfallchirurgie wünscht Volker Hubrich alles Gute für seinen Ruhestand!

 


Unfallchirurgische Weiterbildung

für Sachbearbeiter*Innen der DGUV

Ein Rettungswagen fährt zügig in die Einfahrt der Zentralen Notaufnahme der MHH

Im Rahmen des Wechsels der Klinikleitung und zur Stärkung der Zusammenarbeit mit den Berufsgenossenschaften lädt Professor Stephan Sehmisch am Freitag, den 20.05.2022, zu einer Unfallchirurgischen Weiterbildung für Sachbearbeiter*Innen der DGUV ein. Wir möchten vor allem die Möglichkeiten der Akutbehandlung, der Rehabilitation, der interdisziplinären Zusammenarbeit und der Forschung demonstrieren.

Download Flyer

Als überregionales Traumazentrum bietet die Klinik für Unfallchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover das gesamte Spektrum zur Behandlung von akuten und chronischen Unfallfolgen.
Diese Kompetenz besteht insbesondere bei der Therapie von Unfallverletzten, die im Rahmen von Arbeits- und Wegeunfällen im Rahmen des VAV- und SAV-Verfahrens der Berufsgenossenschaften an die MHH zugewiesen werden.

Die Veranstaltung findet nach der 2G-Regel statt, eine formlose Anmeldung per Mail mit Name, Telefonnummer und Impfstatus ist erforderlich. Bitte halten Sie beim Einlass entsprechende Nachweise bereit.


70. Unfallseminar

"Alterstraumatologie - Herausforderung und Chance"

Eine junge Hand berührt eine alte Hand, die auf einem Rollatorgriff ruht.

Am Samstag, 23. April 2022, ist es wieder soweit!

Das 70. Unfallseminar mit dem Thema „Alterstraumatologie - Herausforderung und Chance“ findet von 9:00 bis 15:00 Uhr im Hörsaal F (Gebäude J1) der MHH statt.
Es erwarten Sie spannende Vorträge, eine Industrieausstellung, und in den Pausen gibt es Gelegenheit, mit den Referentinnen und Referenten zu diskutieren (Speakers' Corner / Meet the Expert).

Die Veranstaltung ist mit 7 Fortbildungspunkten durch die Ärztekammer Niedersachsen anerkannt.

Programm-Flyer zum Download
unten finden Sie die Vorträge des Unfallseminars zum Download

Die Veranstaltung findet nach der 2G-Regel bzw. 2G+ (je nach Warnstufe) statt (begrenzte Teilnehmerzahl, Registrierung, Maskenpflicht außerhalb des Sitzplatzes), bitte halten Sie entsprechende Nachweise beim Einlass bereit.
Eine Anmeldung per Mail mit Name, Telefonnummer und Impfstatus ist zwingend erforderlich.

 


Vorträge

Zertifizierung Alterstraumatologie

11.01.2021

Klinikdirektor Professor Krettek, Doktor Herold und Doktor Gogol mit dem Zertifikat der DGU

Nach 2 1/2 jähriger interdisziplinärer und interprofessioneller Vorbereitung ist die Unfallchirurgische Klinik der MHH als derzeit einziges Alterstraumazentrum DGU® in der Region Hannover zertifiziert worden. Damit ist eine Rahmenstruktur für die Versorgung hochbetagter Patienten mit Unfallverletzungen geschaffen worden, die schon jetzt zu wesentlichen Verbesserungen geführt hat.
Die Weiterentwicklung dieses Alterstraumazentrums wird unter Berücksichtigung der demografischen Gegebenheiten und der Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems eine stetige Herausforderung bleiben.


Christoph 4 fliegt 800.000sten Einsatz für das BBK

21.07.2020

Die Besatzung des Rettungshubschraubers steht mit einem geretteten Patienten vor dem Hubschrauber Christoph 4

Anläßlich der Feier des 800.000sten Einsatzes kam man am 17.07.20 in Bonn Dransdorf zusammen, natürlich unter Einhaltung aller Hygienevorschriften: Am 16.04.2020 war Christoph 4 den 800.000sten Einsatz der Zivilschutzhubschrauber geflogen. Der 14 jährige Joshua musste in unwegsamen Gelände nach einem Mountainbikesturz gesucht, gefunden und medizinisch versorgt werden. Dank der Hilfe aus der Luft gelang dies schnell, und dem Patienten geht es heute wieder gut.
An der Luftrettung mit Christoph 4 sind mehrere Institutionen beteiligt. Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Niedersachsen/Bremen ist für den Dienstbetrieb des Hubschraubers verantwortlich und stellt die Notfallsanitäter und HEMS-TC. Die Piloten gehören der Bundespolizei, Fliegerstaffel Nord Stützpunkt Gifhorn, an und führen die Wartung und Instandhaltung des Hubschraubers durch. Die Notärzte kommen seit fast 50 Jahren aus der Unfallchirurgischen Klinik der MHH. Die ärztliche Leitung hat seit 2016 Dr. Christian Macke inne. Träger des Luftrettungsstützpunktes ist das Land Niedersachsen.